Patienten gibt’s!

1983 (ZDF). 10-tlg. dt. Arzt-Comedyserie von Hans Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb, Regie: Ralf Gregan.

Der ehemalige Schiffskoch Brenner (Dirk Dautzenberg) und der Lexikon-Vertreter Heck (Jürgen Schmidt) liegen im Krankenhaus gemeinsam auf Zimmer 101 und schlagen sich mit nörgelnden Mitpatienten, dem geldgierigen Chefarzt Dr. Lauritz (Karl-Michael Vogler), Dr. Junkers (Hellmut Lange), Frau Dr. Hoffmann (Brigitte Grothum) und der Oberschwester (Andrea Brix) herum.

Die halbstündigen Folgen liefen donnerstags um 18.20 Uhr.

Eurogang

1975–1976 (ARD). 6-tlg. dt. Krimiserie von Detlef Müller.

Kriminalrat Hager (Hellmut Lange) geht im Auftrag des Bundeskriminalamts mit einer Sonderkommission gegen international organisierte Bandenkriminalität vor. Er bekämpft alle Arten von Verbrechen, ermittelt gegen Mörder, Geldfälscher, Kunstdiebe, Bankräuber und Drogenhändler. Der Sonderkommission gehören noch sein Assistent (Manfred Zapatka) und Kommissar Possart (Til Erwig) an, Dr. Grommer (Alf Marholm) ist ihr Vorgesetzter.

Eigentlich sollte Günther Ungeheuer die Hauptrolle spielen, der zog sich jedoch bei den Dreharbeiten einen Fersenbeinbruch zu, als eine Fluchtszene aus einem Karnickelloch spielte.

Die einstündigen Folgen liefen einmal im Monat mittwochs. Der Titelsong „Hunters & Collectors“ stammte von der Band Can.

Mandara

1983 (ZDF). 13-tlg. dt. Mystery-Jugendserie von Justus Pfaue.

Eines Tages strandet Prinz Shabu (Stefan Ernst) aus einem fernen Land in Breemster. Er hat eine geraubte Statue der Göttin Mandara dabei und wird von den Kindern Eltje (Christina Kubinek), der Tochter des Apothekers Timm (Gernot Endemann), und ihrem Freund Hendrik Söhnkensen (Florian Jentsch) entdeckt und vor den Strandpiraten in Sicherheit gebracht. Die Götterstatue wird jedoch von einem bösen Dämon (Horst Frank) begleitet, der in wechselnder Gestalt einen Sieg des Hasses erreichen will. Eltje wird in den Bann des Bösen gezogen und Hendrik verunglückt. Um den Fluch abzuwenden, wird Shabu von Pastor Petersen (Hellmut Lange) und den anderen Dorfbewohnern geopfert. Die Mandara-Statue versenkt er im Meer, bevor das Dorf unter einer mächtigen Sanddüne verschüttet wird. 150 Jahre später kommt ein neuer Prinz Shabu und ein neuer Dämon, die Geschichte beginnt von vorn und Eltje kämpft wieder dagegen an.

Die Folgen waren eine halbe Stunde lang und liefen dienstags und donnerstags.

Hotel Paradies

1990 (ZDF). 26-tlg. dt. Urlaubsserie von Herbert Lichtenfeld, Regie: Claus Peter Witt und Michael Günther.

Das Hotel Paradies auf Mallorca ist ein Familienbetrieb. Max (Klaus Wildbolz) und Lisa Lindemann (Grit Boettcher) sind die Besitzer, die Söhne Frank (Axel Malzacher) und Michael (Patrick Winczewski) arbeiten mit, wo sie gebraucht werden. Beide sind Anfang 20, Frank sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl. Auch Opa (Friedrich W. Bauschulte) und Oma Lindemann (Jane Tilden) leisten ihren Beitrag. Als einziger in einer wichtigen Position des Hotels gehört Geschäftsführer Philip Jasny (Juraj Kukura) nicht zur Familie. Er ist ein Charmeur, der ein Auge auf Lisa geworfen hat. Hotelbesitzer Kroll (Wolfgang Wahl) ist der größte Konkurrent der Lindemanns. Ihm gehört das Parkhotel, und er würde Max auch gern das Hotel Paradies abkaufen. Der Versicherungsbetrüger Harald Kuhn (Eike Domroes) hat seinen Tod vorgetäuscht und betreibt nun mit operativ verändertem Gesicht eine Autowerkstatt auf Mallorca. Seine Frau Renate Feller (Andrea L’Arronge), die die Lebensversicherung kassiert hat, und ihr Begleiter Jens Hartmann (Krystian Martinek) sind Dauergäste im Hotel. Schließlich (in der letzten Folge) ziehen die Lindermanns in eine neue Villa, Kroll pachtet das Hotel Paradies. Max wird mit 40 Prozent am Umsatz beteiligt und bleibt in der Geschäftsleitung, Jasny wird Direktor.

