Sing dudeldei!

Zum Geburtstag von Astrid Lindgren, die heute hundert Jahre alt würde, gibt’s jetzt jede Menge Lexikontexte zu Lindgren-Serien im Sendungsarchiv. Zu finden auch über die Direktlinks rechts zu den jüngsten Sendungen, über den Suchbegriff „Lindgren“ im Suchfenster oben rechts, oder durch Click auf den Begriff „Astrid Lindgren“ unter dem nächsten Querstrich, widde widde wie es Ihnen gefällt.

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Michael, 14. November 2007, 01:02.

Pippi Langstrumpf

1971–1972 (ARD). 21‑tlg. dt.‑schwed. Kinderserie nach den Büchern von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellbom („Pippi Långstrump“; 1968).

Das Mädchen Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraimstochter Langstrumpf (Inger Nilsson) lebt mit ihrem Affen Herrn Nilsson und ihrem Pferd Kleiner Onkel in der Villa Kunterbunt. Pippi hat Bärenkräfte und besitzt einen Koffer mit einem unerschöpflichen Vorrat an Goldmünzen, den ihr Vater, Kapitän Langstrumpf (Beppe Wolgers), ihr überlassen hat. Kapitän Langstrumpf fährt zur See und sieht seine Tochter Pippi nur selten, wenn er mal anlegt.

Pippis beste Freunde sind die langweiligen Geschwister Tommi (Pär Sundberg) und Annika (Maria Persson), neun und acht Jahre alt, die neben der Villa Kunterbunt mit ihren Eltern wohnen. Pippi heckt den ganzen Tag Streiche aus und setzt sich erfolgreich gegen die Gauner Donner-Carl (Paul Esser) und Blom (Hans Clarin) zur Wehr, die es auf Pippis Goldmünzen abgesehen haben. Weil Pippi allein lebt und nicht zur Schule geht (sie hält nichts von „Plutimikation“), will Fräulein Prüsselius (Margot Trooger) sie ins Heim stecken, was ihr jedoch nicht gelingt.

Eine der erfolgreichsten Kinderserien der Fernsehgeschichte und mit einem der bekanntesten Titelsongs: „Zwei mal drei macht vier / widde widde witt und drei macht neune / ich mach‘ mir die Welt / widde widde wie sie mir gefällt. / Hey, Pippi Langstrumpf / tralla hi tralla hey tralla hoppsassa / Hey, Pippi Langstrumpf / die macht, was ihr gefällt! / Ich hab ein Haus / ein kunterbuntes Haus / ein Äffchen und ein Pferd / die schauen dort zum Fenster raus. / Ich hab ein Haus / ein Äffchen und ein Pferd / und jeder, der uns mag / kriegt unser Einmaleins gelehrt.“

Bis heute vergeht kaum ein Jahr, in dem Pippi Langstrumpf nicht im Fernsehen zu sehen ist. Neben den 21 Folgen à 25 Minuten wurden vier lange Filme gedreht, die ebenfalls regelmäßig im Fernsehen gezeigt wurden und werden – erstmals 1979. Pippis deutsche Synchronstimme war in der Serie Eva Mattes. In den Filmen war es Andrea L’Arronge. Eva Mattes sprach darin den Tommi. Wirklich.

1999 zeigte das ZDF eine Zeichentrickversion unter dem Titel Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf.

Die Serie ist komplett auf DVD erhältlich.

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Pippi Langstrumpf

1967 (ARD). Spannender kann Fernsehen kaum sein. Margot Trooger liest eine Viertelstunde lang Astrid-Lindgren-Bücher vor: Pippi zieht in die Villa Kunterbunt ein, Pippi geht in die Schule, Pippi arrangiert einen Ausflug, Pippi geht in den Zirkus, Pippi geht zum Kaffeekränzchen, Pippi feiert Geburtstag. Macht genau sechs Folgen.

In der weitaus fernsehgerechteren Version spielte Margot Trooger wenig später die Rolle des Fräulein Prüsselius.

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Michel aus Lönneberga

1973 (ARD). 13‑tlg. schwed. Kinderserie nach den Büchern von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellborm („Emil i Lönneberga“; 1971).

