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Fernsehlexikon

Gestörtes Raum-Zeit-Kontinuum

Es gibt ja manchmal Boxkämpfe, die nach so kurzer Zeit schon durch K.O. beendet sind, dass die Sender gar nicht wissen, was sie mit der vielen anberaumten Übertragungszeit anfangen sollen. Gelegentlich reicht die Zeit aus, den Kampf noch mehrere Male in voller Länge zu wiederholen – während der Zeit, die eigentlich für eine Analyse anhand von Ausschnitten vorgesehen war.

Ähnliche Größenverhältnisse gibt es heute im ZDF. Dort startet die überdrehte Sciencefiction-Comedy Ijon Tichy: Raumpilot, die angesichts ihres Humor zwar besser im Kinderprogramm aufgehoben wäre, stattdessen aber um 23.55 Uhr beginnt. Die erste Folge dauert nur 14 Minuten. Dann kommt heute nacht. Und dann ein zwanzigminütiges „Making of ‚Ijon Tichy: Raumpilot'”.

Michael, 26. März 2007, 19:24.

Neu-Ulmen

Ich war nie ein großer Fan von Christian Ulmen, als er noch bei MTV Unter Ulmen moderierte. Seine Reality-Comedyshow Mein neuer Freund war schon ziemlich gut, aber leider erfolglos. Doch heute Abend könnte ich tatsächlich ein großer Fan von Christian Ulmen werden.

In seiner ersten großen Serienrolle spielt er Max Munzl, die Titelfigur in Dr. Psycho, der wie alle Fernsehpsychologen selbst einen Hau weg hat. Von diesem oft strapazierten Klischee abgesehen ist die Serie von Stromberg-Autor Ralf Husmann aber originell geschrieben und schön umgesetzt, und Ulmen macht seine Sache großartig. Seine Figur ist zwar kompetent, offensichtlicher aber verwirrt, unbeholfen, naiv und (für die anderen Seriencharaktere) nervtötend, und bei all dem trotzdem sympathisch und glaubwürdig. Feine Sache. Unter ein schöner Erfolg für Christian Ulmen, mit seiner neuen Serie genau den Sendeplatz zurückzubekommen, den er mit Mein neuer Freund nach nur einer Folge räumen musste.

Und bleiben Sie danach unbedingt dran für Switch Reloaded.

Dr. Psycho, montags um 21.20 Uhr auf Pro Sieben.

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Michael, 26. März 2007, 08:19.

Maden in Germany

Es ist schon interessant, wie jeder abstreitet, bei CSI zu klauen. RTL beharrte ernsthaft darauf, Post Mortem sei in Wirklichkeit auf der Basis des eigenen 1997er-Fernsehfilms „Post Mortem – Der Nuttenmörder” entstanden, und Sat.1 hat für R.I.S. – Die Sprache der Toten zumindest offiziell die italienische Serie „R.I.S. – Delitti imperfetti” adaptiert.
Die deutsche Version startet heute im Anschluss an Navy CIS, dessen drei Buchstaben am Ende ja auch total zufällig die gleichen wie bei CSI sind, nur in anderer Reihenfolge.

R.I.S. hat viel von CSI, vom grummeligen Teamchef bis hin zu den Maden, für die er sich brennend interessiert. Was R.I.S. bislang nicht hat, sind sympathische Charaktere, für die man sich interessieren würde. Auf Dauer wird es nämlich doch lästig, als einzige Charakternuance eines Chefermittlers Verschossenheit zu haben. Der Rest des Ensembles ist ohnehin unüberschaubar. Acht Hauptpersonen werden in der Pilotfolge eingeführt, zu viele auf einmal, um sie kennenlernen oder überhaupt unterscheiden zu können. CSI baute sein Ensemble allmählich auf, was die Zurechtfindung erleichterte. Die Mordfälle müssen den Job des Zuschauerfangs also allein machen, was wohl ohnehin so vorgesehen war, denn die Inflation der forensisch-pathologischen Krimiserien zeigt, dass die Sender voller Hoffnung sind, den Zuschauern sei es völlig wurscht, wem sie bei der Verbrechensaufklärung zusehen.

Während Post Mortem bei RTL noch als gute und originelle Krimiserie durchging, wenn man so tat, als habe es CSI nie gegeben, wirkt R.I.S. sogar ohne Vorlage wie ein lauwarmer Abklatsch. Da die Serie aber quasi konkurrenzlos an den Start geht, weil um 21.15 Uhr nach dem Ende von Navy CIS die Filme aller anderen Sender schon halb vorbei sind und nirgendwo eine neue Sendung beginnt, wird auch sie wie bisher Criminal Minds vom Erfolg der vorausgehenden Serie profitieren.

