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Die Waltons

8. Dezember 2011

1975–1981 (ZDF); 1985 (Sat.1); 1994–1995 (ProSieben); 2004 (Kabel 1). 221 tlg. US-Familienserie von Earl Hamner, Jr. („The Waltons“; 1972–1981).

Die Familie Walton lebt zur Zeit der Depression in den 30er-Jahren in Walton’s Mountain in den Blue Ridge Mountains im US-Bundesstaat Virginia. Der autoritäre John Walton (Ralph Waite) und seine gottesfürchtige Frau Olivia (Michael Learned) sind die Eltern von sieben Kindern. Es sind dies der älteste Sohn John-Boy (Richard Thomas; ab der siebten Staffel: Robert Wightman), ein herzensguter Kerl, der gern Schriftsteller werden würde und die Erlebnisse der Familie niederschreibt; die älteste Tochter Mary-Ellen (Judy Norton; ab der vierten Staffel hieß sie Judy Norton-Taylor); der sensible Jim-Bob (David W. Harper); Ben (Eric Scott), der oft in krumme Geschäfte verwickelt wird; die hübsche Erin (Mary Elizabeth McDonough); der musikalische Jason (Jon Walmsley); und Nesthäkchen Elizabeth (Kami Cotler).

Die eigentlichen Familienoberhäupter sind die grantigen Großeltern Grandpa Sam (Will Greer) und Grandma Esther (Ellen Corby). Während die Familienmitglieder ihren Alltag bewältigen, lieben sich alle unentwegt und sehr. Das geringe Einkommen der Waltons stammt aus dem Sägewerk, das John und Sam gemeinsam führen.

Andere Bewohner des Orts sind Ike Godsey (Joe Conley), der Besitzer des örtlichen Gemischtwarenladens, seine Frau Corabeth (Ronnie Claire Edwards) und die von ihnen adoptierte Aimée (Rachel Longaker); die Baldwin-Schwestern Mamie (Helen Kleeb) und Emily (Mary Jackson), zwei alte Jungfern, die zu Hause nach dem Rezept ihres Vaters Whisky schwarzbrennen, aber keine Ahnung haben, was das Zeug eigentlich ist und es für „Medizin“ halten; Reverend Matthew Fordwick (John Ritter) und die Lehrerin Rosemary Hunter (Mariclare Costello), die irgendwann heiraten; sowie Sheriff Ep Bridges (John Crawford).

Im Lauf der Jahre gibt John-Boy seine eigene Lokalzeitung heraus, veröffentlicht schließlich einen Roman und zieht nach New York. Mary-Ellen heiratet Dr. Curtis Willard (Tom Bower), bringt Sohn John Curtis (Michael und Marshall Reed) zur Welt und wird Krankenschwester. Curtis kommt später im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Jason wird Pianist in einem Lokal, Ben hilft John-Boy bei dessen Zeitung und der Familie im Sägewerk und heiratet Cindy Brunson (Leslie Winston). Erin wird Sekretärin. Im Krieg sind alle vier Söhne beim Militär. Grandpa stirbt, Grandma wird sehr krank, und Olivia bekommt Tuberkulose, weshalb sie die Familie verlassen und im Sanatorium bleiben muss. Ihre Cousine Rose Burton (Peggy Rea) zieht mit ihren Enkeln Serena (Martha Nix) und Jeffrey (Keith Mitchell) in den Walton-Haushalt.

Grandpa Sam hatte im amerikanischen Original den Namen Zeb. Die Botschaft der Waltons war unmissverständlich: Die Zeiten können hart sein, aber wenn Familien zusammenhalten und die Frauen und Kinder das tun, was die Männer und Väter ihnen sagen, und wenn alle sich nur genug lieb haben, kommt man schon durch.