Der kleine Michel (Jan Ohlsson) hat nur Unsinn im Kopf und treibt seine Eltern Anton (Allan Edwall) und Alma Svensson (Emy Storm) zur Weißglut. Mal bleibt er mit dem Kopf in einer Suppenschüssel stecken, mal zieht er seine Schwester Klein-Ida (Lena Wisborg) an einer Fahnenstange hoch. Immer, wenn Michel etwas angestellt hat, sperrt ihn der Vater in den Schuppen, wo Michel seine Zeit damit verbringt, Holzfiguren zu schnitzen. Mit Familie Svensson wohnen noch Krösa-Maja (Carsta Löck), die Magd Lina (Maud Hansson) und der Knecht Alfred (Björn Gustafson), der Michels bester Freund ist, auf dem Katthult-Hof in Lönneberga.

Neben 13 Serienfolgen à 25 Minuten gab es drei 90‑minütige Spielfilme jeweils unter dem Titel „Immer dieser Michel“, die 1978 im ZDF liefen. Die Serie wurde eines der erfolgreichsten Kinderprogramme, Michel eine der beliebtesten Figuren bei Kindern und bekannt im ganzen Land. „Sing dudeldei, sing dudeldei.“ Im schwedischen Original hieß er Emil.

Die Serie ist komplett auf DVD erhältlich.

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Die Kinder von Bullerbü

1961–1962 (ARD). 13-tlg. schwed. Kinderserie nach den Büchern von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellbom („Alla vi barn i Bullerbyn; Bara roligt i Bullerbyn“; 1960–1961).

Die Geschwister Bosse (Kaj Andersson), Lasse (Tomas Johansson) und Lisa (Lena Wixell), ihre Freunde Anna (Elisabeth Nordkvist), Britta (Kim Asberg) und Olle (Jan-Erik Husbom) sowie dessen kleine Schwester Kerstin (Tove Hellbom) erleben zu jeder Jahreszeit aufregende Ferien in ihrem kleinen Heimatdorf Bullerbü. Das besteht nur aus den drei Bauernhöfen Südhof, Mittelhof und Nordhof. Im Winter toben die Kinder im Schnee, im Sommer laufen sie barfuß durch die Natur. Sie spielen Verstecken oder mit dem Hund, füttern Tiere, raufen, klettern über Zäune und spielen einander und anderen Streiche.

Idyllische Serie, die trotz der ausschließlichen Heile-Welt-Geschichten eine realistisch erscheinende Kinderwelt zeigte, in der Erwachsene kaum eine Rolle spielen, weil man in den Ferien einfach machen darf, wozu man Lust hat. Und so durften auch die jungen Laiendarsteller nach Herzenslust herumtollen, ohne sich lange Texte merken zu müssen. Die Dialoge wurden aus dem Off in der dritten Person gelesen.

Die 25-minütigen Folgen wurden Dutzende Male, vor allem im ZDF, wiederholt. Aus den 13 Teilen wurden später zwei Spielfilme zusammengeschnitten, die erstmals 1979 im ZDF zu sehen waren. 1987 zeigte das ZDF eine Neuverfilmung als Serie.

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Ferien auf Saltkrokan

1971 (ZDF). 8-tlg. schwed. Kinderserie von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellbom („Så går det till på Saltkråkan“; 1964–1967).

Weitere Abenteuer des alleinerziehenden Vaters Melkersson (Torsten Lilliecrona) mit seiner erwachsenen Tochter Malin (Louise Edlund) und den Söhnen Johan (Björn Söderbäck), Niklas (Urban Sprand) und Pelle (Stephen Lindholm) sowie dem Bernhardiner Bootsmann in den Sommerferien auf Saltkrokan.

Ferien auf Saltkrokan war scheinbar die Fortsetzung von Ferien auf der Kräheninsel. In Wahrheit liegt der Fall komplizierter: Ferien auf Saltkrokan war ursprünglich eine schwedische Kinoproduktion, die auf Ferien auf der Kräheninsel beruhte. Aus den vier Filmen machte Lindgren selbst eine schwedische Fernsehversion, die das ZDF kaufte und ausstrahlte. Bei den vielen Wiederholungen wurde auch häufig die ursprüngliche 4-tlg. Spielfilmreihe gezeigt, oft genug aber auch eine noch kleiner gehackte Version in 16 Folgen à 25 Minuten. Und um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es eine Spielfilmfassung von Ferien auf der Kräheninsel, durch die beide Serien zusammen in Form von fünf Spielfilmen unter dem Titel Ferien auf Saltkrokan gezeigt werden können.

