Der Knastarzt

Ab 3. April 2014 (RTL). Dt. Gefängnisserie von Robert Dannenberg und Stefan Scheich.

Der junge, neureiche Internist Tobias Falk (Bernhard Piesk) hat eigentlich nur eine alte Frau von ihrem Leiden erlöst, muss dafür aber wegen Mordes ins Gefängnis. Der Anstaltsleiterin Katja Herwald (Clelia Sarto) fehlt das Geld für einen Gefängnisarzt, also gibt sie dem Insassen Dr. Falk diesen Posten und setzt ihn Schwester Anke (Laura Osswald) vor die Nase. Fortan geht Falk als Arzt mysteriösen Krankheitsbildern und unschlüssigen Symptomen nach. Gleichzeitig muss er sich als Inhaftierter gegenüber den anderen Insassen behaupten, darunter sein Zellengenosse Paul Botz  (Götz Argus) und der Knastpate Victor Rodenko (Aleksandar Jovanovic), sowie gegenüber dem fiesen Schließer Hollerbach (Michael Starkl), der ihn ebenfalls auf dem Kieker hat.


Foto: RTL

Die einstündigen Folgen laufen donnerstags um 21.15 Uhr.

Back To School – Gottschalks großes Klassentreffen

Seit 2014 (RTL). Spielshow mit Thomas Gottschalk.

Zwei Prominente treten in verschiedenen Spielrunden gegeneinander an und werden dabei von früheren Mitschülern aus ihren j damaligen Schulklassen unterstützt. Jede Spielrunde ist nach einem Schulfach benannt. In “Geschichte” müssen beispielsweise Fehler in alten Nachrichtenmeldungen gefunden werden, in “Musik” Songtexte ergänzt oder anhand ihrer deutschen Übersetzung erkannt werden. Alle gesuchten Ereignisse oder Lieder stammen aus der Schulzeit der prominenten Kandidaten. Neben Wissens- gibt es auch Aktionsspiele, vor allem im Fach “Sport”. Zwischendurch plaudert man von früher, schwelgt in Erinnerungen, oder es kommen Überraschungsgäste, die damals im Leben der Promis eine Rolle spielten. Für den Spieler, der am Ende mit seiner Klasse gewinnt, richtet RTL eine Party an seiner ehemaligen Schule aus. Unterbrochen werden die Spielrunden von Showblöcken.

Kurzweilige und abwechslungsreiche zweistündige Spielshow, die RTL zunächst viermal freitags um 20.15 Uhr zeigt.

Suits

Ab 7. Februar 2014 (Vox). US-Anwaltserie von Aaron Korsh (“Suits”; seit 2011).

Eigentlich stellt die angesehene New Yorker Kanzlei grundsätzlich nur Absolventen der Harvard-Universität ein. Der gewiefte Star-Anwalt Harvey Specter (Gabriel Macht) erfüllt diese Voraussetzung. Sein neuer Mitarbeiter Mike Ross (Patrick J. Adams) nicht. Nicht nur hat er keinen Abschluss von Harvard — er hat gar keinen. Allerdings hat er ein derart gutes fotografisches Gedächtnis, dass er sich alles merken kann, was er einmal gesehen hat. Darunter sämtliche Gesetzesbücher und sonstigen juristischen Werke, die man sich vorstellen kann. Er kann dieses Wissen auch ziemlich gut praktisch anwenden. Dadurch gelingt es ihm zusammen mit Harvey und dessen treuer Assistentin Donna Paulsen (Sarah Rafferty), die zunächst als einzige Bescheid wissen, seine fehlende Qualifikation ziemlich gut zu vertuschen: vor der Chefin Jessica Pearson (Gina Torres), die streng ist, aber Harvey so sehr schätzt, dass sie ihm seine unkonventionellen Methoden immer wieder durchgehen lässt, vor dem intriganten Arschloch Louis Litt (Rick Hoffman), der die Neulinge quält, und auch vor der Anwaltsgehilfin Rachel Zane (Meghan Markle). Zwischen ihr und Mike knistert es. Rachel wäre selbst gern Anwältin, hat wegen ihrer Prüfungsangst aber noch nie den entscheidenden Schritt gewagt. Die Mandanten der Kanzlei gehören in der Regel der Wirtschaftselite an. Harvey und Mike kümmern sich um Kartellrecht, Wirtschaftskriminalität, Industriespionage, Firmenabspaltungen, Patentfragen oder Erbverträge. Ihr Ziel ist stets eine außergerichtliche Einigung. In der zweiten Staffel kehrt der zweite Namensgeber der Kanzlei, Daniel Hardman (David Costabile), nach längerer Abwesenheit zurück und mischt den Betriebsfrieden auf.