Schlichte Heile-Welt-Serie von Produzent Wolfgang Rademann und Autor Lichtenfeld, die irgendwann festgestellt haben müssen, dass das Traumschiff werktags auch ohne teures Schiff funktionieren würde. Die einstündigen Folgen liefen dienstags und donnerstags um 17.50 Uhr.

Nachtärzte

1980–1986 (ARD). 26-tlg. frz.-dt. Arztserie von Bernard Kouchner (Médecins de nuit; 1978 – 1986).

Der stressige Arbeitsalltag während der Nachtschicht in einem Pariser Krankenhaus. Zum Personal gehören die Ärzte Jean-François Gillot (Rémy Carpentier), Michel Lardieux (Georges Beller), Anne Odiq (Agnès Chateau), Christophe Rossin (Étienne Chicot), Alpha (Greg Germain), Hélène (Brigitte Rouan) und Patrick (Philippe Rouleau). Léone (Catherine Allégret) ist die Sekretärin, Émile (André Lacombe) betreibt die Kantine. In der zweiten Staffel sind außerdem die Berliner Ärzte Fechner (Rüdiger Kirschstein), Helmstedt (Hans-Werner Bussinger), Stein (Monika Woytowicz), Hagen (Benedict Freitag) und Lieblich (Hellmut Lange) im Einsatz.

Eine erste Staffel hatte das französische Fernsehen alleine produziert, 14 einstündige Folgen davon wurden in Deutschland im regionalen Vorabendprogramm gezeigt. Für die zweite Staffel steuerte der SFB sechs Folgen mit eigenem Ärzteteam bei. Später entstanden in Frankreich noch weitere Folgen, die hierzulande nicht mehr gezeigt wurden.

Die Laurents

1981–1982 (ARD). „Geschichte einer Berliner Hugenottenfamilie“. 10-tlg. dt. Familiensaga von Uwe Otto und Joachim Nottke, Regie: Erich Neureuther.

Ende des 17. Jahrhunderts kommen die Hugenotten Charles (Hellmut Lange) und
Anne Laurent (Maria Körber) nach Berlin, um einen Neuanfang zu wagen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten leben sie sich ein. Ihre Familiengeschichte erstreckt sich über sechs Generationen.

Die ARD zeigte die einstündigen Folgen der liebevoll umgesetzten Historienserie anlässlich des Preußenjahres 1981 im regionalen Vorabendprogramm.

Zwischen den Flügen

1973–1974 (ZDF). 13-tlg. dt. Episodenreihe von Horst Pillau mit halbstündigen Geschichten in und um Flughäfen und wechselnden Darstellern, darunter Götz George, Wolfgang Völz, Katrin Schaake, Gerd Baltus, Walter Buschhoff, Heidi Leupolt, Karl-Heinz König und Hellmut Lange. Lief donnerstags um 18.25 Uhr.

Glee

Ab 17. Januar 2011 (Super RTL). US-Musicalserie von Ryan Murphy, Brad Falchuk und Ian Brennan („Glee“; seit 2009).

Der junge Lehrer Will Schuester (Matthew Morrison), genannt „Mister Schu“, erfüllt sich einen Traum, den er schon als Schüler hatte: den Traum von einem großartigen Glee Club, einem modernen Showchor an der Highschool. Er rekrutiert ein paar Nerds, die sonst nirgendwo dazugehören, und bringt ihnen singen und tanzen bei: die überambitionierte Rachel Berry (Lea Michele), die sich für einen Star hält, Artie Abrams (Kevin McHale), der im Rollstuhl sitzt, der schwule Kurt Hummel (Chris Colfer), die übergewichtige Schwarze Mercedes Jones (Amber Riley), die Asiatin Tina Cohen-Chang (Jenna Ushkowitz), und schließlich der an sich coole Quarterback Finn Hudon (Cory Monteith), den seine coolen Sportlerfreunde nun für völlig irre halten. Dennoch schließt sich wenig später auch sein Kumpel Noah „Puck“ Puckerman (Mark Salling) dem Glee Club an, der „New Directions“ heißt. Auch Finns ebenso eifersüchtige wie enthaltsame Cheerleader-Freundin Quinn Fabray (Dianna Agron) kommt dazu, die aber in erster Linie zusammen mit zwei Freundinnen dafür sorgen soll, dass der Singverein zugrunde geht. Ein Herzenswunsch der intriganten Cheerleader-Trainerin Sue Sylvester (Jane Lynch). Die neurotische Schulpsychologin Emma Pillsbury (Jayma Mays) interessiert sich für Will Schuester, der ist aber mit der blöden Zicke Terri (Jessalyn Gilsig) verheiratet. Und spätestens jetzt fangen eh wieder alle an zu singen.