Die sentimentalen Erlebnisse wurden aus der Sicht des schreibenden John-Boy geschildert (im Original sprach sie Earl Hamner, Jr., auf dessen Leben die Geschichten beruhten). Während des Abspanns jeder Folge hörte man einen abschließenden moralischen Kommentar von ihm, jede Serienfolge endete anschließend damit, dass im Haus das Licht ausging und sich die Familienmitglieder gegenseitig eine gute Nacht wünschten. Konkret z. B. in Folge 69: „Gute Nacht, Jason.“ – „Gute Nacht, Jason. Gute Nacht, John-Boy.“ – „Gute Nacht, Mary Ellen. Gute Nacht, Ben.“ – „Gute Nacht, Jim Bob. Gute Nacht, Ben.“ – „Gute Nacht, Erin.“ – „Gute Nacht, Ben. Gute Nacht, Mary Ellen.“ – „Gute Nacht, Ma. Gute Nacht, Daddy.“ – „Gute Nacht, allesamt.“

Jede Episode dauerte 50 Minuten. Die Waltons liefen anfangs sonntags um 18.15 Uhr, dann samstags, im 14-täglichen Wechsel mit Bonanza, und wurden eine der beliebtesten Familienserien im deutschen Fernsehen und trotz des Sendeplatzes – zeitgleich mit der ARD-Sportschau – ein Straßenfeger, mit dem eine ganze Generation aufwuchs, die sich noch heute gut daran erinnert. 117 einstündige Folgen zeigte das ZDF, Sat.1 später elf und Pro Sieben weitere 69. Die letzten 22 Folgen, die bis dahin noch nie im bundesweiten Free-TV zu sehen gewesen waren, zeigte Kabel 1 im Herbst 2004, fast 30 Jahre nach dem Serienstart. Anfang des Jahres hatte der Sender mit einer Komplettwiederholung begonnen, der ersten Free-TV-Ausstrahlung seit vielen Jahren, und dafür noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt: Die Original-Walton-Darsteller Michael Learned, Judy Norton, Mary Beth McDonough, Kami Cotler, Eric Scott, John Walmsley und David Harper traten zum Start in Stefan Raabs TV Total beim Muttersender Pro Sieben auf.

Nach dem Ende der Serie entstanden rasch noch drei Fernsehfilme, die 3sat 1991 zeigte. Zwei weitere Filme aus den Jahren 1993 und 1995 liefen 1996 auf Pro Sieben, ein letzter von 1997 war bisher nur im Pay-TV zu sehen.

Die Schlümpfe

6. Dezember 2011

1983–1984 (ZDF); 1988-1992 (tele 5); 1993–1995 (Kabel 1); 1995–1999 (ProSieben). US-Zeichentrickserie nach Peyo („The Smurfs“; 1981–1990).

Versteckt im Wald liegt das Dorf Schlumpfhausen, in dem kleine blaue Wesen mit weißen Mützen leben, herzensgut, fröhlich und freundlich: die Schlümpfe. Papa Schlumpf ist der Kopf des Dorfs, ihn unterscheidet sein weißer Bart von den anderen und seine rote Mütze. Zu den Bewohnern gehören der kluge Schlaubi mit der Brille, der Tollpatsch Clumsy, der Faulpelz Fauli, der eitle Beauty, der Bäcker Torti, der Witzbold Jokey, der gern Tortis Torten anderen ins Gesicht klatscht, der Griesgram Muffi sowie die einzige Schlumpfendame, Schlumpfine. Außerdem: Hefti, Harmony, Handy, Poety, Farmy und Traumy. Sie alle leben in Häusern, die wie Pilze aussehen. Der böse Zauberer Gargamel und sein Kater Azrael haben es auf die Schlümpfe abgesehen, wissen aber nicht, wo das Dorf liegt. Gargamel lässt jedoch nichts unversucht, die Schlümpfe zu fangen. Schlumpfine war ursprünglich sein Geschöpf, das die Schlümpfe ausspionieren sollte, doch Papa Schlumpf konnte sie zu einem echten Schlumpf verzaubern. Und so sprechen, Verzeihung, schlumpfen die Schlümpfe: „Verschlumpft noch mal“ und: „Schlumpf dich davon!“

Die Schlümpfe zählen zu den beliebtesten Kinderfiguren überhaupt, die auch als Comics, Gummifiguren zum Sammeln und in diversen anderen Merchandisingformen reißenden Absatz fanden. Die Comics stammten ursprünglich aus Belgien („Les Schtroumpfs“) und wurden von Pierre Culliford unter dem Pseudonym Peyo gezeichnet, die Serie wurde aber in den USA produziert. Sie lief bei diversen Sendern auf verschiedenen Sendeplätzen. Die ersten 52 Folgen zeigte das ZDF an wechselnden Werktagen nachmittags, jede Folge war 13 Minuten lang. Mit dieser Episopdenlänge begann auch die Ausstrahlung auf Tele 5, später wurden meistens zwei Episoden zu 25-Minuten-Folgen zusammengefasst. Einige Folgen, die eigentlich zur Serie gehörten, zeigte Pro Sieben unter dem Titel Johann und Peewit in Schlumpfhausen. Je nach Ausstrahlungsmodus und Betitelung hatte die Serie zwischen 256 und 424 Folgen.