Der Begriff “suit” bezeichnet im Englischen sowohl einen Anzug als auch eine Klage und ist damit der perfekte Titel für eine Serie über Anwälte, die von sauteuren Anzügen besessen sind und sich beruflich mit Klagen beschäftigen. Ungewöhlich an dieser intelligent geschriebenen Serie ist der weitgehende Verzicht auf Szenen im Gerichtssaal und damit auf große Plädoyers. Auch geht es fast nie um Kriminalfälle oder skurrile Fälle der “kleinen Leute”. Damit fehlen fast alle Elemente, die die meisten anderen Anwaltserien ausmachen. Und trotzdem ist Suits einer der besseren Vertreter des Genres, was vor allem am fantastischen Zusammenspiel ihrer Hauptfiguren liegt.

Vox zeigt freitags ab 21.15 Uhr jeweils zwei einstündige Folgen.

Schmidt – Chaos auf Rezept

Ab 6. Februar 2014 (RTL). Dt. Comedyserie.

Dr. Adam Schmidt (Lucas Gregorowicz) ist ein unangepasstes Großmaul, ein von sich selbst überzeugter Frauenheld, ein tätowierter Chaot. Außerdem ist er Arzt und teilt sich mit der gut situierten Dr. Eva Schmidt (Julia Hartmann) eine Praxis in Berlin-Kreuzberg. Sie ist seine Chefin, und für sie sind Regeln so wichtig wie für ihn sein Bauchgefühl. Die etwas unterbelichtete Sprechstundenhilfe Britta (Jil Funke) himmelt Adam an, der interessiert sich aber mehr für Eva, die jedoch dem fiesen Schnösel Dr. Imre Bohm (Florian Jahr) hinterherläuft. Zwischendurch kümmern sich Adam und Eva um die Wehwehchen ihrer episodenweise wechselnden Patienten und deren zwischenmenschliche Schicksale. Zu Adams Patienten gehören auch sein Vater Franz (Michael Hanemann) und dessen Freundin Amelie Bender (Ursela Monn).

Comedyserie mit moderner Anmutung, die zwischen schnellen Schnitten, schrägen Soundeffekten und Macho-Sprüchen einzelne Pointen versteckt. Die einstündigen Folgen laufen donnerstags um 21.15 Uhr.

The Millers

Ab 4. Februar 2014 (ProSieben). US-Sitom von Greg Garcia („The Millers“; seit 2013).

Die Millers sind drei ganz normale Familienzweige, bis die Zusammensetzung der dieser Zweige neu gemischt und auf zwei reduziert werden. Als Nathans (Will Arnett) Eltern Carol (Margo Martindale) und Tom (Beau Bridges) erfahren, dass Nathan sich längst von seiner Frau Janice (Eliza Coupe) getrennt hat, trennt sich auch Tom spontan von Carol. Denn für wen soll er jetzt noch Vorbild sein? Carol zieht daraufhin bei Nathan ein und Tom bei  Nathans Schwester Debbie (Jayma Mays). Die ist mit Adam (Nelson Franklin) verheiratet und hat mit ihm eine Tochter, Mikayla (Eve Moon; ab Folge 12: Lulu Wilson), und ein Yoga-Studio mit angeschlossenem Restaurant. Die Eltern bringen das Leben ihrer erwachsenen Eltern durcheinander, geben sich aber große Mühe so zu tun, als kämen sie problemlos ohne ihren langjährigen Partner aus. Nathan ist Reporter für einen lokalen Fernsehsender und berichtet von den Straßen über Nichtigkeiten. Ray (J.B. Smoove) ist sein Kameramann und Kumpel. Blöderweise arbeitet auch Janice als Moderatorin für den Sender.

