Mayers Konversations-Lektion

Morgen Abend sollte der amerikanische Liedermacher John Mayer („Your Body Is A Wonderland“) eigentlich ein Konzert für den Radiosender NDR2 in Hamburg spielen, sein einziges Konzert in Deutschland. Er hat es kurzfristig abgesagt, „aus persönlichen Gründen“, wie es beim NDR offiziell heißt.

Soll keiner mehr sagen, TV total sei keine einflussreiche Show.

Unter der Hand ist nämlich zu hören, Mayer habe seinen Auftritt bei Stefan Raab vergangene Woche als derart unangenehm empfunden, dass er jetzt keine Lust mehr auf Deutschland habe. (Die Quelle übermittelte diese Information unter der Bedingung, anonym zu bleiben.)

Wenn man sich das „Interview“ ansieht, kann man Herrn Mayer verstehen. Er kann nicht wissen, dass Raab einer der kreativsten Köpfe und größten Entertainer des deutschen Fernsehens ist und allein verantwortlich für die Rettung eines ganzen Genres, der Samstagabendshow. Dass er sogar ein toller Musiker ist, der sich für den Nachwuchs einsetzt, und der jetzt auch noch mit der Rettung eines europaweiten Liederwettbewerbs beauftragt wurde. Mayer hat nur Raabs Qualitäten als Interviewer kennengelernt, und die sind schlicht nicht vorhanden.

Raab interessiert sich für die allermeisten seiner Gäste nicht und bereitet sich auch nicht auf sie vor. Mit John Mayer als Gast fehlten Raab auch noch maßgebliche Kenntnisse in der Sprache, in der er das Interview führte. Raab verstand Mayers Gags nicht, und das Publikum kapierte sie entweder auch nicht oder fand sie nicht lustig. (Das Publikum lacht allerdings auch bei Raabs Witzen nur in seltenen Fällen, aber auch das konnte John Mayer ja nicht wissen.) Mayer ertrug das Drama mit steinerner Miene, bis er über Raabs Kopf hinweg entschied, dass sein Auftritt zu Ende sei und winkend ging. Vorausgegangen waren Momente peinlicher Stille, wie man sie sonst nur aus Stromberg kennt, wo sie aber jemand ins Drehbuch geschrieben hat.

Bei YouTube machen sich ausländische Kommentatoren über den Moderator lustig oder beschimpfen ihn einfach.

[Update 20. Januar: Das Video, das seit Tagen unbehelligt bei YouTube diskutiert wurde, ist plötzlich „aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Brainpool nicht mehr verfügbar.“ Auf der offiziellen Seite von TV Total ist es aber weiterhin zu sehen.]

Auch aus dem Umfeld von Wetten, dass…? hört man immer wieder, und ebenfalls nur unter vorgehaltener Hand, dass internationale Gäste sich fragten, was um sie herum eigentlich vorgehe (im besten Fall) oder sich schlicht unwohl fühlten (im schlechteren Fall).

Deutsche Fernsehentertainer arbeiten hart daran, für Deutschland im Ausland neben gutem Bier und schnellen Autos noch ein weiteres Klischee aufrechtzuerhalten.

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Michael, 19. Januar 2010, 18:56.

33 Kommentare


  1. Oje. Und Raab scheint nicht einmal zu merken, was da gerade vor sich geht. Schulenglisch plus null Idee, wer denn der Gast ist.

    Wir haben in Deutschland zwei okaye Late Night-Shows: bei der einen verstehe ich in Interviews zu wenig (Harald Schmidt), bei der anderen zu viel (TV Total).

  2. Interessanter Beitrag, der die Situation in ein neues Licht rückt. Ich hatte nur durch Zufall und nach längerer Zeit zum ersten Mal wieder TV total eingeschaltet und war sehr verwirrt von dem Interview (von dem ich passenderweise auch nur die zweite – merkwürdige – Hälfte mitbekam).
    Dass er danach keinen Bock mehr auf eine solche Situation hat, verstehe ich gut.

  3. Nicht zu vergessen ein relativ frischer Neuzugang in der Sparte: MTV Home. Das komplett tittenfixierte Format ist schon peinlich genug, aber wenn Klaas Heufer-Umlauf mit internationalen Gästen – immerhin mitunter von der Größenordnung Shakira, Denzel Washington, Adam Sandler – Vorschul-Englisch spricht und dabei auch noch ganz besonders lustig sein will, darf man sich nicht wundern, wenn Stars aus Übersee Deutschland zur No-Go-Area erklären.

