Dominos sind für Loser: Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel
Ich finde ja, man muss ProSieben schon dafür loben, dass sie der Sendung tatsächlich den ebenso albernen wie anschaulichen Namen Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel genannt haben. Bei RTL hätte das nur Die ultimative Chain Reaction Show oder so geheißen. Überhaupt muss man ProSieben dafür loben, eine solch aufwändige Live-Show zu veranstalten, die nicht zuletzt davon lebt, dass man tatsächlich nicht weiß, was klappen und was schiefgehen wird und als Zuschauer dabei ist, während es passiert. (Die Wiederentdeckung des Reizes der Gleichzeitigkeit im Fernsehen ist wohl vor allem Stefan Raab zu verdanken.)
In den letzten Tagen hat auf dem riesigen Studiogelände in Hürth bei Köln eine erstaunliche Zahl von Menschen daran gearbeitet, kleinste und größte Alltagsgegenstände so anzuordnen, dass sie sich gegenseitig umschubsen, anstoßen, aufribbeln, in die Luft werfen – und das in möglichst spektakulärer und überraschender Form.
Zehn Teams von Cheerleaderinnen über Rocker, Pfadfinder, Sportwissenschaftler, Designstudenten bis hin zu Flughafenmitarbeitern haben zusammen mit Architekten und Special-Effekt-Profis daran gearbeitet, eine jeweils rund zehnminütige Kettenreaktionen zu ihrem Thema aufzubauen: In der Welt der Insel Juist fallen Strandkörbe und öffnen sich Miesmuscheln, in der Sportwelt werden Fitnessgeräte missbraucht, um einen Tischfußballspieler einen Ball im Tor zu versenken, in der Männerwelt fallen tausende Bierflaschen um und Hunderte Mentos-Dragees in Colaflaschen, um einen klebrigen Springbrunnen zu bilden, und in der Frauenwelt kippen so lange Kleider, Schuhe und Kosmetika aus den Regalen, bis am Ende ein Mechanismus Geldbündel aus dem Fenster wirft. Baumaterial für die Mechanik hatten sie alle reichlich: Sie konnten das Sperrholz der Bühne der Oliver Geißen Show verwenden, die gerade nebenan abgerissen wird.
Eine der spektakulärsten Welten dürfte die am Flughafen Köln-Bonn sein, wohin die Kette per Mobiltelefon springt, das durch den Druck auf eine Wahlwiederholungstaste in Hürth angerufen wird und dank Vibrationsalarm zig Kilometer weiter (hoffentlich) vom Tisch fällt. Wenn alles klappt, gibt es einen Weltrekord, aber die Konstruktionen der Hobbybastler, die während der Sendung vor Ort mit Hunderten Unterstützern mitfiebern, sind so liebevoll und detailverliebt, dass es vermutlich nicht schlimm ist, wenn der Rekord nicht fällt.
Urahnen der Show sind natürlich die Rube-Goldberg-Maschinen und die berühmte Installation „Der Lauf der Dinge“ (Teil 1, Teil 2, Teil 3), von der sich bei YouTube viele inspirierte Nachahmer bestaunen lassen.
An der ProSieben-Variante sind auch mehrere Tiere beteiligt. Ausgelöst wird die Kettenreaktion heute Abend durch einen Seelöwen, der beim Pressetermin gleich mal Moderator Matthias Opdenhövel ins Handgelenk biss. Angeblich handelte es sich nicht um einen PR-Gag; er musste sogar kurz ins Krankenhaus. (Opdenhövel, nicht der Seelöwe.)
Es könnte eine ungewöhnlich unterhaltsame Show werden. Und wie wenig das mit dem unerklärlich erfolgreichen Domino Day von RTL zu tun hat, demonstriert Ihnen Herr Opdenhövel hier mal selbst — und in diesem Fall ist einem Werbetrailer von ProSieben ausnahmsweise absolut zu trauen:
Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel, heute, 20.15 Uhr, ProSieben.









6. Juni 2009 um 09:06
[...] Mehr über „Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel” im Fernsehlexikon. [...]