Die halbstündigen Folgen laufen dienstags um 21.10 Uhr.

Sleepy Hollow

Ab 5. Februar 2014 (ProSieben). US-Mysteryserie von Alex Kurtzman und Roberto Orci (“Sleepy Hollow”; seit 2013).

Der Uniprofessor Ichabod Crane (Tom Mison) ist noch aus dem 18. Jahrhundert übriggeblieben. Wobei “übriggeblieben” nicht ganz stimmt. Zwischendurch war er mal gut 230 Jahre tot, ist jetzt aber im modernen Städtchen Sleepy Hollow erwacht. Leider ist offenbar auch der kopflose Reiter wieder da, den Crane in seinem früheren Leben besiegt hatte, und zwar durch Kopf ab. Daher: kopfloser Reiter. Einer der vier Reiter der Apokalypse, der jetzt im 21. Jahrhundert sein übernatürliches Unwesen treibt. Crane nimmt gemeinsam mit der Polizistin Abbie Mills (Nicole Beharie) den Kampf auf. Sie wollen das Unheil besiegen, müssen aber erst mal Abbies Chef, Captain Frank Irving (Orlando Jones), von dem vermeintlichen Quatsch mit dem kopflosen Reiter überzeugen. Ein Sieg gegen den Kopflosen würde auch Freiheit für Katrina (Katia Winter) bedeuten, Ichabods Frau, die ihm in Träumen erscheint und behauptet, zwischen den Welten gefangen zu sein.

Neuverfilmung der Kurzgeschichte von Washington Irving, auf der auch schon der Kinofilm “Sleepy Hollow” basierte. ProSieben zeigt die einstündigen Folgen mittwochs um 22.15 Uhr.

Beauty And The Beast

Ab 7. Februar 2014 (Kabel 1). US-Fantasyserie (“Beauty & The Beast”; seit 2012). Neuauflage von Die Schöne und das Biest.

Die New Yorker Polizistin Catherine Chandler (Kristin Kreuk) findet den totgelaubten Mutanten Vincent Keller (Jay Ryan), der sich in Stresssituationen in ein Biest verwandelt. Er hat ihr einst das Leben gerettet, als ihre Mutter getötet wurde. Sie verlieben sich und lösen gemeinsam Kriminalfälle.

Die einstündigen Folgen laufen freitags um 21.15 Uhr.

Major Crimes

Ab 22. Januar 2014 (Vox). US-Krimiserie von James Duff (“Major Crimes”; seit 2012).

Fortsetzung der Serie The Closer:  Captain Sharon Raydor (Mary McDonnell) wird bei der Polizei von Los Angeles zur neuen Chefin der „Major Crimes Division“ befördert. Ihre Kollegen Fritz Howard (Jon Tenney), Louie Provenza (G. W. Bailey), Mike Tao (Michael Paul Chan), Julio Sanchez (Raymond Cruz), Andy Flynn (Tony Denison) und Buzz Watson (Phillip P. Keene) sind weiterhin dabei, neu dazu kommt Amy Sykes (Kearran Giovanni). Der junge Rusty Beck (Graham Patrick Martin) ist ein wichtiger Belastungszeuge in den Ermittlungen gegen einen Serienkiller. Raydor quartiert Rusty in ihrem eigenen Zuhause ein.

Die einstündigen Folgen laufen mittwochs um 21.15 Uhr, auf dem Sendeplatz, den auch The Closer viele Jahre innehatte.

The Blacklist

Ab 21. Januar 2014 (RTL). US-Krimiserie von Jon Bokenkamp (“The Blacklist”; seit 2013).