    Und für die Scheiße hat MTV die Kuttner abgesägt …

  4. Ohje, eine neue Variante von: was mag das Ausland über uns denken? Ein Gast fühlt sich bei uns nicht wohl? Was machen wir nur falsch…

    Ein Studiogast, dem anscheinend niemand gesagt hat, wo er hingeht(und nicht weiß, „dass Raab einer der kreativsten Köpfe und größten Entertainer des deutschen Fernsehens ist“) und ein Moderator, der sich nicht vorbereitet – das funktioniert, oder eben nicht.
    Ehrlich gesagt find ich Raabs Ansatz, sich ganz auf die Situation zu verlassen, nicht schlecht: Zumindest besteht dabei die Möglichkeit, dass etwas Unerwartetes, Aufregendes passiert. Manchmal geht das aber auch in die Hose.
    Aber wenn jemand wegen so einem Interview ein Konzert absagt, spricht das auch nicht unbedingt für ihn.

  5. Man kann darüber diskutieren, wie sinnvoll es ist, dass Herr Raab ohne Dolmetscher englischsprachige Gäste einlädt. Man kann darüber diskutieren, ob es klüger von Raab wäre, sich vorzubereiten.

    Man sollte aber nicht darüber diskutieren, dass John Mayer nicht wissen kann „ass Raab einer der kreativsten Köpfe und größten Entertainer des deutschen Fernsehens ist“. Als Gast ist es meine Pflicht – auch mir selbst gegenüber – zu wissen, auf was ich mich einlasse und wo ich bin. Das kann vielleicht der „Star“ nicht selber machen, dann sollte es aber sein Management tun. Und dann ist so ein Abtritt und eine Absage einer völlig anders gearteten Verpflichtung eine reine Frechheit und zeugt von fehlender Professionalität!

  6. Ich kenne John Meyer nicht. Stefan Raab sehe ich selten. Den Filmausschnitt fand ich unspektakulär, aus meiner Sicht schlagen sich beide wacker. Eine Sendung mit einem Ami-Star, in der nicht gesagt wird, dass er der tollste Star der Welt ist. Dafür bekommmt Raab von mir eine 1+.
    Vermutlich bin auch so borniert wie er …
    … denkken jetzt alle …

  7. Ganz egal wer Raab ist und was er schon geleistet hat – was ändert das an diesem… was auch immer das war? Das ganze wirkte auf mich so, als würde er das erste Mal jemanden interviewen. Der hat doch sicher schon über 1000 Interviews gemacht und hat es an keiner Stelle geschafft, das „Gespräch“ in irgendeine Richtung zu lenken. Zwar nicht peinlich für Deutschland, aber peinlich für Raab.

  8. Hansgerd Zappenduster,

    Haha, im „Ausland“ fallen nie Konzerte aus, weil das Programm dort so klasse ist und alle Moderatoren smart und mehrsprachig. Ich habe allerdings gehört, dass in Italien seit Jahrzehnten nur noch Adriano Celentano live auftritt ob des „exquisiten“ Fernsehprogramms. Sorry, aber so einen Bullshit hab‘ ich ja lange nicht gelesen …

  9. Da werden durch einen Text zwei Dinge in einen Kontext gebracht und schon entsteht Gesprächsstoff. uhh ein anonymer Mitarbeiter von Pro7 hat bestimmt mit John Mayer persönlich gesprochen und plaudert jetzt. Kann man drauf reinfallen, oder eben icht, so wie ich.

  10. Oh ha, das ging ja mal völlig in die Hose. Ich mag gar nicht bewerten, wer daran die größere Schuld trägt, beide liefen völlig aneinander vorbei.

    Raab registriert das aber immerhin und ist nicht glücklich darüber („The talk developed a little bit strange. That’s no problem for you?“). Also Schwamm drüber, gibt Schlimmeres. Das sollten beide professionell wegstecken.

    Schade, dass Herr Mayer das offenbar nicht kann. Gottschalk schafft das doch auch – in jeder „Wetten, dass..?“-Sendung gleich mehrmals…

  11. Verglichen mit gewissen Szenen aus „Lost in Translation“, in denen Bill Murray in irgendwelchen abstrusen japanischen Shows auftreten musste und nicht die geringste Ahnung hatte, was eigentlich los ist, war dieser Auftritt bei Stefan Raab doch ziemlich harmlos.
    Und deswegen soll er angeblich ein Konzert abgesagt haben? Weil es auch in Deutschland stattfindet? Lächerlich!