6. Juni 2009 um 10:44
Eine Boeing wird fallen? Dann ist ja gut. Dachte schon schlechtes Timing…
Das muss man ProSieben lassen: Bei Shows lassen die sich sich nicht lumpen. Was die Schwester Sat.1 aus „Bumm! Die Fall-Show“ gemacht hätte, will ich mir lieber nicht vorstellen…
6. Juni 2009 um 11:30
Und am Ende fällt der Insolvenzantrag von Pro7Sat.1 in den Gerichtsbriefkasten. Das hätte was.
6. Juni 2009 um 13:15
Habe auch noch ein schlechtes Wortspiel vorrätig:
Hauptsache, die Show ge-fällt. Hahahaha.
6. Juni 2009 um 13:27
[...] | by Dingsi Pro7-Show “Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel”, beschrieben im Fernsehlexikon: Zehn Teams von Cheerleaderinnen über Rocker, Pfadfinder, Sportwissenschaftler, Designstudenten [...]
6. Juni 2009 um 14:28
@twipsy: köstlich
))
6. Juni 2009 um 14:30
Na, hier FALLEN ja lustige Worte….
Wem`s gefällt
6. Juni 2009 um 17:06
MannoMann
6. Juni 2009 um 18:43
[...] Minuten, nein, gleich um das sechsfache. Mehr Infos (muss mich kurz halten, dazu gleich mehr) gibts im Fernsehlexikon, ich werds mir heute Abend auf jeden Fall anschauen, auch wenn ich mir sicher bin, dass es an den [...]
6. Juni 2009 um 19:45
… und nicht zu vergessen: Diese grandiosen Anspielungen auf den „Längsten Tag“ (D-Day) vor 65 Jahren am Obama (pardon) … Omaha Beach, als die Betonstellungen kippten, die Panzer rollten und die Soldaten fielen. Das hat Pro7 beeindruckend terminzynisch hingekriegt – ein Schelm, der Böses dabei denkt!
6. Juni 2009 um 19:56
„in der Sportwelt werden Fitnessgeräte missbraucht, um einen Tischfußballspieler einen Ball im Tor zu versenken“
Hä? Herr Niggemeier, wollen Sie den AcI im Deutschen einführen?
„Ausgelöst wird die Kettenreaktion heute Abend durch einen Seelöwen, der beim Pressetermin gleich mal Moderator Matthias Opdenhövel ins Handgelenk biss. [...] er musste sogar kurz ins Krankenhaus. (Opdenhövel, nicht der Seelöwe.)“
Hahaha. Vielleicht sollte sich das arme Tier rein vorsorglich auch mal untersuchen lassen?
6. Juni 2009 um 20:27
Damit das nicht falsch verstanden wird: Ein Seelöwe ist ja eigentlich ein friedliches Tier. Wenn er sich dennoch zu einer solchen Bissattacke gegen einen sympathischen Zeitgenossen wie M. O. hinreißen lässt, dann muss da doch etwas im Argen liegen. Wo bleibt die Tier-Supernanny?
6. Juni 2009 um 20:44
super, irgendwo hinter den Kommentatoren, Wigald Bohning, ein paar Sportstudenten und der Insel Juist muss inzwischen so etwas wie eine Kettenreaktion stattgefunden haben…
Die egal wie banal es auch gewesen sein muss Schritt für Schritt kommentiert wurde.
Gefällt bisher gar nicht, vor allem weil alles nur unübersichtlich ist.
6. Juni 2009 um 20:55
Nur verwirrend. Lange nicht so eine chaotische Regie erlebt.
6. Juni 2009 um 20:59
Super, dafür habe ich weit spannendere Programme die ersten 30 Minuten sausen lassen… wenn man mit 10 Minuten lang auslaufenden Sandsäcken und 5-Werbeminuten ausfließenden Wassereimern einen Weltrekord bricht, dann lasse ich morgen in einer 2-er Kettenreaktion 10 Stunden meine Badewanne tröpchenweise mit Wasser volllaufen und wenn sie überläuft: Neuer Weltrekord.
Von dem bisher stümperhaften Aufbau und einigen Klemmern so wie einer Unübersichtlichkeit für den Zuschauer mal ganz abgesehen. Aber Hauptsache, der „Opti“ kann im Trailer maulen: „Das ist Domino. Und das ist unser großes Kippweg-Rolldichab-FallinsWasser-Spektakel.