Glee (deutsch: Fröhlichkeit; Glee Club = Gesangverein), ein Serienmusical, das typische Comedy-Elemente mit den üblichen Klischees klassischer Teenieserien mischt, war in den USA in jeder Hinsicht ein Sensationserfolg. Die Serie erreichte im Fernsehen Zuschauerzahlen, wie man sie für Highschool-Serien schon lange nicht mehr für möglich gehalten hatte, und spülte eine nie dagewesene Menge an Singles und Soundtrack-CDs in die Charts.

Super RTL zeigt montags ab 20.15 Uhr jeweils zwei einstündige Folgen. Die erste ist vorab am Sonntagnachmittag bei RTL zu sehen.

Bis in die Spitzen

2005–2006 (Sat.1). 13-tlg. dt. Friseursoap.

Das Paar Niki (Jeanette Hain) und Philipp (Tobias Oertel) führt in Berlin einen angesagten Friseursalon. Und sie würden sich gern vergrößern. Leider meint Niki damit eine zweite Filiale und Philipp ein Kind. Das ist nicht das einzige Problem zwischen beiden. Das andere heißt Finn (Ralph Herforth) und ist Nikis Jugendliebe, die neu entflammt, als er und seine Frau Mia (Muriel Baumeister) ihren eigenen Salon gleich gegenüber eröffnen. Derweil verliebt sich Nikis junge Auszubildende Rosa (Jasmin Schwiers) in Nikis Noch-Gatten Philipp, was für alle Beteiligten nur halb so unangenehm wäre, wenn sich nicht kurz vorher herausgestellt hätte, dass Niki ihre Mutter und Finn ihr Vater ist. Im Familiensalon arbeiten außerdem Nikis Schwestern Heidi (Annabelle Mandeng) und Yvonne (Anja Franke).

Die Serie war eine Adaption der britischen Produktion Cutting It. Trotz der klassischen hanebüchenen Soap-Handlungsstränge priesen viele Kritiker die Serie. Viele Zuschauer bemerkten sie nicht einmal. Sat.1 zeigte alle 13 einstündigen Folgen tapfer montags um 21.15 Uhr, danach gab’s einen sauberen Schnitt.

Barbapapa

1974—1975 (ZDF). 70-tlg. frz.-jap. Zeichentrickserie von Annette Tison und Talus Taylor („Les Barbapapas“; 1974).

Wie anmutig. Ein fetter rosa Klumpen wächst aus dem Boden im Garten: Barbapapa. Die bemerkenswerteste Eigenschaft des gutmütigen rosa Dings: es kann seine Form verändern. So verwandelt er sich in ein Planschbecken, eine Treppe, einen Kinderwagen oder ein Häuschen. In den ersten Folgen reist er mit seinen menschlichen Freunden Lotte und Stefan um die Welt, sieht Indien und Amerika. In Folge 8 lernt er endlich die Frau seines Lebens kennen: Barbamama. Gemeinsam setzen sie sieben Kinder in die Welt, finden ein eigenes Zuhause und sind fortan eine richtige Familie. Auch alle anderen Familienmitglieder sind Formwandler, weshalb sie zu neunt prima den Schriftzug „Barbapapa“ darstellen können. Zu erkennen sind sie an ihrer jeweils gleich bleibenden Farbe: Barbakus ist gelb, Barbalala grün, Barbaletta orange, Barbabo schwarz und zottelig, Barbabella lila, Barbarix blau und Barbawum rot.

Die nur fünfminütigen Folgen liefen im Vorabendprogramm, oft direkt vor den heute-Nachrichten. Die Geschichten basierten auf französischen Kinderbüchern. In der französischen Fassung hießen Barbapapas menschliche Freunde der ersten Folgen François und Claudine. Der Name Barbapapa leitete sich ab von dem französischen „barb-à-papa“, was sinngemäß „Bart des Vaters“ heißt und die Bezeichnung für Zuckerwatte ist. RTL zeigte fast 30 Jahre später eine Fortsetzung unter dem Titel Um die Welt mit Barbapapa.

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