Eine Frage der Einstellung
Wenn Hape Kerkeling Wetten, dass…? übernähme, hätte er keine Zeit mehr für Musicals, Bücher und Dokumentationen, also macht er’s nicht. Das ist ein Argument. Wenn man sieben Abende, und damit 21 Stunden jedes Jahr arbeitet – wie viel Zeit bleibt dann noch?
Andererseits wäre davon auszugehen gewesen, dass Hape Kerkeling sich im Gegensatz zu Thomas Gottschalk auf die Sendung vorbereitet hätte, insofern wäre der Arbeitsaufwand doch deutlich gestiegen.

Sollte man Wetten, dass…? jetzt einstellen?
Von mir aus. Und wenn es nach vielen deutschen Medienredakteuren geht, auch. Ihnen ist klar: Ohne Gottschalk wäre es vielleicht gegangen, aber ohne Kerkeling geht’s auf keinen Fall.
Die zwingende Folge: Die Sendung muss sterben. Ist ja nicht so schlimm.
(Spiegel Online)
Hape wird zum Totengräber: „Wetten, dass…?“ am Ende.
(n-tv)
Klar: Wer jetzt noch käme, wäre nur zweite Wahl. Wer würde sich das unter diesen Umständen öffentlich antun wollen? Und das für eine Sendung, die ohnehin auf dem absteigenden Ast ist. Dieses sinkende Schiff. Dieses Relikt aus einer anderen Zeit. Diese überkommene Tradition. Diese quälende Langeweile. Diese Ex-Show, aus der schon lange die Luft raus ist.
Nur: Es gibt in Deutschland keine acht Millionen Medienredakteure, und es gibt nicht einmal acht Millionen Menschen, die sich um das scheren, was Medienredakteure schreiben. Es gibt aber immer noch acht Millionen Zuschauer, die sich regelmäßig Wetten, dass…? anschauen, weil sie die Show, ihr Konzept und ihren Moderator offenbar mögen, und die sich nicht diktieren lassen wollen, dass sie sie gefälligst langweilig und überholt zu finden haben. Ja, die Zuschauerzahlen sind in den vergangenen Jahren gesunken. Newsflash: Auch andere Sendungen haben nicht mehr die Quoten wie einst. Die Lindenstraße. Die Tagesschau. Nicht mal Deutschland sucht den Superstar. Wetten, dass…? liegt immer noch in der Spitzengruppe mit deutlichem Abstand zum Verfolgerfeld. Außer Tatort und Fußball erreichen keine Sendungen regelmäßig solche Zahlen wie Wetten, dass…?
Die von Medienportalen im Jugendwahn hochgejubelten „Quotensiege“ der Dieter-Bohlen-Shows bei RTL beziehen sich immer nur auf die junge Zielgruppe unter 50. Das am Abend werbefreie ZDF hat aber ein Interesse, vor allem seine Stammzuschauer zu bedienen. Und die sind nun mal über 60.
Natürlich würden sich Journalisten über frischen Wind freuen, über ein neues, innovatives Konzept mit einem unverbrauchten Moderator. Das müsste dann erst mal sein Publikum finden.
Das ZDF wäre aber dämlich, die Show einzustellen. Es ist viel schwieriger, eine neue Show erfolgreich zu etablieren, als eine etablierte Show erfolgreich zu halten. Selbst wenn Wetten, dass…? mit einem Kompromissmoderator ein weiteres Drittel seiner Zuschauer verlieren würde, wäre die Sendung immer noch ein Erfolg.
Diese Rechnung machte auch der US-Sender CBS, als er vor der Frage stand, ob er seine erfolgreichste Sitcom Two And A Half Men ohne Charlie Sheen einstellen sollte. Er tat es nicht, besetzte sie neu mit Ashton Kutcher und gewährleistete auf diese Weise den Fortbestand einer erfolgreich etablierten Marke. Sicher nicht auf ewig – aber immerhin noch für ein paar Jahre eine Erfolgssendung im Programm zu haben ist schließlich besser, als in dieser Zeit keine zu haben. Bisher sind die Quoten von Two And A Half Men im Vergleich zum Vorjahr nicht einmal gesunken. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass mit Ashton Kutcher jemand engagiert wurde, der vielleicht ein paar der älteren Stammzuschauer vergrault, aber dafür junge, eigene Fans der Twitter-Generation mitbringt.
