Mein Name ist Hase

1983–1987 (ZDF). „Trickreiches mit Bugs Bunny“. 142-tlg. US Zeichentrickserie von Chuck Jones und Tex Avery („Looney Tunes“; 1938-1964; „The Bugs Bunny Show“; 1960-1986).

„Jubel, Trubel, Heiterkeit, seid zur Heiterkeit bereit. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid! Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid.“ Mit diesen Worten schließt sich die Klappe wieder, aus der der Hase Bugs Bunny gerade herausgeschaut hat, und die Show beginnt. Die Trickfiguren aus den Warner-Brothers-Studios treten in einer Reihe auf die Bühne und singen das Titellied: „Das ist die große bunte Bunny-Show, die alles froh und farbig macht. Sie macht sogar den grauen Himmel blau, damit die Sonne mit uns lacht …“

Es folgen kurze Cartoons, immer mehrere pro Folge. Hauptfiguren sind der Hase Bugs Bunny und die Ente Daffy Duck, die jedoch nicht in jedem Cartoon selbst mitwirken. Meistens ist es die klassische Konstellation aus Jäger und Gejagtem, wobei der Jäger am Ende immer als Verlierer dasteht. Bugs Bunnys Widersacher sind vor allem der Jäger Elmer Fudd mit seiner Flinte und der Revolverheld Yosemite Sam mit seinen zwei Colts. Beide sind nicht die Allerhellsten, und der freche und altkluge Bunny trickst sie immer wieder aus, indem er sich verkleidet, falsche Fährten legt oder die Dynamitschnur umdreht.

In anderen Szenen wird der kleine gelbe Vogel Tweety vom schwarz-weißen Kater Silvester gejagt und der Roadrunner von Karl, dem Kojoten. Weitere wiederkehrende Figuren sind der Südstaatenhahn Foghorn, das Stinktier Pepe, Marvin, der Marsianer, und der tasmanische Teufel, vereinzelt auch Schweinchen Dick und Speedy Gonzales alias Die schnellste Maus von Mexiko, die ihre eigenen Serien hatten.

Die gezeigten Cartoons waren seit 1940 fürs Kino gedreht und ab 1960 in der amerikanischen TV-Serie zusammengefasst worden. Die 25-minütigen Folgen liefen meist dienstags im Vorabendprogramm. Einige Folgen waren neue Zusammenschnitte, die zum Teil schon einmal gesendete Cartoons abermals verwendeten. Zwischen den Cartoons gab es jeweils eine kurze Überleitung, in der Bugs Bunny, teils gemeinsam mit Daffy Duck, in weise daherkommenden Worten in die Handlung der nun folgenden Episode einführten. Leider standen dafür offenbar nur eine Hand voll Filmsequenzen zur Verfügung, weshalb immer wieder die gleichen bewegten Bilder zu sehen waren, die aber jedes Mal anders synchronisiert waren.

Von sich selbst sprach Bunny stets als „Meiner einer“. Gerd Vespermann war seine deutsche Stimme. Im Abspann saßen Bugs Bunny und Daffy Duck an Klavieren und sangen das Schlusslied: „Das Publikum war heute wieder wundervoll, und traurig klingt der Schlussakkord in Moll …“


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