  12. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer da schlechter davon kommt. Ich hätte John Mayer jedenfalls auch nicht interviewen mögen, so wie er dort – von Anfang an – aufgetreten ist.

    Daß Raabs mittelprächtiges Englisch kein Hindernis für unterhaltsame Gespräche sein muß, haben in seiner Sendung u. a. James Brown oder Will Smith auf jeweils eigene Weise sehr eindrucksvoll bewiesen. Ist halt auch eine Frage der Professionalität des Gastes.

    Und wenn Mayer deswegen ernsthaft ein Konzert abgesagt haben sollte, dann ist das schlichtweg lachhaft. Das ist immerhin sein Job, und beides hat miteinander rein gar nichts zu tun.

  13. @ts
    „Ist halt auch eine Frage der Professionalität des Gastes.“

    Oder des Interesses an demselben. Dass sich Raab für sein großes Idol James Brown reingehängt hat, sollte nicht weiter verwundern. Und Will Smith ist in solchen Angelegenheiten auch nicht gerade repräsentativ. Der ist sich bei PR-Auftritten für nichts zu schade. Löblich, aber in dem Maß die Ausnahme.

    Dass wir uns nicht falsch verstehen: Wegen dieses Interviews gleich ein Konzert abzusagen, das mit der Sendung nicht in Verbindung steht, ist schrecklich mimosig. Trotzdem habe ich Verständnis für Mayer, wenn er nach diesem „Gespräch“ sickig war. Im Gegensatz zu einigen anderen Kommentatoren bin ich nämlich nicht der Meinung, dass sich der Gast gefälligst auf den Moderator einzustellen hat, sondern umgekehrt. Ist nach meinem Verständnis des Begriffes „Gast“ eine Selbstverständlichkeit.

  14. Erich von Halacz,

    Ich bin hier in der Minderheit, aber ich denke das Hauptproblem lag hier nicht darin, dass sich Raab nicht vorher „vorbereitet“ hat oder sich nicht für den Gast interessiert hat, sondern schlicht und ergreifend an den sprachlichen Missverständnissen. Raab konnte nicht das ausdrücken, was er eigentlich sagen wollte und Mayer konnte daher nicht verstehen, woraufhin Raab hinaus wollte. Ein solches Missverständnis war auch die Frage, ob Mayer in einer Beziehung sei. Mayer bezog das alles natürlich auf das was die US/UK-Presse über ihn und seine Beziehungen zu Frauen geschrieben hat (bspw. über die Liaision mit Jennifer Aniston). Aber darum ging es Herrn Raab wahrscheinlich nicht, denn er fragt jeden Gast (wenn er es nicht besser weiß), ob er/sie eine Freundin/einen Freund habe etc. Es ist verständlich, dass J. Mayer sich angepisst gefühlt hat, weil er ungern darüber redet und daher irgendwelchen Schwachsinn dahergeredet hat. Anderes Beispiel ist die Frage von Raab, ob Mayer denn auch mal zu Hause die Gitarre auspacke und dann z.B. einer Frau was vorspiele (um sie zu beeindrucken oder was auch immer). Daher sprach er von „privatley“, weil er fragen wollte, ob Mayer denn nun „im privaten Kreis“ (Freunden etc.) eben auch Gitarre spiele/singe. Das hat Mayer völlig falsch verstanden.
    In die gleiche Richtung ging die Bemerkung von Raab bzgl. „fireplace“. Im Grunde genommen spielte Raab auf dieses Klischee vom Gitarre spielen am Lagerfeuer an. Das ging aber ins Leere, weil Mayer nicht verstand worauf Raab anspielte, was er natürlich verstehen konnte, weil Raab sich eben nicht ausdrücken konnte.

    Was Raabs Einstellung zu Interviews mit internationalen Größen, vorallem Musikern betrifft, sei auf ein kurzes Interview der Sueddeutschen Zeitung aus dem Jahre 2005 hingewiesen:

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/777/377584/text/

  15. hey Leute
    bin ein großer mayer Fan, Raab war einfach restlos überfordert!Beim Pocher hätte Mayer bestimmt mehr spaß gehabt, sorry, aber meine Fünftklässler verstehen bereits englische Wörter wie soccer trainer, das ist echt ein no-go.

  16. the other JMS,

    Nichts schlägt Elton vs. Milla Jovovich:

    http://www.youtube.com/watch?v=DQ-Cf1dotgQ

  17. Nach der Lektüre von Eric T. Hansens Buch „Planet Germany“ verstehe ich nun, nachdem ich den Beitrag und Kommentare gelesen habe, was der Autor in seinem Buch über uns Deutsche meinte… 😉 Oh, was soll das Ausland nur über uns denken…?

