„You can’t get away with **** on CNN“

Jon Stewart ist in seiner Daily Show so oft so gut, dass man eigentlich andauernd Videos daraus zeigen möchte, was man dann aber auch nicht möchte. Aber seine aktuelle Abrechnung mit dem, was CNN so unter Journalismus versteht, ist dann doch ein besonders zu würdigender Höhepunkt der ersthaft-komischen und komisch-ernsthaften Medienkritik:
 

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
CNN Leaves It There
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Ron Paul Interview

[via Netzfeuilleton]

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Stefan, 13. Oktober 2009, 22:32.

16 Kommentare


  1. Als ich die Sendung heute gesehen habe wußte ich auch nicht, ob ich laut loslachen oder verzweifeln soll.
    Ich meine, Jon Stewart trägt das alles so dermaßen lustig vor, aber auf der anderen Seite ist es echt hart, was CNN dort so bringt …

    Aber ich habe laut losgelacht.

  2. I think it’s gonna be pretty hard to keep f***ing that chicken.

  3. Habe ich heute schon geguckt und fand dieses Segment auch großartig.

  4. […] Jon Stewart zerlegt (wieder Mal) seine "investigativen" Kollegen Immer wieder schön: Jon Stewart im Kampf gegen schlecht recherchierende US-Nachrichtensender. Und immer wieder furchtbar: Dass man in Deutschland glaubt, Brause aus weiblichen Bauchnabeln zu lecken, sei Late Night… (tags: Medien Fernsehen JonStewart CNN Politik Journalismus) […]

  5. Da werden doch auch H.Schmidts Ankündigungen jetzt endlich „mehr wie Jon Stewart“ zu werden, lächerlich. Man könnte die Medien, die lediglich an der bunten Oberfläche interessiert sind und ihre Aufgabe schon erledigt sehen, wenn der Streit zweier Positionen abgebildet wird, auch in Deutschland kritisieren. Und das würde, wenn es gut gemacht ist, sicherlich Interesse finden. Da ist Schmidt dann aber auch wieder zu faul. Ich habe es in meinem medieninteressierten Zeitgeisturin, dass die Zeit für einen deutschen Jon Stewart reif wäre. Denn das oberflächliche, lediglich auf kurz angerissene Kontroversen angelegte (im Wechsel mit dumm-boulevardesken Fragen) Kanzlerduell ging ja nicht nur Medienjournalisten auf den Sack.

  6. Und da gibt es Leute, die behaupten in den USA gäbe es keine Kultur. Ein Land, in dem eine solche Sendung Quoten bringt und Gegenöffentlichkeit herstellt ist dem unseren halt doch um einiges voraus.

  7. Man könnte ja einfach auch mehr klare Information verlangen, anstatt eines kaberettisten, der feststellt, dass sie nicht geliefert werden.
    Das hat dann aber nichts mehr mit Zeitgeist zu tun.

  8. Man sollte das nicht mit den deutschen Verhältnissen vergleichen: Harald Schmidt läuft im Mainstream-Free-TV, Jon Stewart in einem Sparten-Kabelkanal (Comedy Central). Beide haben rund 1,6 Millionen Zuschauer pro Show, was für einen US-Kabelkanal sehr viel, für den Gesamt-US-TV-Markt sehr wenig, für das ARD-Programm und den deutschen TV-Markt bei dieser Sendezeit durchschnittlich ist.

    Stewart bedient also ein sehr spezielles (und relativ junges) Publikum, sendet noch dazu viermal die Woche, hat ein Top-Redaktionsteam und kann kompromisslos reinhauen (tut er manchmal sogar gegen das eigene Mutter-Netzwerk Viacom).

    Schmidt erreicht dagegen eine breitere Masse, sendet nur einmal pro Woche und muss in Sachen Schlagkraft und Manpower mehr Kompromisse eingehen.

    Insofern war natürlich auch Schmidts Versprechen, „mehr Jon Stewart“ zu wagen, von vornherein eher in homöopathischer Größenordnung zu verstehen..