Eine solche zukunftsorientierte Entscheidung ist freilich bei Wetten, dass…? nicht zu erwarten. Wir reden hier schließlich vom ZDF. Dieses verabschiedete sich bereits vor 18 Jahren bewusst von Zukunftsorientierung, als es beschloss, Die Simpsons nicht weiter zu zeigen.
Wer kommt also in Frage?

Gehen wir mal davon aus, dass Justin Timberlake den Wetten-dass-Vertrag doch nicht unterschreibt, weil die Worte Apfelschorle und Schraubenschlüssel nicht darin vorkommen und er ihn deshalb nicht versteht.
Es gäbe durchaus ein paar Lichtgestalten im deutschen Fernsehen, deren Sonderstellung mit der der frei werdenden Show einhergehen würde. Die scheiden aber alle aus. Günther Jauch gibt gerade frisch den seriösen Polittalker in der ARD. Ganz schlechtes Timing. Stefan Raab würde vermutlich zur Bedingung machen, dass die Show zukünftig abwechselnd im ZDF und auf ProSieben ausgestrahlt würde. Harald Schmidt…. Hahaha! Harald Schmidt! Haha! Jürgen von der Lippe ist noch zwei Jahre älter als Gottschalk. Wäre aber bestimmt schön, wenn er statt mit den Promis einen entspannten Plausch mit den Wettkandidaten auf der Couch halten würde.
Bleiben die üblichen Ersatzverdächtigen: Barbara Schöneberger könnte das bestimmt. Anke Engelke auch. Johannes B. Kerner nicht, wird aber immer wieder genannt. Sein Sat.1-Magazin läuft zum Jahresende aus, und merkwürdigerweise registriert kaum jemand, dass Kerner auch noch andere Sendungen in Sat.1 moderiert. Jörg Pilawa will merkwürdigerweise immer noch nicht. Matthias Opdenhövel steht bei der ARD unter Vertrag, wo er sich gerade seinen Jugendtraum Sportschau erfüllt.
Wer wäre frei?
Frei wäre natürlich Thomas Gottschalk. Das ZDF müsste nur noch etwas länger warten mit der Bekanntgabe des Nachfolgers. Nicht gleich in vier Wochen die Information raushauen, sondern sagen: Wir machen ja sowieso erst im nächsten Herbst weiter, dann können wir den Nachfolger auch noch im Frühjahr bekannt geben. Bis dahin ist Gottschalks ARD-Vorabend gescheitert, und Gottschalk wäre offen für den Wechsel zum ZDF.
Aber vielleicht geht das ZDF ja doch einen unkonventionellen Weg. Als es einen Nachfolger für den Morgenmagazin-Moderator Christian Sievers brauchte, engagierte es vor knapp zwei Jahren den Printjournalisten Wulf Schmiese, der zwar schreiben konnte, aber nicht reden wie gedruckt.
Das US-Fernsehen steht derzeit ebenfalls vor einer Nachfolgerfrage. TV-Legende und Guinness-Weltrekordhalter für die meisten Stunden vor einer Fernsehkamera Regis Philbin verabschiedet sich in zwei Wochen von seiner täglichen Vormittags-Talkshow Live with Regis & Kelly. Nach 28 Jahren. Im zarten Alter von 80. Bis ein fester Nachfolger gefunden ist, wird seine Co-Moderatorin Kelly Ripa die Sendung zusammen mit wechselnden Gastmoderatoren präsentieren. Angekündigt für die ersten Wochen sind u.a. Jerry Seinfeld, Kim Cattrall, Jamie Oliver und Miss Piggy.
Ich werfe also im Rennen um die Moderation von Wetten, dass…? zwei neue Namen in den Ring: Katja Kessler und der Hase Cäsar.










