Adolars phantastische Abenteuer

1977 (DFF). 12-tlg. ungar. Zeichentrickserie von József Romhányi und József Nepp („Mézga Aladár különös kalandjai“; 1973).

Der zwölfjährige Adolar Mézga ist ebenso genial wie faul. „Du solltest wissen“, sagt er zur Verteidigung, wenn er morgens wieder gar nicht aufstehen will, „dass ich wenig mache, dafür aber gründlich. Und zurzeit ruhe ich mich aus, bis zur totalen Erschöpfung.“ Er hat eine Möglichkeit erfunden, den alltäglichen Zumutungen durch seine Eltern und Schwester Christa zu entfliehen: Gemeinsam mit seinem klugen Hund Schnuffi, der sprechen kann (was für alle außer Adolar allerdings nach ordinärem Gebell klingt) hat er ein aufblasbares Raumschiff gebaut. Dieses „Gulliverkli“ ist im Geigenkasten versteckt und startet unvorhersehbar immer zu einem anderen merkwürdigen Planeten mit absonderlichen Eigenschaften und Bewohnern. Dort erleben Schnuffi und Adolar höchst surreale Abenteuer und sind dann meist doch froh, auf die Erde mit all ihren alltäglichen Zumutungen zurückzukehren.

Die Serie lief in der DDR mit einer überdrehten Synchronisation, die vor allem den altklugen Hund einen Wortwitz nach dem nächsten reißen ließ („mit allem Komfort und zurück“), und wurde dort sehr populär. Auch im regionalen Vorabendprogramm der ARD lief diese Fassung. Ende der 80erJahre wurde die Serie von der Bavaria neu synchronisiert und unter dem Titel Archibald, der Weltraumtrotter bei Tele 5 und RTL ausgestrahlt. Nicht nur der Name des Hauptdarstellers wurde dafür geändert, auch der des Hundes: Er hieß nun Blöki – wie im ungarischen Original. Diese Fassung hat 13 Folgen.

Das Titellied, das die ganze Familie singt, beginnt: „Spiel doch mal verrückt, das ist gesund, und wenn es nicht gleich glückt, na und, das ist ein Grund, das man’s auch einmal probiert, rasch die Macke geschmiert, hoch der Humor und jetzt alle im Chor …“ Familie Mézga stand schon im Mittelpunkt der Serie Heißer Draht ins Jenseits.

Die Serie ist auf DVD erschienen.


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