Raymond “Red” Reddington (James Spader) ist einer der meistgesuchten Verbrecher auf der Fahndungsliste des FBI. Warum er plötzlich beschließt, dem FBI dabei zu helfen, etliche andere gesuchte Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen, weiß das FBI auch nicht so genau, nimmt das Angebot aber an und geht auf seine Bedingungen ein. Dazu gehört, dass er seine Tipps ausschließlich an die junge Agentin Elizabeth “Liz” Keen (Megan Boone) weitergibt. Auch hier weiß niemand so genau, warum ausgerechnet sie die Auserwählte ist, erst recht nicht “Lizzie” selbst, wie er sie sehr zu ihrem Missfallen nennt, und er rückt natürlich auch nicht mit der Sprache raus. Zu seinen Bedingungen gehört auch, dass er auf freiem Fuß bleibt. So kann er weiter seine Kontakte in die Unterwelt pflegen und dort glaubwürdig bleiben. Er ist gut vernetzt, und seine schwarze Liste mit Gangstern, die er dem FBI ausliefern kann, ist lang.  Er liefert, schön rationiert, einen Gangster pro Folge. Harold Cooper (Harry J. Lennix) ist Lizzies misstrauischer Boss, Donald Ressler (Diego Klattenhoff) ihr misstrauischer Partner. Lizzie selbst ist die misstrauische Gattin von Tom (Ryan Eggold), einem liebenswerten Grundschullehrer, den aber entweder ein dunkles Geheimnis umgibt, oder von dem Red erfolgreich den Eindruck erweckt, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgebe.


Foto: RTL

Spannender Thriller, der aber schnell einem wiederkehrenden Episodenmuster folgt. Als roter Faden ziehen sich die Geheimnisse um Red und Liz durch die Folgen, die immer wieder mit neuen kleinen Hinweisen angetrieben werden. James Spader brilliert als diabolischer Hinweisgeber.

RTL zeigt zum Start zwei einstündige Folgen ab 20.15 Uhr und dann immer eine jeweils dienstags um 21.15 Uhr.

 

Stubbe — Von Fall zu Fall

1995–2014 (ZDF). 50-tlg. dt. Krimireihe von Peter Kahane.

Seit seiner Versetzung arbeitet der Dresdner Kommissar Wilfried Stubbe (Wolfgang Stumph) in Hamburg und ermittelt in Mordfällen. Dort hat er es mit seinem Kollegen Bernd Zimmermann (Lutz Mackensy) zu tun – was nicht immer einfach ist. Erst nach und nach freunden sie sich an, aber gesiezt wird weiter. Mit seiner Frau Caroline (Marie Gruber; ab Folge 12, November 1998: Renate Krößner) und den Kindern Christiane (Stephanie Stumph) und Fabian (Dirk Meier) lebt Stubbe in einer Hamburger Villa bei Carolines verwitweter Tante Charlotte (Margret Homeyer) – was auch nicht immer einfach ist. In Folge 8 im November 1997 eröffnet Fabian, der inzwischen eine Banklehre abgeschlossen hat, seinen Eltern, dass er nach Südamerika gehen möchte. Caroline stirbt in Folge 23 im November 2003 an einer akuten Thrombose. Drei Jahre später ist Stubbe für kurze Zeit mit der Psychologin Claudia (Joana Schümer) zusammen. Der Fotograf Helge (Wanja Mues) wird Christianes Freund und später Vater ihres Kindes. Auch Stubbe findet wieder eine neue Liebe. Ab Folge 43 Anfang 2012 ist die Gerichtsmedizinerin Marlene Berger (Heike Trinker) seine Freundin. Sie zieht im Januar 2014 beruflich in Stubbes Heimatstadt Dresden, und Stubbe geht in den Ruhestand.

Stumphs Filmtochter ist auch seine wirkliche Tochter. Das ZDF zeigte die Serie in loser Folge am Samstagabend um 20.15 Uhr. Alle Folgen hatten Spielfilmlänge. Bis 2000 trugen die Filme lediglich den Titel Von Fall zu Fall. Nach der Auswanderung des Sohnes und dem Filmtod der Ehefrau rückte Stubbes Familienleben immer weiter in den Hintergrund, nun standen hauptsächlich die Kriminalfälle im Mittelpunkt. Mit zuverlässig mehr als sechs Millionen und in der Spitze bis zu neun Millionen Zuschauern gehörte die Reihe über ihr fast 20 Jahre langes Bestehen konstant zu den erfolgreichsten im deutschen Fernsehen.

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