6. November 2011 um 21:53
“Jürgen von der Lippe ist noch zwei Jahre älter als Gottschalk. Wäre aber bestimmt schön, wenn er statt mit den Promis einen entspannten Plausch mit den Wettkandidaten auf der Couch halten würde.”
Gottschalk war auch zwei Jahre älter als Wolfgang Lippert, als er dessen Nachfolger wurde. Und ich fände es nicht schlecht, wenn der Fokus der Sendung mal wieder mehr auf die Kandidaten gedreht würde, und die nervigen “Ich-hab-ne(n)-neue(n)-Film/Serie/CD/ZDF-Vorarbendkrimi”-Promotionen ein bisschen zurückgedreht würden. “Wetten dass” ist in den letzten Jahren zu sehr zu einer Promiquatschbude verkommen, in der in den Pausen ein paar Normalos ein bisschen rumturnen dürfen.
7. November 2011 um 01:34
Hey. Meine Ideen klauen und in Artikel einbauen? Wo sind wir denn?
Die Gallerie der möglichen Nachfolger bei Spiegel Online ist ein einziges Gruselkabinett (Engelke mal ausgenommen, aber warum sollte die sich das antun).
Da wollen wir mal ganz stark hoffen daß das ZDF aus irgendeiner Hinterhand noch einen Joker zaubert, den niemand so recht im Verdacht hat und ganz genial wie der Arsch auf den Eimer paßt.
7. November 2011 um 05:40
Miss Piggy klingt doch gut. So machen wir das. Und Kermit als Außenreporter. Stammzuschauer über 60 merken wahrscheinlich keinen Unterschied.
7. November 2011 um 08:45
Wieso hat eigentlich niemand das offensichtliche auf der Rechnung? Dass Fr Hunziker diesen Job gerne machen würde? Und ich werd das Gefühl nicht los, dass Hr Gottschalk ihr das zutraut. Sie ist doch quasi im Moment Wetten-dass-Azubi…
7. November 2011 um 09:12
…wieso nicht gleich Carmen Nebel?
7. November 2011 um 09:13
Erinnert mich daran: Als Jauch sich von Stern TV verabschieden wollte, hieß es ebenso, die Sendung sei tot. Stern TV sei Jauch, ohne ihn ginge das nicht. Mit Steffen Hallaschka hat keiner gerechnet. Einige schreiben weiterhin, das Format sei antiquiert. Die Zuschauer denken offenbar anders. Es gibt – bis auf Fußball – auf dem Sendeplatz nichts, was auch nur annähernd an die Quote herankommt.
Es gibt wenige Medienkritiker, die man tatsächlich ernst nehmen muss. Ihr gehört dazu, ebenso der Peer. Hans Hoff sicher auch. Meistens. Aber diese Schwafler wie bei SPON schreiben keinen Deut anders als der Express über Fußball: laut, schrill, ohne Nachdenken. Das ist wohl so etwas wie Medienkritikboulevard.
Was “Wetten, dass” betrifft: Harald Schmidt war schon bei “Verstehen Sie Spaß?” deplatziert. Sein Auftreten ist fein, aber nicht massentauglich. Anke hätte zumindest den Glamour UND die für eine solche Show notwendige Wärme. Ihr würde ich das noch am ehesten zutrauen. (Die Ausrede von Hape -”zuviel Arbeit” – ist absurd, das hätte ihm pro Sendung eine Woche abverlangt.)
Das ZDF wäre in jedem Fall gut beraten, Geduld zu wahren und sich nicht von den Pseudo-Kritikern kirre machen zu lassen.
7. November 2011 um 09:45
Was ist eigentlich mit Olli Dittrich?
7. November 2011 um 09:49
Nach “Griechenland” ist “Wetten dass” das Thema, das mir derzeit auf meisten auf den Sack geht. Pardon.
G ist wenigstens noch von Belang, also bitte, meinetwegen fünfmal am Tag in jeder Nachrichtensendung, jeder Zeitung, jeder Talkshow, jedem Blog, jeder Kantine, jedem Stammtisch, jedem Kindergarten.
Aber what the fuck ist “Wetten dass”?!
