Power of 10


Foto: Vox

2008 (Vox). Einstündige Gameshow mit Dirk Bach.

Wieviel Prozent der Deutschen können im Stehen ihre Füße nicht sehen? Wieviel Prozent der Deutschen halten Versicherungsbetrug für ausgleichende Gerechtigkeit? Und wieviel Prozent der Deutschen würden nicht mit jemandem in ein Schwimmbecken steigen, von dem sie wissen, dass er HIV-positiv ist? Es gilt, möglichst genau einzuschätzen, wie 1000 repräsentativ ausgesuchte Menschen auf solche Fragen geantwortet haben. Zunächst spielen zwei Kandidaten gegeneinander und tippen die Prozentsätze. Wer als erstes dreimal näher am richtigen Ergebnis liegt, zieht ins Finale ein. Hier spielt der Kandidat zunächst um 100 Euro, dann wird jeweils verzehnfacht (daher der Sendungstitel). Aber auch die Toleranzzone wird immer kleiner: Anfangs kann er einen 40 Prozent breiten Bereich tippen, dann nur noch 30 und so weiter. Tippt er nur einmal falsch, fällt er eine Gewinnstufe zurück — und das Spiel ist zuende. Der Kandidat kann sich mit einem Begleiter frei beraten, außerdem erfährt er, wie das Studiopublikum tippen würde.

In den USA moderierte Komiker Drew Carey die Show, die anfangs recht erfolgreich lief und in viele Länder exportiert wurde. Vox zeigte Power of 10 in der ersten Woche täglich um 22.15 Uhr, dann noch dreimal dienstags um 20.15 Uhr, und weil die Quoten von anfangs durchschnittlich schnell auf katastrophal fielen, war es ein Wunder, dass überhaupt alle acht produzierten Folgen ausgestrahlt wurden.


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