Modern Family

Seit 2012 (RTL Nitro). US-Sitcom von Christopher Lloyd und Steven Levitan („Modern Family“; seit 2009).

Das Leben von drei Zweigen der gleichen Familie. Der alternde homophobe Patriarch Jay Pritchett (Ed O’Neill), ein wohlhabender, aber bodenständiger Schrankfabrikant, ist in zweiter Ehe mit der sexy Kolumbianerin Gloria (Sofia Vergara) verheiratet, die Sohn Manny (Rico Rodriguez) mit in die Ehe gebracht hat. Die ebenso dralle wie schrille Gloria ist etwas jünger als Jays Tochter Claire (Julie Bowen), die mit ihrem Mann, dem Immobilienmakler  Phil Dunphy (Ty Burrell) und den drei Kindern Haley (Sarah Hyland), Alex (Ariel Winter) und Luke (Nolan Gould) ein ganz traditionelles Familienleben führt. Claire ist ein Kontrollfreak, Phil gibt den supercoolen Kumpelvater, scheitert dabei aber meistens peinlich. Er hofft, selbst endlich von Jay als Schwiegersohn akzeptiert zu werden. Die hübsche Haley und die kluge Alex liegen im Dauerclinch. Luke ist in einer Schulklasse mit seinem Onkel Manny. Jays schwuler Sohn Mitchell (Jesse Tyler Ferguson), ein Anwalt, hat mit seinem Partner Cameron Tucker (Eric Stonestreet) das vietnamesische Baby Lily (Ella und Jaden Hiller; ab Staffel 3: Aubrey Anderson-Emmons) adoptiert. Cameron kümmert sich um den Haushalt und sorgt dafür, dass die kleine Lily ausreichend oft als Cher oder Liza Minelli verkleidet ist.

Witzige, intelligent geschriebene und toll besetzte Serie, die im Pseudo-Doku-Stil gedreht ist: Die Protagonisten sprechen immer wieder ihre Kommentare direkt in die Kamera und konterkarieren damit oft herrlich das in den eigentlichen Szenen Gezeigte. Zwei frühere Autoren von Frasier hatten sich die Serie über die moderne Familie ausgedacht und damit einen ähnlichen Erfolg. Beide Serien waren mit der Seltenheit gesegnet, sowohl von Kritikern als auch vom Publikum geliebt zu werden. Nicht nur waren die Einschaltquoten fantastisch, auch waren die Zuschauer von Modern Family überdurchschnittlich gebildet und verfügten über ein höheres durchschnittliches Einkommen als die Zuschauer anderer Serien, was Modern Family für Werbekunden besonders teuer machte. In jedem ihrer ersten vier Jahre wurde die Serie mit dem Emmy als beste Comedyserie ausgezeichnet. Besonders überraschend kam all diese Ehre für den bei Serienbeginn 63 Jahre alten Hauptdarsteller Ed O’Neill, der bis dahin dazu verflucht schien, sein Leben lang Al Bundy bleiben zu müssen.

Der deutsche Rechteinhaber RTL fand für dieses hochwertige Qualitätsprodukt aus nachvollziehbaren Gründen nicht das richtige Programmumfeld und versteckte es in seinem Kleinstkanal RTL Nitro.

Ein Kommentar


  1. „Der deutsche Rechteinhaber RTL fand für dieses hochwertige Qualitätsprodukt aus nachvollziehbaren Gründen nicht das richtige Programmumfeld und versteckte es in seinem Kleinstkanal RTL Nitro.“

    Das ist wirklich ein Trauserspiel und selbst auf dem 0,4% Sender wird die Serie noch völlig motivationslos vom Montag auf den Donnerstag verschoben. Und während in USA schon die fünfte Staffel läuft, schafft es RTL gerade mal nach zwei Jahren die dritte auszustrahlen.


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