7. November 2011 um 10:02
@ FF: Ich gebe Dir Recht, was die Berichterstattung über “Wetten, dass…?” in sog. Nachrichtensendungen angeht. Aber hast Du schon mal auf den Domainnamen dieser Seite geguckt?
7. November 2011 um 10:30
Für mich ist die Show am Ende, also wieso nicht gleich richtig und endgültig an die Wand fahren? Pocher und Sandy! Oder Givanni und Jana Ina. Dann wird auch keiner mehr die Sendung wiederbeleben wollen, Gottschalk wird dann verklärt, alle gewinnen.
7. November 2011 um 10:33
Wer hat eigentlich den Raab ins Rennen gebracht? Bei bild.de wurde darüber abgestimmt und Raab hat glatt gewonnen (17%).
Er mag ein Entertainer sein, aber ist ein grottenschlechter Moderator. Und was der überhaupt nicht kann, ist mit Gästen umgehen. Was er da in seiner eigenen Sendung abliefert ist viel zu oft hochnotpeinlich.
7. November 2011 um 10:33
Es ist dermaßen peinlich, wie zu diesem Thema immer wieder die selben altbekannten Schnarchnasen aufgezählt werden. Wäre das ZDF zukunftsorientiert und mutig (beides trifft selbstverständlich nicht zu), gäbe es nur einen Namen: Gosejohann.
7. November 2011 um 11:01
@ Michael
Ich weiß, ich weiß. Wollte nur mal meinem Überdruß Luft machen.
Erst: Gottschalks ewiger Abschied. “Ich höre auf. Mache aber vorher noch soundsoviel Sendungen.” Aha.
Dann: Dieses eitle Geziere, Gezerre, Rumgeeiere von Kerkeling. Unwürdig.
Jetzt: Dieses Kandidatenkarrussell. Wer noch nicht genannt wurde, sollte sich wegen Irrelevanz erschießen.
Von allen wurde längst alles gesagt. Und trotzdem geht’s immer munter weiter.
Ich ertrag’s einfach nicht mehr.
7. November 2011 um 11:07
Eine Zwickmühle: Die altbekannten Gesichter sind zu bekannt und nutzen sich allein schon mit jeder Nennung ein bisschen mehr ab.
Für einen neuen, unverbrauchten Kandidaten wie zB Hallaschka ist die Sendung mit ihrem Format einfach zu groß und zu bekannt. Stern TV ist zwar auch eine große Hausnummer, aber Wetten, dass…? ist nun mal als Samstagabendshow #1 der Ferrari unter den Sendungen.
Mein Tipp: Es wird noch einige Wochen, vielleicht Monate, weiter geplänkelt, dann macht Gottschalk doch weiter, ganz im Stil eines Jopie Heesters. Leider auch mit Hunziker. Gute Nacht!
7. November 2011 um 11:11
Ich habe Gestern irgendwo irgedendwas gelesen, dass Jesus das Angebot ablehnte, “Wetten, das..?” zu übernehmen. Das fand ich eigentlich ganz passend, diese satirische Überhöhung.
7. November 2011 um 11:13
Nachtrag: Und jetzt sehe ich auch noch, dass die Bilder in diesem Post hier auch sehr schöne Namen tragen: …/GottHape.jpg und …/JustinTime.jpg. Das gefällt mir auch
7. November 2011 um 11:25
Also Stefan Raab würde sicher mitmachen, wenn die Wettkandidaten abgeschafft werden und nur er die “Kunststücke” absolvieren darf…
(Und, wenn die Sendung in “Das große TV-Total Wetten, dass…?” umbenannt wird.
7. November 2011 um 11:40
Quote: “Die von Medienportalen im Jugendwahn hochgejubelten „Quotensiege“ der Dieter-Bohlen-Shows bei RTL beziehen sich immer nur auf die junge Zielgruppe unter 50.”
Danke für diesen wahren Satz, der aber von den Meeedienportalen so lange ignoriert werden wird, bis Kresse drüberwächst.
7. November 2011 um 11:43
nachhutgefechte eines sterbenden mediums.
7. November 2011 um 11:50
Guido Cantz? … Ok, das war ein Scherz.
