Musik macht Spaß

1983–1984 (ZDF). „Punktspiele von und mit Hans Rosenthal“. Halbstündiges Musikquiz am Vorabend. Acht Folgen liefen vierzehntägig freitags im Wechsel mit Rate mal mit Rosenthal. Die Reihe setzte die Idee des Quiz Alles mit Musik fort.

Shaft

1988 (ARD). 7‑tlg. US-Krimiserie nach den Büchern von Ernest Tidyman („Shaft“; 1973–1974).

Der Afroamerikaner John Shaft (Richard Roundtree) ist ein gerissener Privatdetektiv mit einer Vorliebe für extravagante Kleidung, der auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt, wenn es denn sein muss. Er ermittelt in New York, muss aber für manche Fälle die Stadt verlassen. Der weiße Polizist Lieutenant Al Rossi (Ed Barth) versorgt Shaft mit Informationen.

Der Serie waren ab 1971 bereits drei „Shaft“-Kinofilme vorausgegangen, in denen ebenfalls Richard Roundtree die Titelrolle gespielt hatte und die auch im deutschen Fernsehen zu sehen waren. Für die Kinoversion hatte Isaac Hayes die berühmte Titelmusik „Theme From Shaft“ geschrieben und gesungen. Er wurde dafür mit einem Oscar ausgezeichnet. Diese Musik fand auch als Thema für die Fernsehserie Verwendung.

Die Folgen waren 70 Minuten lang und liefen mittwochs um 23.00 Uhr.

 

Die Colbys – Das Imperium

1987–1993 (Sat.1). 48-tlg. US-Soap von Esther und Robert Shapiro, Eileen und Robert Pollock, William Bast und Paul Huson („The Colbys“; 1985–1987).

Spin-off von Der Denver-Clan: Die Familie von Jeff Colby (John James) führt ein Firmenimperium in Los Angeles. Jeffs Vater Jason Colby (Charlton Heston) ist Familienoberhaupt und Firmenchef. Er ist mit Sable Scott (Stephanie Beacham) verheiratet. Deren Schwester Francesca (Katharine Ross) ist seine Geliebte und Jeffs wirkliche Mutter. Jason und Sable haben zusammen die Kinder Monica (Tracy Scoggins) und Miles (Maxwell Caulfield), Zwillinge, und Bliss (Claire Yarlett). Fallon Carrington (Emma Samms) ist zunächst mit Miles, später mit Jeff verheiratet. Miles hat sie vergewaltigt, wodurch sie schwanger wurde. In der zweiten Staffel kommt Jasons aufmüpfiger Bruder Phillip (Michael Parks) dazu, den alle bisher für tot gehalten hatten, und am Ende wird Fallon von einem UFO entführt.

In den USA hatte die Serie ursprünglich den Titel „Dynasty II: The Colbys“, womit die Abstammung vom Denver-Clan (Dynasty) schon im Titel sichtbar wurde, er wurde jedoch nach wenigen Wochen auf „The Colbys“ gekürzt. Nach zwei Jahren wurde die Serie eingestellt, der Cliffhanger mit der entführten Fallon nie aufgelöst.

Sat.1 zeigte zunächst nur 47 Folgen zu je einer Stunde. Als die Serie fünf Jahre später wiederholt wurde, wurde Anfang 1993 eine bisher ausgelassene Folge eingefügt.

Eli Stone


Foto: ProSieben

Seit 2008 (ProSieben). 26-tlg. US-Anwaltsserie von Greg Berlanti („Eli Stone“; 2008–2009).

Eli Stone (Jonny Lee Miller) hat einen tollen Job als Anwalt, eine resolute Sekretärin namens Patti (Loretta Devine), eine hübsche Verlobte namens Taylor (Natasha Henstridge) und einen unheilbaren Hirnschaden namens Aneurysma. Dadurch überkommen ihn Wahnvorstellungen, in denen in erster Linie der Popstar George Michael (George Michael) oder dessen Lieder eine wichtige Rolle spielen, und die ihn dazu bringen, sich für die kleinen Leute einzusetzen statt für die Großen, Reichen und Mächtigen, die die Kanzlei, für die er arbeitet, normalerweise vertritt. Die unerfahrene Nachwuchsanwältin Maggie Dekker (Julie Gonzalo) hilft ihm dabei. Boss der Kanzlei ist sein zukünftiger Schwiegervater Jordan Wethersby (Victor Garber), der nichts von Elis Krankheit weiß und sich wundert, warum sich Eli oft so merkwürdig verhält. Elis vorlauter Bruder Nathan (Matt Letscher) ist zugleich sein behandelnder Arzt, doch wichtigster Ratgeber für Eli ist der chinesische Akupunkteur Dr. Chen (James Saito), dessen Akzent nur aufgesetzt ist. Er hält Eli für einen Propheten.

Skurrile, liebevolle Mischung aus Anwaltsdrama und Comedy mit originellen Charakteren, witzigen Dialogen und den Hits von George Michael und Wham!, aber ohne großen Erfolg.