6. Juni 2009 um 21:01
Klarer Fall von „Jugend forscht“ – bei der TV-Crew.
Nettes Konzept, das an der Umsetzung scheitert. Schade.
Gibt es dafür nicht Pilot-Sendungen, um solche „Bugs“ zu beseitigen? Oder wird das heuer aus Kostengründen übersprungen?
6. Juni 2009 um 21:10
Das ist doch alles Murks. Für den nächsten Aufguß hätte ich ein paar bessere Ideen: warum nicht endlich mal testen, ob das mit Schrödingers Katze wirklich funktioniert? (natürlich nimmt man humanerweise eine kranke Katze, die eh eingeschläfert werden sollte. Da kann der Zuschauer dann gleich noch ethische Probleme diskutieren, die Wächter des Abendlandes werden einen Radau machen, gegen den der um „Eltern auf Probe“ ein laues Lüftchen ist, und dadurch steigen die Quoten).
Außerdem könnte man zu den bereits vorhandenen physikalischen und chemischen Abläufen noch eine soziologische Komponente beifügen: eine Enter-Taste wird ausgelöst, dadurch wird eine vorbereitete kritische Mail an U.v.d.L. geschickt, und wenn die Antwortmail eine bestimmte in einem vorherigen Bullshit-Bingo festzulegende Anzahl unglaublich dummer Floskeln enthält, dann gehts weiter… (wenn man`s schneller haben will, wird alternativ einfach ein Trollposting ins Heiseforum geschickt, und wenn 100% Rot erreicht sind gehts weiter…)
Ich werd mich gleich Montag mal bei Pro7 bewerben, gelle.
6. Juni 2009 um 21:20
Nachtrag:
Dafür, dass man sich über Domino eher lustig gemacht hat, sind aber erstaunlich viele Dominoeffekte am Start… ob nun Skistiefel, Ytongsteine oder Rettungstragen…
Langsam wird die Veranstaltung peinlich….
6. Juni 2009 um 21:35
Oh mein Gott!!
Kennt Ihr das, wenn man das Gefühl hat bei einem der peinlichsten Momente des Fernsehjahres dabei zu sein?
Das ist hier definitiv der Fall. Ich bin mir sicher, Wolpers’ Idee war eigentlich gar nicht mal schlecht… aber in der Ausführung ist das eine absolute Katastrophe. Ich gehe sogar so weit und nehmen das Wort Deseaster in diesem Zusammenhang in den Mund… Mir tut bereits jetzt der arme Kollege der Aufnahmeleitung leid der im kompletten nächsten Halbjahr als Nachweis dafür herhalten muss wie stümperhaft man im Fall einer Panne agiert. Es wurde ja bereits innerhalb der 1. Minute von Opti darauf hingewiesen, dass auch mal was schiefgehen könnte – für mich der Hinweis, dass bereits die Generalprobe in einem Deseaster geendet haben muss – aber wie wenig man auf diese offenbar erwarteten Pannen vorbereitet scheint… macht mich fassungslos. Für mich ist das Experiment an dieser Stelle vorbei… ich denke für den größten Teil der TV Zuschauer auch.
Wahnsinn! Ich bin bereits jetzt auf die Branchenpresse am Montag gespannt.
6. Juni 2009 um 21:38
Es heißt doch „less is more“ – wär in diesem Fall auch besser gewesen: Anstatt eine Mega-2-Stunden-Kette zu konzipieren, welche von vielen Teams bemüht in ein Themen-Korsett gepresst wird, dann doch eine 1-Stunden-Kettenreaktion, welche auch wirklich super funktioniert.
Stattdessen haben wir mittlerweile die „Männerwelt“, welche von den Cheerleadern erdacht wurde und diese funktioniert schlichtweg nicht – das Ding kam jetzt so oft in’s Stocken, ich hätte da schon längst gesagt „Schicht im Schacht, nächste Themenwelt bitte“…
6. Juni 2009 um 21:38
Alle paar Minuten klemmt es (bei den Bierflaschen sogar im Sekundentakt). Wat für Pfuscher
Ich schätze mal, am Ende der Sendung kommen sie auf max. 5-8 Minuten.