Wie wär’s mit Götz Alsmann? Roger Willemsen? Bettina Böttinger? Peter Sloterdijk? Charlotte Roche?
Niemand? Dann bleiben eigentlich nur noch Stefan und Lukas …
janar
7. November 2011 um 12:13
Krass, dass hier ernsthaft auch darüber diskutiert wird wer das macht…..das ist doch so rille, ich versteh diesen kack einfach nicht…ich bin dafür dass Serdar Somuncu das macht, dann ist da endlich ruhe in dieser verkackten harz4 sendung in der sich c promis die klinke in die hand geben und den leuten die neuste gehirnkotze ihrer produzenten andrehen wollen. mit freundlichen rülpsen, icke
7. November 2011 um 12:13
Bitte, bitte – Jürgen von der Lippe!
Mit Co-Moderator Cäsar – biddeschöööön!
Um mal mit dem Vorurteil Alter aufzuräumen: bei einer Bekannten wird das im Team Mama, Papa und 2 Jugendliche geguckt. Zusammen! Immer! Da haben sich die beiden 17-jährigen noch nicht ausgeklinkt!
7. November 2011 um 12:35
Engelke und Pastewka (unverkleidet natürlich). Oder Engelke zusammen mit Dittrich.
Das würde ich mir auf jeden Fall anschauen!
7. November 2011 um 12:45
@FF: Wenn Dich das alles so anödet, frag ich mich ernsthaft, warum
a) Du das hier überhaupt liest
b) Du dich mit deinem in dem Falle überflüssigen Kommentar auch noch an der Unterhaltung zu dem Thema beteiligst.
Ganz ehrlich, solche “Eigentlich interessiert mich das alles nicht. Aber ich meckere mal des Meckkerns wegen”-Typen kann ich nicht ab. Wenn das Thema doch nicht interessiert, warum dann unnötigerweise die Tastatur quälen?
Zurück zum eigentlichen Thema: Kerkeling hätte mich dazu gebracht, bei “WettenDass?!” wieder einzuschalten, hat am Samstag schließlich auch funktioniert. Von der Lippe wäre sicherlich auch ein Kandidat, der mich überzeugen würde – und er passt zum Zielpublikum.
Von den anderen “Verdächtigen” kann ich mir keinen so recht vorstellen, schon gar keinen Goosejohann, der ist gerademal so unterhaltsam, wie ein Badewannenstöpsel.
7. November 2011 um 13:03
DEr Hase Cäsar!
Das ist der allerbeste Vorschlag bislang in der ganzen Diskussion!
7. November 2011 um 14:04
@Gabbo:
Wäre “Golf” statt “Ferrari” nicht der passendere Vergleich?
7. November 2011 um 14:14
Ein grosses Problem ist doch, dass sich das ZDF in die Haushaltsabgaben-Relevanz-Falle begeben hat. Ich stimme dem Beitrag zu, wenn es um ZDF-Publikum und Einschaltquoten geht-aber das will/darf das ZDF ja nicht zugeben. “‘Wetten, Dass…?’ finden alle gut-ob jung oder alt”-denn so kann man eine einheitliche Zwangsgebuehr rechtfertigen. Wuerde das ZDF offiziell sagen, dass die Sendung primaer fuer aeltere Zuschauer ist und 6 Millionen ‘Alte’ ganz Ok ist wuerden die ersten findigen Leute vor die Gerichte ziehen: Wenn das ZDF sich so platziert, wieso muessen dann alle die gleiche Haushaltsabgabe zahlen?! Also wird man PR-Sprech bemuehen, eine Diskussioon vermeiden und irgendeinen Hansel aus dem Hut zaubern, der dann ‘die ganze Familie’ vor den Schirm locken soll. Wird nicht klappen, aber ZDF kann weiter seine Bestandsluege leben, dass es ja fuer alle von 14-75 relevant ist
7. November 2011 um 14:29
Mein Vorschlag:
Samson aus der Sesamstraße -> merkt keiner Ü60, Design und Sprache ähnlich.