Der Serie vorausgegangen war der Film „Die Schlümpfe und die Zauberflöte“, der 1976 in die deutschen Kinos kam. 1978 war „Das Lied der Schlümpfe“ mit Vader Abraham (Pierre Kartner) ein halbes Jahr lang in den deutschen Single-Top-Ten.

2011 kam ein weiterer Film namens „Die Schlümpfe“ ins Kino, eine Mischung aus Realfim und 3D-Animation.

Darüber lacht die Welt

22. September 2011

1999–2000 (Sat.1). Einstündige Comedy-Show von und mit Hape Kerkeling, mit der ihm nach mehreren Flops endlich das Comeback gelang. Das lag nicht zuletzt daran, dass Kerkeling endlich wieder machen durfte, was er am besten konnte: Leute auf den Arm nehmen, in den seltsamsten Rollen und Verkleidungen. Zwischen diesen Einspielfilmen gab es Filme mit Missgeschicken aus aller Welt und kuriose Fernseh-Begebenheiten aus anderen Ländern.

Kerkelings neuer Sender Sat.1 wollte zunächst kein Risiko eingehen und setzte nur einen einzigen Sendetermin an, um zu prüfen, wie gut Kerkeling noch ankam. Er bestand den Test. Nach der einzelnen Pilotfolge im Mai durfte Hape ab Oktober 1999 in Serie gehen. Zwei Staffeln liefen jeweils montags um 21.15 Uhr, dann wollte sich Kerkeling wieder um etwas Neues kümmern. Sat.1 erweckte durch nicht enden wollende Wiederholungen auch Jahre später aber einen gewissen Eindruck von Ewigkeit.

White Collar

13. September 2011

Ab 13. September 2011 (RTL). US-Krimi-Comedyserie von Jeff Eastin („White Collar“; seit 2009).

Als verurteilter Betrüger hat Neal Caffrey (Matt Bomer) ein paar Jahre im Knast gesessen, bis er FBI-Agent Peter Burke (Tim McKay), der ihn einst überführte,  überredet, ihn freizulassen und als Berater für das FBI zu beschäftigen. Die beiden werden ein Team, sind ja auch schon alte Bekannte, und jagen fortan gemeinsam Kunstdiebe, Fälscher, Betrüger und Wirtschaftskriminelle. Neals krimineller Instinkt ist dem FBI eine große Hilfe. Gleichzeitig fürchtet Burke ständig, Neal könne abhauen. Peter Burke ist mit Elisabeth (Tiffani Thiessen) verheiratet, und sogar zur Lösung ehelicher Probleme kann Neal ihm Tipps geben. Neal selbst bekommt immer wieder Tipps von dem Ganoven Mozzie (Willie Garson).

Amüsante Gaunerkomödie, die sich schon allein durch die Art der verfolgten Verbrechen angenehm von den üblichen Mörderserien abhebt. RTL zeigt die einstündigen Folgen dienstags um 22.15 Uhr.

Hast du Töne?

20. Mai 2011

1999–2001 (Vox). „Das schnellste Musikquiz der Welt“. Tägliche Gameshow mit Matthias Opdenhövel nach der Idee von Erkennen Sie die Melodie.

Die Studioband „Sox Machine“ spielte Hits an, die die drei Kandidaten erkennen mussten. Das Spiel dauerte anfangs eine halbe Stunde und begann um 19.40 Uhr. Anfang April 2000 wurde die Sendezeit verdoppelt und der Beginn auf 19.10 Uhr vorgezogen. Neue Studioband wurde „Tönlein brillant“.

Basierte, wie auch schon die frühere deutsche Version, auf dem Format „Name that Tune“, das 1953 zum ersten Mal in den USA lief.

Royal Pains

17. Mai 2011

Ab 17. Mai 2011 (RTL). US-Arztserie von Andrew Lenchewski und John P. Rogers (“Royal Pains”; seit 2009).

