Berlin Alexanderplatz

1980 (ARD). 13-tlg. dt. Lebenstragödie von Rainer Werner Fassbinder nach dem Roman von Alfred Döblin.

Nach vier Jahren wird Franz Biberkopf (Günter Lamprecht) 1928 aus dem Gefängnis entlassen. Er war wegen des Totschlags an seiner Freundin Ida verurteilt worden. Nun möchte er ein neues, ehrliches Leben beginnen, doch das Leben macht es ihm nicht leicht. Immer wieder erleidet er schwere Rückschläge. Zunächst schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs durch, verkauft gegen seine politische Überzeugung den „Völkischen Beobachter“ und wird Hausierer im Auftrag des Onkels von Lina (Elisabeth Trissenaar), seiner ersten Nach-Knast-Liebe. Die Liebe wird enttäuscht, Franz depressiv, er trinkt, doch noch gibt er nicht auf. Dann lernt er jedoch die Gangster Pums (Ivan Desny) und Reinhold (Gottfried John) kennen und kommt mit ihm ins Geschäft. Reinhold will den Mitwisser Franz beseitigen und stößt ihn unter ein Auto, Franz überlebt, verliert dabei aber einen Arm. In Mieze (Barbara Sukova) findet er eine neue Liebe und schickt sie auf den Strich. Es ist das einzige Einkommen, das die beiden haben. Franz schließt sich erneut der Pums-Bande an und macht damit seinen letzten Fehler. Seine geliebte Mieze wird im Wald von Reinhold vergewaltigt und ermordet und Franz für den Täter gehalten. Er bricht zusammen und wird in die Irrenanstalt eingewiesen.

Berlin Alexanderplatz war das bis dahin größte Serienprojekt des WDR. Die düstere Serie löste in der Öffentlichkeit kontroverse Diskussionen aus. Vorher hatte es schon Streit um den Sendeplatz gegeben. Nach dem spielfilmlangen Pilotfilm am Sonntagabend liefen die einstündigen Folgen montags um 21.30 Uhr. Früher am Abend wollte die ARD die Serie nicht zeigen, um Kinder von ihr fernzuhalten. Regisseur Fassbinder protestierte.

1931 war Döblins Roman bereits fürs Kino verfilmt worden, Heinrich George spielte damals die Hauptrolle. Die deutlich längere Neuauflage wurde im Jahr nach der TV-Ausstrahlung ebenfalls im Kino gezeigt.

Ein Kommentar


  1. […] eine Witzfigur. Kurt Weinzierl könnten Sie in Rainer Werner Fassbinders Döblin-Verfilmung Berlin Alexanderplatz gesehen haben. Wahrscheinlicher aber in Ein Schloss am Wörthersee. In beiden Produktionen […]


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