Freiwilligendienst für die Todeszone

Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm hat ARD-Programmdirektor Volker Herres ein interessantes Angebot gemacht. Die mehr als 850 Autoren, Regisseure und Produzenten bieten „für den vermutlich bald frei werdenden Sendeplatz“ in der „sogenannten Todeszone vor 20 Uhr“ eine Dokumentarreihe an, bei der sie bereit sind, sich erfolgsabhängig bezahlen zu lassen. Wären die Quoten schlecht, müsste die ARD nur die Hälfte der Kosten tragen.

Eine erste Dokureihe im Rahmen des ambitionierten Vorhabens überträgt die Idee von Loriots Film „Pappa ante portas“ ins wirkliche Leben. Sie begleitet einen leicht verkalkten Senioren, der nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben nun viel Zeit im Wohnzimmer verbringt und alle mit seinen Geschichten von früher nervt und läuft auf dem Sendeplatz bereits seit vier Wochen.

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Michael, 24. Februar 2012, 19:20.

9 Kommentare


  1. „läuft auf dem Sendeplatz bereits seit vier Wochen.“
    Hö? Auf welchem Sendeplatz?

  2. @Uli: Der Sendeplatz ist 19:20 Uhr und der Senior ist 62 Jahre alt – oder so, wenn mein Ironiedetektor korrekt kalibriert ist.

  3. Ich habe auch nen Moment gebraucht, um den Witz zu kapieren, mit etwas Nachdenken kommst du auch noch drauf, Uli. 😉

  4. Aha jetzt, hab ARD und ZDF verwechselt.

  5. Ich glaub, das war etwas fies. Treffend, aber fies 😀

  6. Ein ähnliches Dokumentarfilmprojekt gibt es wirklich: WIR SIND LORIOT.

  7. In der ersten „Gottschalk live“-Ausgabe hat mich Gottschalk an Erwin Lottemann, äh, Lindemann erinnert, aber der „Pappa ante portas“-Vergleich trifft’s viel besser. Herrlich! 🙂

    „Entschuldigung, das ist mein erster Ruhestand. Ich übe noch.“

  8. – „Huch… Herr Gottschalk!? Was machen Sie denn um 19.20 Uhr im Ersten?“

    – „Ich wohne hier!!!“

    – „Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit…“

  9. Das ist aber auch gemein. Er durfte die von seinem alten Arbeitgeber gestellte Hilfskraft zum betreuten Moderieren nicht übernehmen.


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