Michel aus Lönneberga

1973 (ARD). 13‑tlg. schwed. Kinderserie nach den Büchern von Astrid Lindgren, Regie: Olle Hellborm („Emil i Lönneberga“; 1971).

Der kleine Michel (Jan Ohlsson) hat nur Unsinn im Kopf und treibt seine Eltern Anton (Allan Edwall) und Alma Svensson (Emy Storm) zur Weißglut. Mal bleibt er mit dem Kopf in einer Suppenschüssel stecken, mal zieht er seine Schwester Klein-Ida (Lena Wisborg) an einer Fahnenstange hoch. Immer, wenn Michel etwas angestellt hat, sperrt ihn der Vater in den Schuppen, wo Michel seine Zeit damit verbringt, Holzfiguren zu schnitzen. Mit Familie Svensson wohnen noch Krösa-Maja (Carsta Löck), die Magd Lina (Maud Hansson) und der Knecht Alfred (Björn Gustafson), der Michels bester Freund ist, auf dem Katthult-Hof in Lönneberga.

Neben 13 Serienfolgen à 25 Minuten gab es drei 90‑minütige Spielfilme jeweils unter dem Titel „Immer dieser Michel“, die 1978 im ZDF liefen. Die Serie wurde eines der erfolgreichsten Kinderprogramme, Michel eine der beliebtesten Figuren bei Kindern und bekannt im ganzen Land. „Sing dudeldei, sing dudeldei.“ Im schwedischen Original hieß er Emil.

Die Serie ist komplett auf DVD erhältlich.

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Ein Kommentar


  1. »Der kleine Michel (Jan Ohlsson) hat nur Unsinn im Kopf und treibt seine Eltern Anton (Allan Edwall) und Alma Svensson (Emy Storm) zur Weißglut.«

    Dieser satz, den ich inhaltlich immer wieder ähnlich lese (etwa in programmzeitschriften) und der auch von namhaften TV-kommentatoren offenbar unreflektiert nachgeplappert wird*, kann so nicht stehen bleiben.

    1) Zur weissglut bringt Michel lediglich seinen vater; seine mutter hält doch immer wieder schützend ihre hand über den jungen. Tjaa … und dass er 2) nur unsinn im kopf haben soll, dieses liebenswerte kerlchen – diese behauptung erstaunt mich noch mehr.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Sie überhaupt einen der drei 90-minuten-filme aus der Michel-reihe zu ende gesehen haben. Falls doch, müssten Sie eigentlich zu einer anderen beurteilung kommen. Wenn eine einschätzung falsch ist, dann zweifellos diese, dass Michel nur unsinn im kopfe habe, streiche aushecke, ja gar »frech«, »wild und eigensinnig« sei, wie ich in anderen kommentaren las.

    Michel, zwar »klein« (was heisst das schon?), bestimmt aber altersgemäss entwickelt, ist das genaue gegenteil dessen, was oben beschrieben wurde. Er ist innovationsbereit und -fähig; eben derart, wie heranwachsende, deren gehirne nicht durch TV, playstation, „moderne“ konsumgifte usw. manipuliert sind. Der junge ist neugierig, denkt konstruktiv, macht schon kleinere geldgeschäfte, ist hilfsbereit und steckt seinen vater Anton, der zwar lebenserfahren, aber ansonsten nicht sehr helle ist und das potential, das in dem jungen schlummert, gar nicht erkennt, locker in den sack. Dieses kerlchen weiss selbst strafmassnahmen des vaters positiv zu nutzen.

    Nennen Sie mir auch nur e i n e stelle, wo man sagen könnte, dass Michel, der schwedische Emil, unsinn im kopf habe. Alle seine handlungen sind eigentlich entdeckendes lernen und daher durchaus absichtsvoll – nicht jedoch, um anderen zu schaden, sondern er geht in guter absicht vor. Eltern wie Anton und Alma, die das nicht erkennen und ihn somit auch nicht korrigieren, beraten und unterstützen, können dann leicht sagen: »Miiiichääääl! Wo steckt dieser lausbub schon wieder?«
    (Anton, sinngemäss zitiert)

    Ein solches unverdorbenes kind wünschte i c h mir als sohn!

    *http://www.zdf.de/ZDFmediathek/
    content/Peter_Hahne_ueber_Michel
    _aus_Loenneberga/273296/336230


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