6. Juni 2009 um 21:44
Die Vorschau versprach mehr als tatsächlich dahinter steckte. Es hätte gut werden können … wenn die Teilnehmer wenigstens Halb-Profis gewesen wären und Ketten von mehr als nur drei Minuten hinbekommen hätten.
Aber Werkzeuge von Festool, die sehen schon nicht schlecht aus. Wo ist eigentlich der Dauerwerbesendung-Hinweis?
6. Juni 2009 um 21:50
Da bin cih ja froh, dass ich lieber „Der längste Tag“ auf Kabel1 gucke. John Wayne, Robert Mitchum, Normandie, Nazis, Alliierte, s/w, lässige Dialoge, Flugzeuge, Monokel, Landungsboote, alles Dinge die man wohl im „Kipp, etc.pp. Spektaktel“ nicht finden wird.
6. Juni 2009 um 21:51
Uff. Da bekommt man doch ziemlich viel Respekt für Peter Fischli und David Weiss, die ganz ohne Moderatoren deutlich mehr Spannung erzeugen.
6. Juni 2009 um 21:59
Aber bald ist es September und der Domina Stein Day kommt.
6. Juni 2009 um 22:00
Gähn, viel zu viele Pausen und viel zu viel fehlerbedingter Leerlauf. Aber ständig erzählen Kraus, Opdenhövel und Co. „gleich passiert was spannendes!“ und letztlich fällt doch nur ein Backstein gegen den anderen.
Und gerade freut sich Frau Siegel darüber, dass sie wieder solange ins Fernsehen darf. Könnte die bitte mal jemand umstoßen?
6. Juni 2009 um 22:20
selten so was langweiliges in den Werbeunterbrechungen geguckt. Zum Glück habe ich hauptsächlich Catwoman geguckt
6. Juni 2009 um 22:34
Meine Güte, verglichen damit war es ja sogar hochspannend, maroden ukrainischen Radioteleskopen bei der Suche nach nichtexistenten Außerirdischen zuzusehen.
6. Juni 2009 um 22:35
Bei mir gab es nach zehn Minuten auch eine Kettenreaktion: Fernseher ausschalten und ein Buch aufklappen.
6. Juni 2009 um 23:05
Ich stimme dafür, die nächste Sendung in das große „Kippt-nicht-Rollt-nicht-Fällt-nicht-Spektakel“ umzutaufen, wäre deutlich näher am wahren Geschehen.
7. Juni 2009 um 00:03
Mein Highlight der Sendung: Gulia Siegel’s Beine mit kaum noch was an
Ich frag mich aber, wo die grad neben Odenhövel stand: Ist es so kalt in Köln oder ist sie nur spitz?
7. Juni 2009 um 00:29
Leider nicht gesehen, aber ich wollte doch eben, besonders ob des Lobes für den Namen der Sendung, auf das Wort „Special-Effekt-Profis“ eingehen, was hiermit geschehen ist. Danke für die Aufmerksamkeit.
7. Juni 2009 um 03:56
Ich habe selten eine derart schlechte und gleichzeitig so aufgebauschte Sendung erlebt. Sinnlos-Promis, unpassend eingebaute Bands, überforderte Moderatoren & Sonja Kraus, durch die man heute hauptsächlich gemerkt hat, wie gut die Switch-Reloaded-Parodie auf sie eigentlich ist.
Nichts hat geklappt und offensichtlich war den Machern keine Kettenreaktion wichtig sondern ledglich, kreative Werbeformen zu finden.
7. Juni 2009 um 04:58
Ich kann Raoul nur zustimmen. Die Z-Promis waren absolut überflüssig und waren immerhin in der Lage, ihre Deplatziertheit zu demonstrieren, der Wettbewerb zwischen den Gruppen war nicht auf Fairness, sondern auf Geld verdienen geeicht, die Kettenreaktion hatte unzählige Pausen, um von irgendetwas zu erzählen, das nichts mit der Kettenreaktion zu hat (ein bisschen habe ich es den Moderatoren gegönnt, dass der Sandsack bei den Sportlern viel zu langsam ausgelaufen ist) und auch sonst war der Abend gespickt mit vielen kleinen Peinlichkeiten, die einem die Fußnägel aufrollen ließen.
Insgesamt war die Sendung einfach nur grausam. Leider!
