Deutschlands Talente

2003 (ARD). 45-minütige Talentshow mit Eva Herman.

In jeder Sendung traten fünf Nachwuchskünstler auf: Sänger, Imitatoren, Tänzer, Artisten, Comedians. Das Publikum in der Halle wählte den Sieger. Er bekam 5000 €.

Die Show, in der auch die Gewinner der Deutschen Fernsehlotterie gezogen wurden, war eine der großen Hoffnungen der ARD, ihre Unterhaltung zu retten. Es blieb bei einem einzigen Versuch auf dem eigentlichen Sendeplatz am Montag um 20.15 Uhr. Nach demütigenden 2,3 Millionen Zuschauern wurden die restlichen drei Ausgaben montagnachmittags um 15.15 Uhr versendet.

Close Up

1995 (RTL2). Interviewmagazin mit Claudia Schiffer.

Das Model trifft deutsche und internationale Größen wie Michael Schumacher, Melanie Griffith und Dennis Hopper an mehr oder weniger aufregenden Orten und tut so, als würde sie ein Gespräch mit ihnen führen. Eigentlich hatte Schiffer gehofft, auf diese Art noch viele andere Menschen kennen zu lernen, die noch berühmter waren als sie. Leider entzog ihr RTL 2 schon nach der ersten Ausgabe die Lizenz zum Reden. Nein: zum Glück.

Stunde der Entscheidung

1994 (RTL). Einstündige Show mit Hans Meiser.

Meiser zeigt ein paar Dutzend Studiogästen und zwei Prominenten einen Film mit einer Konfliktsituation und diskutiert mit ihnen darüber. Gemeinsam mit dem Zuschauern zu Hause, die per Telefon abstimmen, wird beschlossen, wie die Geschichte ausgehen soll – die gewählte Variante wird im Film gezeigt.

Obwohl es um so lebensnahe Themen ging wie die Frage, ob eine Frau mit ihrem Abteilungsleiter schlafen soll, um ihrem Mann den Job zu retten, wurde die Sendung gleich nach der Premiere wieder abgesetzt.

Einer wie keiner

1996 (Sat.1). Überraschungsshow mit Fritz Egner.

Ein verdienter Mitbürger muss feststellen, dass plötzlich sein Wohnzimmer von Freunden, Bekannten, ehemaligen Mitstreitern, Fernsehleuten, den Weather Girls und Fritz Egner bevölkert ist, die sich damit für seinen Einsatz bedanken wollen. Die Produktionsfirma Endemol hatte zuvor gegen Warmumsherz geklagt, das ein ähnliches Konzept hatte. Der Prozess ging verloren; der Kampf um die Herzen und Fernbedienungen der Zuschauer auch. Nach einer Ausgabe kam keine mehr.

Es ist geil, ein Mann zu sein

2001 (RTL2). „Der Ratgeber mit Christian“. Einstündige Machoshow mit Christian Möllmann, der als Big Brother-Kandidat mit dem Spitznamen „Nominator“ bekannt wurde.

Seine eigene Show zeigte 1000 Wege zum richtigen Mann auf und erklärte das Lexikon der Frauensprache. Es blieb bei einer Ausgabe an einem Montag um 21.15 Uhr. Der Titel war angelehnt an Christians Song „Es ist geil, ein Arschloch zu sein“, der im Sog von Big Brother ein Nr.‑1-Hit in den deutschen Charts wurde.

Dating Day

2003 (ProSieben). Große Samstagabendshow mit Ruth Moschner und Andreas Bursche, in der Singles verkuppelt werden sollten. Die Quote war katastrophal, es blieb beim One-Night-Stand.

Kraut & Rüben

1979 (ARD). Unterhaltungsshow mit Franca Magnani und Reinhard Münchenhagen, die gleich nach der Premiere wieder abgesetzt wurde.

Treff am Alex

1992 (RTL). Vormittagsmagazin mit Ilja Richter, das eigentlich wöchentlich laufen sollte, aber kein Treffer war und schon nach der ersten Folge abgesetzt wurde.

ZDF fordert Rados heraus

Das Privatleben von Antonia Rados hat ein Ende. Jetzt beginnt das öffentlich-rechtliche. Im Frühjahr wechselt die langjährige RTL-Reporterin zum ZDF, und interessant ist, dass der erste Sender, der dazu eine Pressemitteilung herausgibt, RTL ist. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel dankt seiner Mitarbeiterin für die „großartige Arbeit“ und ihren „nimmermüden und mutigen Einsatz“ und bedauert die Entscheidung. Antonia Rados suche eine neue Herausforderung und wird mit den Worten zitiert, sie möchte sich nach 14 Jahren „verändern und gemeinsam mit dem ZDF neue Projekte verwirklichen.“ Wohlgemerkt: in einer Pressemitteilung von RTL.

Vom ZDF gibt es bisher noch keine Meldung.

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Michael, 24. Januar 2008, 16:25.

Neues aus Maden-Maden (9)

Das Schönste an der 13. Folge war wieder die Anti-Werbung für die RTL-CD zur Sendung.

Zietlow: 15 Knallerhits drauf für ein Publikum, das nicht weglaufen kann.

Bach: Lauter Kracher. Mit denen kriegen sie jedes Festzelt voll — gesetz den Fall natürlich, dass Sie ein paar Hundert Stück kaufen.

(Sie werfen die CD wieder in den Dschungel und schauen ihr hinterher.)

Bach: Jetzt müssen wir schon wieder ’ne Neue kaufen! — Naja gut, sind wenigstens drei verkauft.

Und sonst? Ich weiß nicht, ob es an mir liegt oder an der Show, aber irgendwie ist die Luft ist raus. Zu wenig Konflikte, zuviel Routine. Im Camp ist es zu leise, außenrum viel zu laut.

Eike Immel musste für die Dschungelprüfung in eine Art Sarg, sich von Ratten bekrabbeln lassen, und fand hinterher noch eine vorne in seiner Hose. Tja. Aber dann sang er für seine Michaela Schaffrath „Zu nah am Feuer“ von Stefan Waggershausen & Alice:

Eike: Zu nah am Feuer /
Zu nah am Tabu /
Wir küssen die Nacht…

Michaela: Nur ich und du!

Stefan, 24. Januar 2008, 01:30.
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