  9. Schmidt hat in der ARD auch Narrenfreiheit. Er kann (skandalös überzahlt) machen, was er will – dies ist durch seine zum Markenzeichen gewordene, übersteigerte Lustlosigkeit in vielen Sendungen empirisch belegt. Und niemand in der ARD wäre böse, wenn er endlich mal wieder eine relevante Sendung abliefern würde. Das ist also kein so richtiges Argument. Seine Quoten sind zudem eher besch…, so dass er nicht Gefahr liefe, Millionen treuer Fans zu vegraulen, die ldgl. für Mainstreamthemen empfänglich sind.

    Meine Idee ist: er interessiert sich schlicht und einfach nicht so stark für Politik und könnte folglich nicht mit Inbrunst und Humor Empörung Ausdruck verleihen, wie es Kollege Stewart tut.

    Oder er ist zu faul … warum anstrengen, wenn man ihm seit Jahren alles durchgehen lässt und er nur noch so lange weitermachen muss, bis das Feuilleton in seiner ostentativen Lustlosigkeit Genialität wittert und ihn wieder liebt.

  10. Oh, es gibt doch schon einige Beispiele für „böse“ ARD-Reaktionen auf Harald-Schmidt-Sendungen (z. B. Stichwort „Nazometer“); die „Narrenfreiheit“ hat durchaus enge Grenzen. Ähnliches ist mir von Viacom gegen Jon Stewart nicht bekannt.

    Allerdings kann ich auch das Argument nachvollziehen, dass sich Schmidt bei Weitem nicht so aufregen kann über Politik, Wirtschaft und Medien, wie es Stewart glaubhaft tut. Das ist wohl eine Frage von Charakter und Einstellung, insofern kaum veränderbar.

    Ein wenig fehlen hier in Deutschland aber auch ernstzunehmende Feindbilder, z. B. eine CNN oder Fox–Entsprechung. Die hiesigen privaten „Nachrichtensender“ kann man ja mangels Satisfaktionsfähigkeit und Relevanz nun wirklich nicht als Gegner nehmen.

  11. Tag zusammen.
    Frage: Hat jemand von euch diese Woche(ab 12.10.) Probleme die Folgen auf http://www.thedailyshow.com/ anzuschauen?
    Letzte Woche konnte ich noch ganz normal schauen, diese Woche habe ich keinen Zugriff mehr auf die Folgen?
    Wurde da was gesperrt oder liegt das Problem irgendwo bei mir?(Wenn zweiteres, jemand eine Idee was da los sein könnte?)
    Danke schon mal.

  12. @franz
    bei mir mault der flashplayer und will keinen 3rd-party flash content abspielen. vielleicht ist es ja das?

    aber man kann die originalquelle aus dem quelltext ziehen, die wär für diesen ausschnitt: http://media.mtvnservices.com/mgid:cms:item:comedycentral.com:251763

  13. Schindelschwinger,

    Nope, alles gut hier!

  14. @Haco
    Tatsache, über den Link von Dir gehts bei mir auch.
    Muss ich mich nur noch beschäftigen wie ich die Episoden aus besagtem Quelltext rausbekomme :)
    Danke

  15. @Wolfgang:
    du hast mit den Feinbildern leider völlig Recht, n-tv lässt immer nur eine aufgeregte Reporterin quer durch Deutschland reisen, um vom neuesten Amoklauf, Autounfall, Shoppingcenter-Eröffnung oder ähnlichem zu berichten.
    Ansonsten brillieren unsere beiden Nachrichtensender vor allem durch abwechslungsreiche Nazi-Dokumentationen, diese werden im Ausgleich immerhin mehrmals täglich wiederholt (was ich öfter im Tagesverlauf im Newsroom erleben durfte ;))

  16. […] überlebt. Und wir können einiges Aufweisen: Zahlreiche Verlinkungen von sogennanten A-Blogs, der Twitter-Account @netzfeuilleton hat inzwischen über 600 Follower, wir haben in den PONS […]


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