7. Juni 2009 um 09:36
Ja, Senf abgeben (als Antwort auf die nette Frage).
Das war ja absolut peinlich für Pro7. Ich denke, die werden alles versuchen, den Werbetrailer für immer verschwinden zu lassen. Da war ordentlich Fremdschämen angelegt.
Ich freue mich schon auf Artikel bei SPON und Co. (hatte eigentlich nicht damit gerechnet, von Stefan Niggemeier so viele Vorschußlorbeeren zu lesen), die die ganze Sendung ordentlich verreißen. Denn die hatte weniger als Nichts und weniger als nichts mit dem Trailier zu tun.
7. Juni 2009 um 09:45
Es kam mir alles viel zu improvisiert vor. Man sollte mehr testen und planen und wenn das „Spektakel“ wiederkommen sollte, muss man es in einer Halle veranstalten.
Ich bleibe immer auf der Seite des Domino Days!
7. Juni 2009 um 09:59
Ich lese schon die Kritiken vor meinem geistigen Auge:
„Das große Kipp-Roll-Fall-Debakel,
da werden einige Stühle kippeln, einige Köpfer Rollen und Entscheidungen fallen!“
7. Juni 2009 um 10:02
Ich habe nur kurz reingeschaltet, gerade „Topmodel“ Marie unter einer Plastikhaube erwischt, mich gegruselt und wieder rausgeschaltet.
Dagegen waren ja die Mensch-ärgere-Dich-nicht-Verschnitte von Sat 1 direkt noch erträglich…
Man sieht bei solchen Pro7-Massenansammlungen der eigenen Sender-Promis außerdem wirklich deutlich, daß >Switch< besser als jede Sendung ist: die Parodie hat mehr Qualität als das Original.
7. Juni 2009 um 10:05
@ Darian:
„Das große Kipp-Roll-Fall-Debakel“ ist unter Umständen schon dem heutigen Wahlsonntag als Titel vorbehalten!
7. Juni 2009 um 10:22
Ich würde sagen: nomen est omen. Wer die Sendung so provinziell und primitiv benennt, wird dafür büßen müssen.
Eine derart langeweilige Sendung habe ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen. Wenn mindestens etwas daraus geklappt hätte. Gleich am Anfang, als der Moderator die Kettenreaktion veranschaulichen wollte, ist alles schiefgelaufen. Nee, also nachdem VOX nur noch Kochsendungen zeigt, ist auch Pro7 mit seinen Banalitäten dabei, die deutsche Fernsehlandschaft zu zu verstupidalisieren. Ich wollte eigentlich gestern umschalten, bin aber dazu nicht gekommen, weil ich vor laufendem Fernsehen eingeschlafen bin (ist mir vorher noch nie passiert), hoffentlich wird es bei Quoten-Zählung berücksichtigt.
Wenn man sich für Kettenreaktionen interessiert, dann empfehle ich den hier bereits erwähnten Film „Der Lauf der Dinge“.
Oder die unzähligen und wunderschönen Kettenreaktionen aus der japanischen Sendung „Pythagoras Switch“, in youtube als solches oder unter dem japanischen Titel „ピタゴラスイッチ“ (noch mehr passende Suchergebnisse) zu finden. Da findet man übrigens auch viele von Zuschauern selbst produzierte Videos, die bei weitem besser klappten und lustiger aussahen, als diese Kipp-Roll-Fall-Mammut-Produktion des verzweifelten Senderns namens Pro7.
7. Juni 2009 um 11:20
Ich hab wegen dieses Beitrags extra den Fernseher angeschaltet und dann minutenlang einer aus zwei Eimern gebauten „Zeitmaschine“ beim Tröpfeln zugesehen und Bierflaschen beim Nicht-Umfallen beobachtet. Da ist wohl mal eine Entschuldigung fällig, Herr Nigemeier.
7. Juni 2009 um 11:31
[...] Ich lese mir gerade mal die Kommentare im Fernsehlexikon durch… ich bin nicht der einzige, der diese Sendung etwas sehr langweilig fand. Und: Ich bin [...]
