Fans nagen an ProSieben
Unfreiwillig komisch war die Stelle in dem taff-Beitrag über den 16-jährigen Popstar Justin Bieber, an der sich ausgerechnet Tokio Hotel, Scooter und Mark Medlock über die Qualität von Biebers Musik äußern sollten. Gewollt komisch waren dagegen die Wortspiele wie „Bieber-Butzemann“, die Bemerkungen über seine Frisur und die kleine Nudel und die Untermalung des Beitrags mit Ausschnitten aus Heintjes „Mama“. Der gehässige Unterton fiel sogar Justin Biebers Fans auf.
Nun sind minderjährige Fans polarisierender Stars eher selten dafür bekannt, besonders viel Humor zu haben oder besonders tolerant gegenüber anderen Meinungen als der eigenen zu sein, wenn es um diesen Star geht. Wer sich negativ äußert, wird übel beschimpft, und so ging es auch ProSieben nach der Ausstrahlung des Beitrags. Das kann man diesen Fans nicht einmal vorwerfen, denn es ist nicht ihre Schuld. Sie sind einfach noch unreif und werden erst in ein paar Jahren weit genug sein, die Angelegenheit differenzierter zu betrachten.
Der „Bravo“ zum Beispiel ist das bewusst, weshalb es dort keine gehässigen Artikel über die Stars ihrer Zielgruppe gibt. Solche stehen eher in Zeitungen, die sich an ein erwachsenes Publikum richten.
Aber was glaubt ProSieben eigentlich, wer taff guckt? Reife, meinungsfreudige Erwachsene, die eine journalistische Magazinsendung von einem schlechten Scherz unterscheiden können? Haha!