Der hervorragende New Yorker Arzt Hank Lawson (Mark Feuerstein) wird von seinem bisherigen Krankenhaus gefeuert und von seiner Verlobten verlassen. Sein aufdringlicher Bruder Evan (Paulo Costanzo) überredet ihn zu einem Ausflug in die Nobelgegend Hamptons, wo Hank zufällig in mehrere medizinische Notfälle verwickelt wird und sich plötzlich als Exklusivarzt der reichen Schickimickis wiederfindet. Hank übernimmt diese Aufgabe nur widerwillig, Evan, der sich als sein Finanzchef geriert, dagegen voller Enthusiasmus. Die Leiterin der örtlichen Klinik, Jill Casey (Jill Flint), ist froh, dass Hank ihr die lästigen Snobs vom Leib hält und findet auch darüber hinaus Gefallen an Hank. Divya Katdare (Reshma Shetty) ist Hanks Medizinisch-Technische Assistentin.

Die einstündigen Folgen laufen dienstags um 22.15 Uhr.

Happy Birthday

5. April 2011

1997–2001 (ARD). 39-tlg. dt. Familienserie nach einer Idee von Witta Pohl.

Die verwitwete Marie Linnebrink (Witta Pohl) arbeitet im Krankenhaus Hambrück als Hebamme. Sie und Klinikchef Dr. Matthias Greese (Wolf Roth) werden ein Paar. Privat schlägt sie sich mit den Problemen ihres Sohnes Hannes (Olaf Hensel-Kirscht) herum, um dessen unehelichen Sohn Jupp (Maya Friedrichs; später: Oliver Kindler) sie sich mit der Hilfe ihres Schwagers Lorenz (Manfred Lehmann) und dessen Frau Barbara (Andrea Kathrin Loewig) kümmert. Als Tessy (Franziska Petri; ab Folge 14: Christiane Heinrich), die Mutter des Kindes, zu Hannes zurückkehrt, nehmen sie das Baby wieder bei sich auf. Gemeindepfarrer Martin Bramstedt (Gerhard Olschewski) tauft die Kinder, deren Geburt Marie betreut.

Zum Klinikpersonal gehören ferner Schwester Erika Holbruck (Daniela Hoffmann) und der intrigante Dr. Michael Wirtz (Chajim Koenigshofen), später kommt Verwaltungsdirektor Cürten (Hans Peter Korff) dazu. Greese stirbt, und Marie verwirklicht kurz darauf eine schon lange gehegte Idee: Sie eröffnet ihr eigenes Geburtshaus. Dort arbeiten fortan auch Erika und außerdem Dr. Caspar Lentz (Hans Peter Hallwachs). Erikas Kind Fiddi (Friederike Schülski) ist das erste Kind, das in Maries neuem Geburtshaus zur Welt gebracht wird. Der Vater des Kindes ist der Rettungssanitäter Hilmar (Jochen Schroeder), der Erika heiratet. Tessy wird später selbst Hebamme und verliebt sich in Bramstedts Sohn Berko (Sebastian Mirow).

Sagenhaft rührselige Kitschserie, in der Witta Pohl das Kunststück gelingt, noch aufopferungsvoller zu sein als Mutter Vera in Diese Drombuschs.

Drei Staffeln mit 50-Minuten-Episoden liefen erfolgreich dienstags um 20.15 Uhr.

Wer dreimal lügt

24. März 2011

1970–1984 (ARD). „Kein Quiz für Leichtgläubige“. Ratespiel, in dem viele unglaubliche Geschichten gezeigt werden, von denen die meisten wahr sind. Filmbeiträge berichten von Skilehrern für Kühe, Müllbeseitigung durch Ameisen oder Schuhen für Kängurus, und die Kandidaten müssen herausfinden, welche drei frei erfunden waren.

Dr. Harald Scheerer war der erste Moderator, 1976 übernahm Wolfgang Spier. Lief zunächst mittwochs zur Primetime und dauerte 45 Minuten, später über Jahre donnerstags gegen 21.00 Uhr, jetzt nur noch eine halbe Stunde lang.

Lederstrumpf

24. Januar 2011

1969 (ZDF). 4-tlg. dt.-frz. Abenteuerfilm von Pierre Gaspard-Huit und Walter Ulbrich nach den Romanen von James Fenimoore Cooper, Regie: Jean Dréville.