Die einstündigen Folgen der ersten Staffel liefen mittwochs um 20.15 Uhr, die zweite Staffel läuft im Nachtprogramm.

Kidnapped — 13 Tage Hoffnung


Foto: Sat.1

2008 (Sat.1). 13-tlg. US-Krimiserie von Jason Smilovic („Kidnapped“; 2006-2007).

Lucian Knapp (Jeremy Sisto) war früher mal beim FBI und spürt jetzt als Freiberufler Entführte auf. Ihm geht es allein um die Befreiung, und nur wenn er das Opfer der Entführung lebend retten kann, lässt er sich bezahlen. Das Unternehmerehepaar Conrad (Timothy Hutton) und Ellie Cain (Dana Delany) hat Knapp engagiert, weil ihr Sohn Leopold (Will Denton) entführt wurde und sie nicht das FBI einschalten wollten. Das FBI bekommt dennoch Wind von der Sache, und so schalten sich auch Knapps Ex-Boss Latimer King (Delroy Lindo) und dessen Agenten Archer (Linus Roache) und Atkins (Michael Mosley) ein. Turner (Carmen Ejogo) ist Knapps technische Assistentin, und Virgil (Mykelti Williamson) ist Leopolds Leibwächter, der bei der Entführung angeschossen wurde und nun im Krankenhaus liegt.

Dieser eine Fall zog sich über die gesamte Serie, die zwar in den USA vorzeitig abgesetzt wurde, aber immerhin die Gelegenheit erhielt, ihre Handlung zu Ende zu führen. Sat.1 zeigte die einstündigen Folgen zum Start um 20.15 Uhr und dann immer donnerstags gegen 23.15 Uhr.

Die Stein

Seit 2008 (ARD). Dt. Schulserie von Gabriele Herzog und Scarlett Kleint.

Die Stein (Julia Stemberger), Vorname Katja, tritt ihre neue Stelle als Lehrerin an der Heinrich-Heine-Schule an und trennt sich noch am gleichen Abend von ihrem untreuen Mann Oliver (Konstantin Graudus), damit die Serie beginnen kann. Nach obligatorischer anfänglicher Abneigung mögen die Schüler ihre neue Klassenlehrerin schnell, und neue Männer tun sich auch bereits am Horizont auf. Der Schulleiter Alexander Fumetti ist eigentlich gar nicht so neu: Mit ihm hatte Katja früher mal was, und er ist auch heute noch ein Frauenheld, weshalb es ordentlich Reibungsfläche gibt. Seine Aktuelle ist die Referendarin Victoria Treff (Ivonne Schönherr). Der richtige Neue ist Stefan Hagen (Jochen Horst), der einen Reiterhof in der Nähe des Landhotels besitzt, das Katja bis eben noch mit ihrem Mann geführt hat. Katjas immer essende Kollegin Renée Reinhardt (Petra Kleinert) wird schnell eine gute Freundin und Katjas Schwester Karola König (Katja Studt) noch  schneller eine schlechte Schwester, denn mit ihr hatte Oliver Katja betrogen. Katjas Eltern Christa (Annekathrin Bürger) und Ulrich (Klaus Manchen) sind zunächst auch keine große Hilfe, bemühen sich dann aber und kaufen das Hotel. Es ist der gute Wille, der zählt.

Biedere Serie mit verstaubten Klischees, die genauso gut aus den frühern 90er-Jahren stammen könnte. Die 45-minütigen Folgen liefen dienstags um 20.15 Uhr und hatten Quoten wie in den 90er-Jahren, als es nur halb so viele Sender gab.

Dead Like Me — So gut wie tot

Ab 26. Juli 2008 (RTL2). 29-tlg. US-Comedyserie von Bryan Fuller („Dead Like Me“; 2003–2004).

Teenager Georgia Lass, genannt George (Ellen Muth), ist gestorben, aber noch nicht tot. Oder umgekehrt. Jedenfalls war das eine dumme Sache, als der alte Toilettensitz aus der Raumstation Mir auf sie fiel. Bis ihr Leben wirklich zu Ende ist, muss sie aber noch ihrem Job als Sensenmädel nachgehen: Sie ist jetzt Seelensammlerin und dafür zuständig, die Seelen all derer einzusammeln, die wie sie auf unnatürliche Weise ums Leben gekommen sind. Nur wenn sie das ordentlich macht, steigt sie selbst in eine höhere Ebene des Lebens nach dem Tod auf. Sie wissen ja, wie das ist. Ihr Boss ist Oberseelensammler Rube Sofer (Mandy Patinkin), ihre Kollegen sind Mason (Callum Blue), Roxy (Jasmine Guy) und Daisy (Laura Harris), die keinen sonderlich großen Respekt vor den Dahingeschiedenen haben. Derweil versuchen Georges Eltern Joy (Cynthia Stevenson) und Clancy (Greg Kean) und ihre Schwester Reggie (Britt McKillip) mit Georges Tod klarzukommen.