Und die Partnerin (Tiffi) kann für “Draußen” noch Herrn von Bödefeld mitbringen. Das würde
1. nicht all zu viel ändern
2. auch wieder jüngere Zuschauer vom Nintendo ins 2te bringen
7. November 2011 um 14:51
@ Steffen, 12.45
Entspann’ Dich.
Zumindest für Deinen überflüssigen Kommentar scheint mein überflüssiger Kommentar ja offenbar durchaus von Belang gewesen zu sein…
Das ist doch schon mal was, oder?
7. November 2011 um 15:02
FF und Steffen: Auseinander!
7. November 2011 um 17:03
Ich schlage Herrn Hubertus Meyer-Burckhardt vor.
7. November 2011 um 17:12
Wie wahr, wie wahr. Aber: Wenn’s Hape Kerkeling nicht macht, wie wärs dann mit Horst Schlämmer? Der hat das “Warm-up” doch schon ganz gut gemacht…
7. November 2011 um 17:27
super kommentar; unterschreibe jedes Wort; “erfrischen anders”, wie man früher bei RTL sagte!
7. November 2011 um 17:58
@teekay: Auch wenn einiges den Verdacht erweckt, aber das ZDF-Programm besteht nicht nur aus “Wetten, dass…”, von dem her kann man da absolut keinen Strick draus drehen, wenn man zugibt, dass da die Zielgruppe twas älter ist… Ich zieh ja auch nicht wegen des Samstagfrüh-Kinderprogramms vor Gerichts, weils mich nicht ansprechen soll…
7. November 2011 um 20:24
Um Hape ist’s nicht wirklich schade, der wäre mMn eher nicht der Richtige für den Job gewesen, denn so genial er auch ist, wenn er verkleidet andere Menschen verarscht, wenn er als “normaler” Moderator einfach er selbst ist, wird er mit seiner brav-betulichen Art schnell langweilig. Mein Favorit wäre Jauch oder von der Lippe.
Wobei die Liste an Namen hier natürlich auch den Mut und die Innovationsfreudigkeit der deutschen Sender in den letzen 10, 20 Jahren zeigt, denn Jauch, Hape und von der Lippe waren ja bereits vor 30 Jahren nenben Gottschalk die Favoriten auf die Elstner-Nachfolge. Was ja nicht heißt, dass wir nicht auch junge Talente wie Joko & Klaas oder Tobi Schlegl haben, aber die wären für das ZDF natürlich viel zu jugendlich und massenunkompatibel.
7. November 2011 um 21:24
Nur damit es nicht unerwähnt bleibt: Auch der Autor dieses Artikel hat Jahre lang genau das gemacht, was alle andere Medienjournalisten auch gemacht haben: Jede Sendung als schlecht besprochen, die Sendung langweilig genannt, ständig irgendwas fremdgeschämt, nur weil irgendein spaßneutraler Hollywoodschauspieler irgendwas nicht verstanden hat, usw und so fort…
7. November 2011 um 22:14
Ich schlage vor: Guildo Horn.
Damit rechnet keiner, und einen gewissen Unterhaltungswert hätte es auch
7. November 2011 um 22:21
Eigentlich ist es die Quadratur des Kreises. Man braucht einen Zielgruppen kompatiblen, noch hinreichend jungen aber nicht zu unbekannten Entertainer der mit Spontanität und total schmerzfrei so eine Sendung stemmen kann und dem man die notwendige Seichtigkeit verzeiht. Das ZDF will ja zwei Moderatoren einsetzen, man darf ausgehen das 50% davon Michelle Hunziker sein werden. Ansonsten braucht die Sendung einfach einen klassischen reboot.
Das mit den US-Stars fand ich schon immer seltsam, wenn sie Singen ist das ja das eine. Aber in den USA dauert so ein Promo-Auftritt maximal 15 Minuten, was soll der da ewig auf der Couch rumhocken.
Was das fremdschämen angeht, so muss man sich einfach klar machen das die auf Ppromo-Tour durch ganz Europa noch in ganz anderen Sendungen auftreten müssen
7. November 2011 um 22:57
Beim Stichwort Dr. h.c. Hase Cäsar (soviel Zeit muss bitteschön sein!) fiel mir Björnhergen Schimpf ein, der vom Humor und seinem Umgang mit Gästen vermutlich bestens passen würde – ich gebe aber zu dass sein Alter und vor allem seine derzeitige Karrierestufe gegen ihn sprechen.