    Ohne Frage sind die Interviews bei TV total das schwächste an der ganzen Sendung. Und ich finde auch, daß etwas mehr Vorbereitung von Seiten Raabs sicher angebracht wäre. Und er liefert vielleicht auch nicht die glücklichste Figur hier ab. Aber: gehört es nicht ebenso zu den Pflichten des Gastes sich vorzubereiten? Ich finde, wenn ich irgendwo zu Gast bin, dann sollte ich schon wissen, worauf ich mich einlasse. An anderer Stelle wird doch sowas auch erwartet: Einem Parteivorsitzenden einer kleinen aufstrebenden Partei wurde vorgeworfen, daß er einem rechtem Blatt ein Interview gegeben hat.
    Und wenn dieses unsägliche Interview der Grund für die Absage eines Konzertes sein sollte, ist das in meinen Augen ein sehr unprofessionelles Verhalten und unfair gegenüber den Fans…

  18. Ich hab das Interview auch live gesehen und konnte ein gewisses fremdschämen nicht unterdrücken – allerdings für beide Seiten. Raabs Englischkenntnisse sind begrenzt (trotzdem nutzt er sie, dafür Respekt, und lässt nicht synchron übersetzen – dafür noch viel mehr Respekt an Pro7!!) und seine Interviewqualitäten schlicht nicht vorhanden. Fremdschämen Raab.
    Allerdings fand ich den Mayer auch extrem unsicher, sehr darauf bedacht, die Kontrolle über das Gespräch zu behalten, den stets coolen unantastbaren Star zu geben. Das hat ihn mir sehr unsympathisch gemacht – egal, ob Raab daran eine Mitschuld trägt oder nicht. Wenn so jemand tatsächlich (der Quelle mal glaubend) deshalb ein Konzert in einem der wichtigsten Musikmärkte weltweit absagt, macht ihn das nicht grade sympathischer.

  19. Gibt es eigentlich einen greifbareren Zusammenhang zwischen dem „Interview“ und der Konzertabsage als eine anonyme Quelle, die das „unter der Hand“ übermittelt hat?

  20. @ sarah:

    Ich vermute, Du hast nicht gesehen, wie Oliver Pocher Shakira „interviewt“ hat. Wenn man sich jemals bei irgendwas fremdschämen mußte, dann dabei.

  21. @ MiniMoppel: Nein, leider nicht.

  22. „das video ist aufgrund eines urheberrechtsanspruchs von brainpool nicht mehr verfügbar“ … scheinbar findet herr raab das interview auch nicht gelungen genug für youtube.

  23. Na wenn sich youtube-User, das Maul zerreißen, muss es ja an Raab und nicht an John Mayer gelegen haben. Zumal youtube ja bekannt ist dafür, dass sich wirklich nur Leute, die Ahnung und Einsicht haben, an den unter den Videos stattfindenden „youtube-fights“ beteiligen. Es ist erbärmlich und typisch deutsch vom Autor, mit irgendwelchen ausländischen Meinungen im Rücken, die eigenen Leute zu kritisieren. Das Mayer bereits als genervtes und unfreundliches Arschloch in die Show kam, muss man eben unterschlagen. Dass Raab seit Jahren zeigt, dass es in Deutschland auch mal locker zugehen kann und deshalb von Elton John bis Eminem sowie alle, die man sich sonst noch denken kann, nur zu ihm kommen – vergessen. Und dann auch noch in Anbetracht Raabs so unpassend zu pauschalisieren, „Deutsche Entertainer arbeiten …“ – tut mir leid, so einen besch******* Text habe ich hier noch nicht gelesen!

  24. ich glaube nicht, dass mayer schnell aus dtl. weg wollte, weil das interview so scheiße war… ist ein bissel arg weit hergeholt, wenn man mich fragt. aber darum geht’s mir gar nicht.

    sondern: bin ich eigentlich der einzige, der nicht nachvollziehen kann, dass da oben „Mayer [entschied] über Raabs Kopf hinweg, dass sein Auftritt zu Ende sei und [ging] winkend“ steht?

    das stellt sich mir im original doch gänzlich anders dar.

  25. Man muß natürlich dazu sagen das TV-Auftritte in vergleichbaren amerikanischen Sendungen ziemlich durchgeplant sind, da gibt es Vorgespräche,gewisse Themen werden evtl. von vorneherein ausgeklammert, es gibt Manager, Agenten, Publizisten usw. die den Künstler vorher briefen, gerade dann wenn ein teures Projekt, z.B. ein Blockbuster, gepushed werden soll, usw. Da ist es hierzulande schon ein wenig „spontaner“.

