Auch ein einziger Koch verdirbt den Brei

Das Duell zwischen Roland Koch und der allgemeinen Medienöffentlichkeit ist entschieden. Koch, der seine eigene Abwahl in Hessen einfach ausgesessen hat, hat heute mit der Unionsmehrheit im Verwaltungsrat des Staatssenders ZDF für die Abwahl des Chefredakteurs Nikolaus Brender gesorgt. Brender gilt als „unabhängiger Journalist“, weil er Politiker im ZDF nicht wie gewünscht uneingeschränkt betüddelt hat. Deshalb ging es nicht darum, den Posten mit jemandem zu besetzen, der qualifizierter ist als Brender, sondern allein darum, ihn loszuwerden. Eine Alternative gibt es noch nicht.

Aber wenn die Suche nach einem neuen Chefredakteur so ähnlich läuft wie die Suche nach neuen Serien, kann das ZDF ja vielleicht auf jemanden zurückgreifen, den Sat.1 nicht mehr haben wollte.

Michael, 27. November 2009, 18:39.

5 Kommentare


  1. Jemanden, den Sat.1 nicht mehr will: Wer denkt da nicht an Thomas Kausch? Ach, ne, der ist ja schon beim mdr. Wen dann? Heinz Klaus Mertes vielleicht?

  2. Kurz und gut auf den Punkt gebracht!

  3. mach ich!

  4. Mit den Nachrichten ist es unter Brender Niveau- und Qutenmässig ziemlich bergab gegangen, so sehe ich grundsätzlich kein Problem darin DAS er gegenagen wurde, sonder es geht hier allein um das WIE und das Kratzt schon sehr an der Verfassungswidrigkeit, ich hoffe es kommt nächstes Jahr ein Urteil aus Karlsruhe das der Eimischung der Politik deutliche Grenzen aufzeigt, andrerseits….wenn unter 60 interessiert schon das ZDF

  5. Einer der noch gar nichts dazu gesagt hat ist VPRT-Chef Jürgen Doetz.
    Ich hätte erwartet, dass er wenigstens die privaten „Nachrichtensender“ n-tv und N24 als Horte des Pluralismus gepriesen hat.
    Außerdem hätte er auch die Möglichkeit nutzen können, die Abschaffung der Öffentlich-Rechtlichen zur fordern.
    Eventueller Kompromissvorschlag ist, dass der diese Sportübertragungen, den Tatort oder Wetten dass??? einstellen, da sich dies störend auf den Marktanteil der privaten Konkurrenz auswirkt oder Doetz und sein Assi Schmid zumindest die Programmplanung von ARD und ZDF abnicken müssen.



Das Buch

die Autoren

Weitere Bücher

New York für Fern-SeherDie kleine House-Apotheke

Links