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Luther, Vogt-Köppel, Bund

Die Presseschau heute mit diesen Fragen: Was würde Luther heute tun? Wohin treibt es den Bund? Was bringen Quoten? Was ist zwischen Roger Köppel und Rachel Vogt?

Luther-Ausstellung: Wo ist die virtuelle Kirchentür? (Keystone)
1. “Auf zu neuen Höhen”
(fr-online.de, Daland Segler)
Daland Segler schreibt über die veränderte Medienlandschaft: “Da kommt so ein junger Radikaler daher, findet das ganz System korrupt und beschließt, seinen Protest öffentlich zu machen. Greift sich ein Blatt Papier, schreibt das alles auf, nimmt sich Hammer und Nagel und haut seine Thesen an den öffentlichsten Ort der Welt: die Kirchentür. Was würde Luther heute tun?”

2. “Der ‘Bund’ lebt”
(bundblog.derbund.ch, Artur Vogel)
Eine weitere sogeannte Qualitätszeitung scheint zu sterben. Doch die (Chef)redaktion stemmt sich dagegen und hofft auf “eine neue, hoffentlich bessere und mit mehr Mitteln ausgestattete Zeitung”. Für eine gute Zeitung habe man nämlich immer gekämpft: “Die Redaktion, eigentlich zu klein für eine Zeitung, die in den oberen Ligen mitspielen will, hat gelegentlich dem Prinzip der Selbstausbeutung gehuldigt; Kolleginnen und Kollegen haben sich weit über das übliche Mass hinaus engagiert; viele agieren am Rand ihrer Leistungsfähigkeit.”

3. “Schock für Liebhaber von Qualitätszeitungen: Den Bund gibts nicht mehr lange”
(blog.jacomet.ch, Andi Jacomet)
Tatsächlich würde der Bund vermisst: “Als Medienjunkie gehört die Lieblingszeitung zu den Hauptpfeilern des Tagesablaufs. Ich habe die letzten 15 Jahre fast jeden ‘Bund’ gelesen – wenn er stressbedingt liegen blieb oder ich in den Ferien war, habe ich halt 30-40 Ausgaben auf langen Zugfahrten nachgelesen. Ein Leben ohne ‘Bund’ kann ich mir momentan schlicht nicht vorstellen.”

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6 vor 9

Rätselraten im Internet
(werbewoche.ch, Christian Lüscher und Oliver Reichenstein)
“Das Internet ist den Werbeagenturen fremd. Das zeigt eine Analyse ihrer Web-Auftritte. Fazit: enttäuschend.”

Klasse, nicht Klicks
(zeit.de, Josef Joffe)
“Die Zeitung muss Standards wahren, um im Netz zu überleben.”

Sarkozy sorgt für lange Werbepausen
(ftd.de, Lutz Meier)
“Ab Januar kommen die Franzosen nach den Plänen ihres Präsidenten in den Genuss großer werbefreier TV-Programme – zunächst ab 20 Uhr. Dafür zahlen müssen Mobiltelefonierer und Internetkunden, deren Anbieter mit höheren Steuern belastet werden.”

Das angekündigte Tor
(faz.net, Daniel Meuren)
“Rethy wirkte deshalb von der siebzigsten Minute an zunächst einmal wie ein Mann mit prophetischen Gaben, der Abspiele deutscher Spieler schon im Voraus erahnen kann. Das machte uns vor den Fernsehapparaten zunächst stutzig, hatte man doch diese Kunst von dem Kommentator bislang nicht gekannt. Als Rethy dann aber Kloses Vollstreckerqualitäten beim Tor zum 2:1 vorhersah, ehe die dazugehörige Flanke den Fuß von Lahm verlassen hatte, wurden wir misstrauisch.”

Das Blogger der Woche Interview
(lgblog.de, Christoph)
Heute mit Peter von Blogwerk: “Es wird jedenfalls nicht passieren, was Journalisten denken, dass nämlich ‘Blogs als Thema durch sind’ (Markus Wiegand, Chefredakteur Schweizer Journalist) und daher wieder verschwinden werden. Im Gegenteil, wir werden alle – oder zumindest die meisten von uns – immer mehr online publizieren; ob das dann noch ‘Blog’ heisst oder nicht, ist egal.”

“Herzschmerz und Herrschaftswissen”
(neues-deutschland.de, Jan Freitag)
“Arztserien sind weiterhin die beliebtesten Fernsehsendungen – neben Krimis und Fußball.”