7. November 2011 um 23:04
Auja, Joko und Klaas. Die moderieren doch derzeit alles weg, auf jedem Sender der mitmacht.
8. November 2011 um 08:20
@ Alex: Richtig. Ich bleibe auch dabei. Auch die jüngste Sendung war zwischen den Auftritten von Hape Kerkeling wieder grauenhaft. Wer auch immer Gottschalk nachfolgt, wird mit Sicherheit besser moderieren als er.
Aber mein Punkt ist ja: Millionen Menschen sehen das offenbar anders. Und in deren Sinn sollte das ZDF seine Entscheidungen treffen. Nicht in meinem und nicht in dem der anderen Draufhauer.
8. November 2011 um 09:44
Wenn ein zweiergespann, dann kommt doch einzig und allein nur stermann&grissemann infrage! Die sind einerseits locker und souverän, und andererseits als deutsch-österreichisches duo perfekt passend für eine eurovisionssendung.
Ps: Den joko&klaas-vorschlag kann ich nicht mal als scherz nachvollziehen.
8. November 2011 um 15:01
Die Idee im letzten Absatz finde ich interessant: Die Show sollte von wechselnden Moderatoren präsentiert werden. Würde jeder Folge einen zusätzlichen Kick geben, sorgt für Gesprächsstoff hinterher und vielleicht wird sogar jemand entdeckt, der das gut kann, den jetzt aber keiner auf der Liste hat. Personelle Konstante wäre dann die Hunziker.
8. November 2011 um 15:48
Wieso sehen eigentlich Anke Engelke als so super geeignet an? Die hat mit ihrer Late Night auch bewiesen, dass Moderation und Talk alle andere als ihre Stärken sind. Ich persönlich fänd es fürchterlich.
8. November 2011 um 15:58
Vor langer , langer Zeit, als Frank Elstner noch die Sendung moderierte, hatte er einmal Thomas Gottschalk als Außenreporter engagiert. Um dieses Highlight noch zu steigern, wie er selbst sagte, vergab er diesen Job in der darauffolgenden Sendung an: Kermit den Frosch.
8. November 2011 um 17:41
@Sprachsynthese:
Erstens war Anke bei dem Song-Contest richtig gut. Zweitens ist “Wetten, dass?” etwas völlig anderes als Late Night. Die notwendigen Smalltalks auf der ZDF-Couch sind ja der Rede nicht wert (mal abgesehen davon, dass sich Gottschalk seine Kalauer auch von anderen hat schreiben lassen – und nicht nur die). Und drittens glaube ich, dass Anke – wie jeder Mensch – lernfähig ist.
9. November 2011 um 03:51
In Ergänzung zu meinem Post ganz oben:
Ich traue mich gar nicht den Namen hier rein zu schreiben. Er steht auch eher für eine Kategorie Vor-der-Kamera-Arbeiter, die ich oben meinte.
Wenn sie sich selbst den Umgang mit diesen Menschenmassen zutraut wäre Katrin Bauerfeind eine Möglichkeit. Etwas eye-candy für den Papa, ab und zu einen lockeren Spruch für die Kinder und die Oma würde sie auch nicht groß stören.
Ein P.M. Krause z.B.(!) wäre mit seiner schrilleren Art schon zu anstößig.
Wäre halt schön wenn der/die/das Neue aus der etwas jüngeren Moderatoren-Generation käme. Dann könnte die Sendung auch noch mal 30 Jahre überleben.
(Aber der Artikel oben verrät schon wie es wirklich weiter geht.)
9. November 2011 um 11:34
Elmar Hörig.
9. November 2011 um 16:19
ich bin für joko & klaas!
9. November 2011 um 19:33
Wenn schon eine Frau, dann werfe ich noch die Namen Anette Frier und Caro Korneli in den Raum.
10. November 2011 um 22:53
korrektur: joko&klaas+palina !