Der weiße Natty Bumppo (Hellmut Lange), wegen seiner Kleidung „Lederstrumpf“ genannt, schließt sich einer Gruppe von Mohikanern an. Er und der junge Chingachgook (Pierre Massimi) werden gute Freunde, und gemeinsam bekämpfen sie feindliche Indianer. 18 Jahre später ist Lederstrumpf kurzzeitig Kundschafter im Dienst der britischen Krone. Chingachgook ist der letzte Mohikaner, nachdem alle anderen Mitglieder seines Stammes umgebracht wurden. Die beiden Freunde werden sesshaft, handeln mit Hirschhäuten und jagen selbst. Sie verteidigen andere Indianer gegen die Weißen, die immer weiter in deren Land vordringen und es besiedeln. Am Ende ziehen Nat und Chingachgook immer wieder der Sonne entgegen, weiter auf der Suche nach neuen Abenteuern.

Drehbuchautor Walter Ulbrich machte aus fünf Cooper-Romanen vier Fernsehfilme. „Der Wildtöter“, „Der letzte Mohikaner“ und „Die Prärie“ übernahm er, die Romane 3 und 4 („Die Ansiedler“ und „Die Pfadfinder“) fasste er zum dritten Teil „Das Fort am Biberfluss“ zusammen. Die spielfilmlangen Folgen liefen an den Weihnachtstagen und am anschließenden Wochenende nachmittags mit großem Erfolg. Die Hauptdarsteller Lange und Massimi wurden zu Stars.

Salto Mortale

24. Januar 2011

1969–1972 (ARD). „Die Geschichte einer Artistenfamilie“. 18-tlg. dt. Familienserie von Heinz Oskar Wuttig und Horst Pillau, Regie: Michael Braun.

Die Schweizer Artistenfamilie Doria geht mit dem Zirkus Krone als „The Flying Dorias“ auf große Europatournee. Carlo (Gustav Knuth) ist der gutmütige Familienvater, Kopf und Organisator der Truppe. Sein ältester Sohn Mischa (Hellmut Lange) war früher der Fänger am Trapez, kann aber seit einem Brand, bei dem Mutter Doria ums Leben kam, seine Hände nicht mehr gut genug benutzen. Die Rolle des Fängers hält jetzt sein Bruder Sascha (Horst Janson). Er ist mit der Südeuropäerin Lola (Gitti Djamal) verheiratet, betrügt sie zwar mit Maria (Frances Fair), der Frau des Magiers, entscheidet sich aber dann, bei Lola und den beiden Kindern Biggi (Andrea Scheu) und Pedro (Nicky Makulis) zu bleiben. Die anderen Trapezkünstler der Familie sind Viggo (Hans-Jürgen Bäumler), Carlos jüngster Sohn, der für seinen Salto Mortale berühmt ist, sowie Tochter Francis (Margitta Scherr) und ihr Mann Rudolfo (Andreas Blum), die einen gemeinsamen Sohn namens Tino haben. Mischa gelingt nach einigen Anläufen ein Comeback mit einer Kunstschieß-Nummer, mit Ex-Kindermädchen Henrike (Ursula von Manescul) als Partnerin. Außerhalb der Familie gehören zum Zirkus noch die Dompteuse Lilly Swoboda, genannt Tiger-Lilly (Kay Fischer), Direktor Kobler (Hans Söhnker), seine Sekretärin Helga (Sabine Eggerth), und der Clown Nitschewo (Walter Taub), der allerdings schon in Folge 3 stirbt. Dessen Tochter Nina (Karla Chadimová) und Viggo sind ein Paar und heiraten in Folge 15. Jacobsen (Joseph Offenbach) ist der Agent der Dorias.

Dank der gelungenen Mischung aus atemberaubenden Zirkusaufnahmen und den Konflikt-Geschichten einer klassischen Familienserie wurde Salto Mortale ein erfolgreicher Dauerbrenner. Von Rolf-Hans Müller stammte die berühmte Titelmusik, die heute noch sofort wiedererkennbar ist, weil sie fast immer benutzt wird, wenn es irgendwo um das Thema Zirkus geht. Die zu Beginn der Serie elfjährige Andrea Scheu, Darstellerin der Biggi, blieb auch als Erwachsene der Schauspielerei treu. Unter dem Namen Andrea L’Arronge wirkte sie u.a. in Anwalt Abel und SOKO Kitzbühel mit.

Die Folgen waren eine Stunde lang. Zwei Staffeln liefen mittwochs um 21.00 Uhr. Die Episodentitel bezeichneten immer das Gastspiel in der jeweiligen Stadt, darunter Hamburg, Neapel, Amsterdam, Venedig, Paris, London, Prag und Wien.



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