Schräge Serie mit dunklem Humor und nachdenklichen Momenten. RTL2 zeigt samstags nachmittags jeweils zwei Folgen. Jede dauert eine knappe Stunde.

Sleeper Cell

2008 (RTL2). 18-tlg. US-Actionserie von Ethan Reiff und Cyrus Voris („Sleeper Cell“; 2005–2006).

Der gläubige Muslim und FBI-Agent Darwyn al-Sayeed (Michael Ealy) schleicht sich undercover in eine Schläferzelle islamistischer Terroristen ein, die einen Anschlag auf Los Angeles planen. Faris al-Farik (Oded Fehr) ist der skrupellose Anführer, der Bosnier Ilija Korjenic (Henri Lubatti) dessen rechte Hand. Zur Terrorgruppe gehören auch der französische Skinhead Christian Aumont (Alex Nesic) und der blonde Amerikaner Tommy Emerson (Blake Shields), die beide zum Islam konvertiert sind. Die alleinerziehende Mutter Gayle Bishop (Melissa Sagemiller), die weder mit der einen, noch der anderen Seite zu tun hat, verliebt sich in Darwyn.


Foto: RTL II/Showtime

RTL2 zeigte jeweils zwei Folgen hintereinander, startete mit insgesamt vier Folgen am Freitag und Samstag, und dann mittwochs ab 20.15 Uhr. Die Serie umfasste eine erste Staffel mit zehn und eine zweite Staffel mit acht Folgen, in der, ähnlich wie in 24, ein neuer Handlungsstrang eröffnet wird. RTL2 macht keine Pause zwischen den Staffeln, verschob aber die letzten vier Folgen mangels Erfolg in die tiefe Nacht.

Schulz & Schulz

1989–1993 (ZDF). 5‑tlg. dt. Spielfilmreihe von Krystian Martinek und Neithardt Riedel, Regie: Ilse Hofmann; ab dem vierten Teil: Nico Hofmann.

Wolfgang Schulz (Götz George) und sein Zwillingsbruder Walter (auch Götz George) sind beide in der Werbebranche tätig. Nur lebt der eine in der Bundesrepublik, der andere in der DDR. Der Hamburger Wolfgang ist ein cooler Yuppie, der das Leben genießt, Walter in Stralsund ein kleinbürgerlicher Familienvater, der sich mit dem Leben, wie es ist, abgefunden hat. Erst durch einen Fernsehauftritt Wolfgangs, den Walter sieht, erfahren die beiden voneinander. Beim ersten Treffen seit 40 Jahren beschließen sie, für einen Tag die Pässe und damit die Rollen zu tauschen. Wolfgang schnuppert beim Sozialismus rein und Walter lernt den Kapitalismus kennen.

Die deutsch-deutsche Komödie sollte ursprünglich nur ein einzelner Fernsehfilm sein. Dieser war bei der Ausstrahlung schon überholt, da vier Wochen zuvor die Berliner Mauer gefallen und die DDR-Grenze zur Bundesrepublik geöffnet worden war. Beides war im zuvor gedrehten Film noch nicht enthalten. Nicht nur diese Entwicklung, auch die Zuschauerresonanz schrie nach Fortsetzungen. Die folgenden vier Filme begleiteten Schulz und Schulz, wie ihre Familien parallel zu Deutschland mühsam zusammenwachsen.

Aus den Gegensätzen Kapitalismus und Sozialismus werden nach der Wiedervereinigung Arroganz und Naivität, und die Brüder gründen ein gemeinsames Unternehmen, bei dem Wessi Wolfgang seinen Ossi-Bruder zu vereinnahmen und für seine Zwecke einzusetzen versucht. Zwar hinkten die Filme der politischen Entwicklung weiterhin immer ein Stück hinterher, bildeten sie aber im Nachhinein realistisch, wenn auch klischeehaft ab. George glänzte in gleich zwei Rollen, von denen keine so war wie die des Schimanski, dessen Image bis zum Start von Schulz & Schulz an ihm geklebt hatte.

Diamantendetektiv Dick Donald

1971 (ZDF). 13-tlg. dt. Actionserie von Heinz Bothe-Pelzer, Regie: Jürgen Goslar, Erich Neureuther.

Dick Donald (Götz George) ist als Detektiv in Südafrika Diamantenschmugglern und -dieben auf der Spur. Er arbeitet im Auftrag des internationalen Diamantensyndikats IDSO. Daisy Johnson (Loni von Friedl) ist seine Assistentin.

Rasante Krimiserie mit viel Geballer und Verfolgungsjagden, die an Originalschauplätzen in Südafrika gedreht wurde. Ihr Ende blieb offen: Ein schwer verwundeter Dick Donald bricht am Schluss von Folge 13 zusammen, und die Serie ist zu Ende. Eine Fortsetzung gab es nicht. Götz George hatte später als Schimanski im Tatort wesentlich größeren Erfolg. George und von Friedl waren damals im wirklichen Leben ein Paar.

Die halbstündigen Folgen liefen mittwochs am Vorabend.

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