Hauser & Kienzle und die Meinungsmacher

1997 (ZDF). Monatliches Magazin mit Bodo H. Hauser und Ulrich Kienzle, in dem jeweils drei Kommentatorenpaare zu aktuellen Themen mit pointierten Stellungnahmen gegeneinander antreten. Ihre Köpfe werden dazu in einem virtuellen Studio auf antike Säulen projiziert. Regelmäßige Rubrik ist der „Hofbericht“, eine Glosse über Polit-Ereignisse in Bonn.

Mit grenzenlosem Schnickschnack versuchte das ZDF, den Dauerstreit zwischen Hauser und Kienzle aus Frontal zu potenzieren. Die beiden verulkten sich als Deoroller (Hauser) und Saddam (Kienzle) und rappten und sangen zusammen bzw. gegeneinander. In der ersten Sendung traten unter anderem Uwe Zimmer („Abendzeitung“) und Peter Boenisch („Bild“) zur Frage an, ob Kohl 1998 noch einmal als Kanzlerkandidat antreten soll, Hanjo Seißler und Marcel Reich-Ranicki (oder genauer: ihre digital ausgeschnittenen Köpfe) stellten ihre Standpunkte zu der wichtigen Frage in den Raum, ob man Texte von Hand oder mit dem Computer schreiben soll. Der Versuch, Hauser & Kienzle ein Leben jenseits von Frontal zu ermöglichen, scheiterte. Nach elf Ausgaben räumten sie mitsamt den Köpfen der Meinungsmacher ihren Sendeplatz am Mittwoch um 22.15 Uhr wieder.


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