Bei der Premiere im ZDF liefen die 45‑minütigen Teile sonntagnachmittags.

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Ferien auf der Kräheninsel

1966–1967 (ARD). 13-tlg. schwed. Kinderserie von Astrid Lindgren („Vi pa Saltkrâkan“; 1964–1968).

Der alleinerziehende Melker Melkersson (Torsten Lilliecrona) verbringt mit seinen Kindern Malin (Louise Edlund), Johan (Björn Söderbeck), Niklas (Urban Sprand) und Pelle (Stephen Lindholm) die Sommerferien auf der Kräheninsel Saltkrokan. Nachdem sie aus der verwahrlosten Ferienhütte eine ganz ordentliche Unterkunft gezimmert haben, kehren sie jährlich im Sommer dorthin zurück. Dabei erlebt Pelle mit seinen Freundinnen Tjorven (Maria Johansson) und Stina (Kristina Jämtmark) und dem Bernhardiner Bootsmann viele Abenteuer.

Dies war die einzige Erzählung von Astrid Lindgren, die direkt fürs Fernsehen geschrieben wurde. Torsten Lilliecrona verfluchte später seine Rolle als Familienvater: Wann immer er in den Folgejahren im Theater eine ernsthafte Rolle spielen wollte, habe das Publikum gegrölt: „Da kommt doch der Melker!“, erzählte er.

Die ARD zeigte die 13 halbstündigen Schwarz-Weiß-Folgen in mehr oder weniger loser Folge. Vier Jahre später liefen im ZDF acht neue Folgen unter dem Titel Ferien auf Saltkrokan. Dieser Titel wurde auch für eine Kinofassung der ersten Serie benutzt.

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Karlsson auf dem Dach

1976 (ZDF). 4‑tlg. schwed. Kinderserie nach den Büchern von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellbom („Karlsson på taket“; 1974).

Der achtjährige Lillebror (Lars Söderdahl) freundet sich mit dem Sonderling Karlsson (Mats Wikström) an, der in einer Hütte auf dem Dach lebt und mit Hilfe eines Propellers, den er auf dem Rücken trägt, fliegen kann. Lillebror wohnt mit seinem Bruder Birger (Staffan Hallerstam) und seiner Schwester Betty (Britt Marie Näsholm) bei den Eltern (Catrin Westerlund und Stig Ossien Ericson).

Die vier halbstündigen Episoden wurden hierzulande zeitweise am Stück als einzelner Spielfilm wiederholt.

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Madita

1980 (ZDF). 10‑tlg. schwed. Jugendserie nach dem Buch von Astrid Lindgren („Du är inte klok Madicken“; 1979).

Die Schülerin Madita (Jonna Liljendahl) und ihre kleine Schwester Lisabet (Liv Alsterlund) erleben zusammen viele Abenteuer. Die Engströms (Monica Nordquist und Björn Granath) sind ihre Eltern, die Nilssons (Allan Edwall und Brigitta Andersson) Onkel und Tante. Deren Sohn Abbe (Sebastian Hakansson) ist bei den Erlebnissen oft mit dabei. Zur Familie gehört noch Alva (Lis Nilheim).

Jede Episode war 25 Minuten lang. Die Serie lief nach Tradition der Weihnachtsserien des ZDF zwischen Weihnachten und Neujahr täglich nachmittags.

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Ronja Räubertochter

1987 (ZDF). 3-tlg. schwed. Jugendfilm von Astrid Lindgren („Ronja Röverdotter“; 1984).

Ronja (Hanna Zetterberg), die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis (Börje Ahlstedt), freundet sich mit Birk (Dan Hafström) an. Er ist der Sohn von Mattis‘ Erzfeind Borka (Per Oscarsson). Die verfeindeten Eltern dürfen davon nichts wissen, und die Kinder laufen davon.

Die Serie lief auch als einzelner Spielfilm.

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