Der rosarote Panther

1973–1986 (ZDF). „Zu Gast bei Paulchens Trickverwandten“. 59-tlg. US-Zeichentrickserie von Fritz Freleng und David H. DePatie („The Pink Panther Show“; 1969–1979).

Kurze Cartoons mit klassischen Verfolgungsjagden und Streitigkeiten zwischen gegnerischen Figuren, bei denen die vermeintlich schwächere stets siegt. Titelfigur Paulchen Panther kämpft auch gegen fliegende Untertassen, Hundefänger und sonstige Probleme, hat aber vor allem einen vertrottelten Inspektor und dessen Gehilfen Dudu als Kontrahenten. Er selbst spielt gar nicht in allen Geschichten mit (pro Folge wurden mehrere Episoden gezeigt). Weitere Charaktere sind der depressive Ameisenbär „Die blaue Elise“ und die schlaue Ameise Charlie, die beiden spanischen Frösche Sancho und Pancho und der gelbe Storch sowie der blaue Sauser, die schnellste Schlange im Westen (die von sich behauptet: „Ich bin ein Hütehund!“), und der japanische Käfer, der den schwarzen Gürtel in Karate hat und sich deshalb nicht so leicht als Mahlzeit zur Verfügung stellt.

Viele der Cartoons waren eigentlich als eigenständige Vorfilme fürs Kino gedreht worden und wurden hier nur als Fernsehserie zusammengefasst. „Sancho und Pancho“ und „Der blaue Sauser“ waren später auch allein im Rahmen anderer Sendungen wie Spaß am Dienstag zu sehen. Die Figur des rosaroten Panthers entstammte dem Vorspann der Inspektor-Clouseau-Filme von Blake Edwards (ab 1964), in denen Peter Sellers die Hauptrolle des vertrottelten Inspektors spielte, der einen wertvollen Diamanten namens „Pink Panther“ vor Meisterdieben schützen sollte. Der rosarote Trick-Panther bekam bald seine eigene Serie, und die gezeichnete Figur des Inspektors war entsprechend von Peter Sellers inspiriert.

Die synchronisierte deutsche Version enthielt einige Extras, die es im Original nicht gab: den Namen Paulchen (im Original war er nur der „Pink Panther“), Off-Texte, die in Reimform die Handlung beschrieben (was nicht notwendig, aber oft ganz amüsant war. Verantwortlich war Eberhard Storeck, Sprecher Gert Günter Hoffmann; im Original waren die Filme nur mit Musik unterlegt), und das berühmte Schlusslied „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ (im Original wurde schlicht Henry Mancinis „Pink Panther Theme“ aus den Kinofilmen verwendet). Jede Folge endete mit Pauls Verkündung: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!“

Die halbstündigen Folgen liefen montags um 18.25 Uhr, ab 1978 dienstags. In den 90er-Jahren entstand eine nicht halb so lustige Neuauflage, die Super RTL zeigte.

2 Kommentare


  1. Die blaue Elise ist auch nur in der deutschen Synchronfassung ein weiblicher Ameisenbär. Im Original ist es ein namenloses Erdferkel.

  2. Elise ist kein Ameisenbär, wie immer in der deutschen Synchro behauptet wird, sondern ein Erdferkel. (Beide Tierarten, welche noch nicht einmal miteinander verwandt sind, übrigens große „Liebhaber“ von Ameisen und Termiten!) Übrigens: Elise ist rein äußerlich schon unschwer als Erdferkel zu erkennen! Die sehen nämlich aus wie langrüsselige Schweine mit Känguru gekreuzt und mit langen Ohren wie Hasen. (Nur dass sie eben nicht blau sind). Ameisenbären sind zottelig, kleinohrig und haben buschige Schwänze…! Und leben in Südamerika. (Erdferkel im mittleren und südlichen Teil Afrikas.)



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