7. Juni 2009 um 11:43
wenn ich sowas sehe, bin ich froh gez zu zahlen um mir irgend eine folge des tatort´s ansehen zu können.
wenn man nach einer halben stunde „kipp roll fall“ mist auf „verstehen sie spass“ schaltete, konnte das auf einmal wieder ganz lustig sein.
ganz ehrlich, der eurovision song contest war spannung pur, im gegensatz zu dem „kipp roll fall“ mist.
7. Juni 2009 um 12:02
Um mal ein Bisschen für Meinungsverschiedenheit zu sorgen: Ich fand die Show recht unterhaltsam und gelungen. Zwar war die Verwandtschaft zum insgesamt weitaus professioneller gemachten „Domino Day“ unverkennbar, aber man merkte, dass alle Teilnehmer sich richtig Mühe gegeben hatten und mit Spaß bei der Sache waren.
Natürlich hat man gemerkt, dass das Konzept noch nicht so richtig ausgereift war, aber das kann ja noch werden. Das nächste Mal sollte man vielleicht doch ein paar weniger spektakuläre Sachen bringen, die dafür auch funktionieren, wennn bei einer Kette hundert mal was ins Stocken gerät, verliert die Sache an Spannung, weil irgendwann klar ist, dass sich so kein Weltrekord aufstellen lässt. Zudem war die Show eideutig zu lang – acht statt zehn Teams hätten auch gereicht. Insgesamt fand ich es aber ein originelles, gelungenes Konzept, aus dem im Laufe der Zeit sicher noch was werden kann.
7. Juni 2009 um 12:20
Ja ja!
Das grosse Kipp-Roll-(REIN)Fall-Spektakel sollten die das nennen. Langweiliger und unübersichtlicher gings ja wohl kaum. Die Kammeramänner wussten anscheinend auch nie, was sie gerade filmen sollten. Soviel Sachen, wo ich nicht weiss, warum die überhaupt ausgelöst wurden.
)
7. Juni 2009 um 12:32
Schön fand ich immerhin als Opdenhövel Joe Kelly fragte: „Du machst auch bei jedem Quatsch mit, oder?“
7. Juni 2009 um 12:33
Da war ja Catwoman (mit abgeschaltetem Ton) noch interessanter – und das will so einiges heissen.
Knapp 4 Stunden Bankrotterklärung.
7. Juni 2009 um 13:59
Herzlichen Glückwunsch an ProSieben für dieses absolute Highlight der unfreiwilligen Komik. An Dillentantismus waren Aufbau, Kameraführung, Moderation jedenfalls nicht mehr zu überbieten, aber dafür habe ich mich auch nicht gelangweilt; allein schon die Frage, ob vielleicht eine einzige der sogenannten „Kettenreaktionen“ länger als 10 Sekunden am Stück funktionieren würde, machte die Spannung aus. Bester Moment: die sich anschreienden ProSieben-Mitarbeiter im Hintergrund beim Playback-Auftritt dieser Pseudo-Rockband. Herrlich!
7. Juni 2009 um 18:45
Bester Moment: die sich anschreienden ProSieben-Mitarbeiter im Hintergrund beim Playback-Auftritt dieser Pseudo-Rockband. Herrlich!
—schade, also das hätte ich doch gerne gesehen. muahaha.
7. Juni 2009 um 19:04
Auch netter Moment: als Kraus ein Mädchen fragte, was ihre Lieblingskettenreaktion gewesen wäre und sie nach der stummen Antwort des vielleicht achtjährigen Mädchens sagte „bestimmt den Bagger, den mögen Jungs ja gerne“, worauf das Mädchen ziemlich komisch geschaut hat. Hihiihi.
7. Juni 2009 um 22:11
opdenhövel ist toll!
wie waren denn die quoten?
7. Juni 2009 um 23:23
ich habe – und das sage ich aus den tiefsten gründen meines herzens – selten so eine langweilige scheiße gesehen. und ich hab schon viel langweilige scheiße gesehen.
7. Juni 2009 um 23:38
Oh Mann, wenn das als Trash gemeint war, dann wars ziemlich gut, ansonsten war das natürlich nen Griff ins Klo, die Idee hat doch potential, wenn man nich gerade das Team des Offen Kanal-Köln zur Verfügung hat…und dessen Budget. Pro 7 kann sich eigentlich freuen, wenn das ganze so Preiswert war wie es aussah, haben die ordentlich verdient, MA war mit 18% oder so auch ganz ok.