    Andrerseits wird Mayer wohl durch seinen Auftritt ein oaar Tausend Einheiten mehr Verkaufen, das ist i.d.R. der Effekt eines TV-Total Auftritts.

  26. @ tacke: Ja, es ist schade, dass mit dem verlinkten YouTube-Video auch die Kommentare dazu verschwunden sind, die sich in erster Linie negativ über Raab äußerten. Ich habe sie leider nicht auswendig gelernt.

    Sich über unpassendes Pauschalisieren zu beklagen und meine Äußerungen im selben Kommentar als „typisch deutsch“ zu bezeichnen, ist allerdings ganz große Comedy.

  27. So, meine Damen und Herren, ich muss auch noch einmal erwähnen: Stefan Raab ist der kreativste Kopf den es zur Zeit im deutschen Fernsehen gibt. ABER: dieser Mensch ist auch der schlechteste Moderator den es im deutschen Fernsehen gibt. Er wird vielleicht noch übertroffen vom charismatischen „Upps! Die Pannenshow“-Moderator. Dieses Gestammel (insbesondere während der Interviews – egal ob deutsche oder ausländische Gäste) ist manchmal echt peinlich.

  28. Sooooo! Meine Damen und Herren! Schauen Sie sich DAS mal an! Was war denn DA los? Man weiß es nicht! Unglaublich, oder?

  29. @Michael: Wenn der Vorwurf „typisch deutsch“ mittlerweile ebenfalls pauschalisierenden Charakter hat, liegt das nicht an mir. Sondern an Generationen deutscher Meinungsinhaber aller gesellschaftlichen Bereiche, die sich bereitwillig zum Sklaven ausländischer Meinungen machen. (Achtung, es folgt eine unzulässige Polemik) Genau solche Leute, kritisierten auch 500.000 friedensbewegte Deutsche, die damals in Berlin gegen den Irakkrieg demonstrierten als antiamerikanisch, weil massive Kritik aus Washington zu hören war. Zudem habe ich nicht die Pauschalisierung beklagt, sondern die Tatsache, dass sie – unter Bezug auf meine Ausführungen – auf Raab nicht im Entferntesten zutrifft. Das Lob der „ganz großen Comedy“ muss ich daher zurückweisen.

    Dass Mayer wegen TV Total sein Konzert in Deutschland abgesagt hat, glaubst ja wohl weder Du noch Deine Quelle (wahrscheinlich vom NDR). Das war sicherlich nur eine Ausrede, mit der er gleichzeitig von seinem (für Showbiz-Angelsachsen) pikiert-unentspanntem TV-Total-Auftritt ablenken wollte. Aber das hätte er gar nicht zu brauchen, gibt ja schließlich genug deutsche Exegeten, die die Schuld dem Moderator zuschanzen :-)!
    Peace out …

  30. Vielleicht auch noch lesenswert, da es um das gleiche Thema geht: TV Fatal – die Zukunft des deutschen Unterhaltungsfernsehens

    http://www.philibuster.de/themen/glanz-und-gloria/stefan-raab-john-mayer-tv-fatal.html

  31. Stefan Raab ging auf die gleiche Moderatorenschule wie Gottschalk.

    Unvorbereitet, mit absolutem Desinteresse für den Gast, spricht jeden Mist aus der ihm gerade in den Sinn kommt ohne zu checken wie oft er dabei seinen Gästen auf die Füße tritt oder wie peinlich er gerade rüber kommt und mit einem ähnlich guten Englisch aber zu geizig für den Simultandolmetscher.

    Wenigstens kann er seine Hände bei sich behalten

  32. Absolut peinliches Interview, Raab sollte sich schämen. Absolut keine Ahnung, wen er da vor sich hat, keinerlei Idee, worüber man sprechen könnte, und dann das unelegante Abbrechen des Ganzen (das NICHT von Mayer ausging) – extrem schwache Leistung. Mayers ironische Antworten auf Raabs Fragen haben offenbar die meisten im Publikum (Raab meist eingeschlossen) erst gar nicht verstanden, traurig.

  33. es lief wirklich was komisch, was aber an der einstellung mayers lag da raab meistens ohne konzept in die interviews geht und dennoch irgendwas lustiges/interessantes bei rauskommt.

    Er sagte doch auch noch vor kurzem in seiner show dass er sich nur so mittel vorbereiten würde, das wär halt so.


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