Was die Moderation angeht, so muß schon einiges passieren damit Saron Stone in Catwoman nicht die dilletantischste Blondine des TV-Abends ist.
Den Unterhalungsfaktor brauch man, ob dessen fehlen, nicht erwähnen, sollten aber die Chinesen mal die längste Kettenreaktion der Welt mit Reissäcken
aufführen wollen, wird das bestimmt wesentlich spanneneder.
„Der längste Tag“ ist auf jedenfall das spannendere Kipp-Roll-Fall-Spektakel gewesen und die hatten auch noch Krach-Bumm-Peng dabei.
7. Juni 2009 um 23:40
off topic: Ich plädiere dringend für eine Edit-Funktion in Blogs wie diesem.
8. Juni 2009 um 00:59
Früher mochte in den Opdenhövel nicht. Aber beim Kipp Roll Fall Debakel (oder „Kipp Roll FAIL“ für die LOLcats) hat er in meinen Augen echt Qualitäten bewiesen. So einen unglaubliche Fremdscham-Veranstaltung relativ locker weg zu moderieren und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen – das stell ich mir nicht einfach vor.
Und am Schluss mit entspanntem Gesicht der Hinweis, dass es 2010 noch eine Ausgabe davon geben wird … hui-ui-ui. Hut ab.
8. Juni 2009 um 10:20
ich muss mich dem Versuch der Meinungsvielfalt anschließen: Ich fands gut. Es war eine Show, wo nicht alle die nicht nicht gewonnen haben gedemütigt werden, sondern alle zusammenarbeiten müssen, damit es funktioniert. Etliches hat nun nicht geklappt (wofür schon zu beginn das Wetter verantwortlich gemacht wurde), aber eigentlich war das nicht so schlimm. Es waren großartige Ideen dabei (Zahnrad aus Ordnerschränken, Feuerarten erklären, ein Flugzeug einbinden), die mit viel Engagement vorbereitet wurden.
Und wer hingehört hat: Der Moderator sagte zu beginn, dass sie Probleme damit hatten, dass Kameramänner Sachen umgerannt hatten und sie daher jetzt größeren Abstand halten.
Und es wurde auch angekündigt, dass es wohl ein paar mal hängen wird, aber dass der Spaß im Vordergrund steht und es trotzdem weiter geht, und man trotzdem die spektakulären Sachen sehen kann.
Ich verstehe nicht, warum hier alle ins Jammern verfallen… Vielleicht ist es einfach der Konsumzeitgeist, dass alles perfekt hergerichtet sein muss, und natürlich immer Action geboten wird.
Ich würde mich über eine Neuauflage freuen – und finde es super, dass Pro7 sich an eigene Sachen wagt, statt die tausendste „Viele Trottel kommen hier an und alle bis auf einer fliegen raus, aber auch der ist ein Trottel“-Show zu veranstalten.
8. Juni 2009 um 10:31
Also ich fand es jetzt nicht so abgrundtief schlecht, wie die meisten anderen. Und Live heißt halt auch, das was schief gehen kann. Das man das besser hinbekommen könnte zeigte sich am Flughafen – da lief es meiner Erinnerung nach komplett durch, oder?
Vielleicht fand ich es ja auch nur nicht so schlimm, weil mein kleinster Sohn gerade Zähne bekommt und ich daher bis gegen elf immer nur so fünf bis zehn Minuten am Stück sehen konnte…
8. Juni 2009 um 13:30
Sonja Kraus muß ja eine Granate auf der Besetzungscouch sein, anders ist nicht zu erklären, warum die für Moderationen gebucht wird.
8. Juni 2009 um 20:56
traurig dass die reaktionen von mir und dir hätten stammen können.
Total stümperhaft, aber schön behaupten in den Proben hätte es IMMER funktioniert…
Schade um die gute idee (youtube beweist es) aber katastrophal umgesetzt.
Was tat mir der Opdenhövel leid…
9. Juni 2009 um 15:24
Das Video sieht schon besser aus.
Hier funktioniert alles
9. Juni 2009 um 19:17
Ist das Flugzeug am Schluss wenigstens explodiert oder nicht?
4. März 2010 um 08:39
[...] [für Godehard] [...]