R.I.S. — Die Sprache der Toten, sonntags um 21.15 Uhr in Sat.1.

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Michael, 25. März 2007, 08:59.

Hexenbestattung

Eigentlich ist es ja egal. Und der Vorspann mit Bildern von San Francisco war sicher das Gehaltvollste, was Charmed – Zauberhafte Hexen zu bieten hatte. Aber irgendwie werde ich die drei Hexen vermissen, die nur mit schluchttiefen Dekolletés und einem Zettel mit gereimten Zaubersprüchen jedes Monster zum Explodieren bringen konnten.

Wenn es nach Beverly Hills, 90210 und Charmed nicht bald eine neue Serie gibt, aus der Shannen Doherty gefeuert werden kann, wird nach der heutigen letzten Folge eine Lücke im Fernsehen klaffen, die sogar die zwischen Tori Spellings Brüsten in den Schatten stellt.

Einige Stunden später, gegen Mitternacht, beerdigen wir außerdem Six Feet Under. Das war zwar streckenweise recht deprimierend und lief nur halb so lang wie Charmed, ist aber auch nur halb so egal. Zumal die Halliwell-Hexen in den Wiederholungshimmel kommen und wohl noch auf Jahre im Pro-Sieben-Nachmittagsprogramm Dämonen sprengen werden, nach der Verbannung der letzten Staffel ins Samstagnachtprogramm eine baldige Wiederholung von Six Feet Under aber unwahrscheinlich ist.

Auf Wiedersehen, Fishers! Hoffentlich macht Euch Federico für die letzte Ruhe besonders hübsch.

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Michael, 24. März 2007, 04:34.

Geisterstunde vorverlegt

Bei Kabel eins spricht Jennifer Love Hewitt ab heute wieder mit Geistern und hilft ihnen, Ruhe im Reich der Toten zu finden. Um 20.15 Uhr beginnt die zweite Staffel von Ghost Whisperer — Stimmen aus dem Jenseits, jener Serie, die vor zwei Jahren bei CBS Die himmlische Joan ablöste, die Serie über ein Mädchen, dem Gott immer wieder in unterschiedlicher Gestalt erscheint, was CBS-Chef Les Moonves damals mit dem inzwischen legendären und vor allem von Kirchen viel kritisierten Satz begründete: „Ich glaube, Reden mit Geistern bringt uns jüngere Zuschauer als Reden mit Gott.”

Michael, 23. März 2007, 10:38.

Hochgeschossen

Im Fernsehen kommt man auf merkwürdige Weise an neue Jobs. Gerade erst wurde Dirk Matthies im Großstadtrevier nur deshalb zum Chef befördert, weil er im Dienst angeschossen wurde und nicht mehr auf Streife gehen konnte. Sein Nachfolger im Streifenwagen wurde ein Typ, der zufällig gerade am Tatort war, als es passierte.

Aber es geht noch merkwürdiger: Zum Start der neuen Folgen von Alarm für Cobra 11 bei RTL wird heute Semir Gerkhans langjähriger Partner Tom Kranich (René Steinke) erschossen. Der Schütze ist Chris Ritter (Gedeon Burkhard), der daraufhin Semirs neuer Partner wird.
Ich bin sicher, dass es bei Ansicht der gesamten spielfilmlangen Episode eine einigermaßen logische Erklärung dafür geben wird, und… Halt, wir sprechen ja von Alarm für Cobra 11. Nein, dann wohl nicht. Und selbst wenn, wird sie vermutlich von einer hübschen Explosion übertönt.

Für Freunde des nuancierten Krimis empfehle ich eher den Auftakt zur fünften Staffel von Without A Trace in Sat.1, einer vielschichtigen, hintergründigen Serie mit mehrdimensionalen Charakteren. Auch wenn Sat.1 selbst das gar nicht weiß:

Michael, 22. März 2007, 08:49.

They don’t know Jack

Es ist ja schon schade, dass die Schreiber, die bei Fernsehsendern die Pressemitteilungen verfassen, sich die Sendungen, über die sie schreiben, nicht ansehen.
Sat.1 preist die heute beginnende fünfte Staffel von Without A Trace – Spurlos verschwunden wie folgt an:

Er behält immer die Nerven und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: Anthony LaPaglia als Jack Malone.

Aha. Ob damit wohl die Folge “Requiem” von Anfang März gemeint ist, in der Jack Malone den Hintermann eines Mordes brutal verprügelt und ihm androht, ihn aufzuspüren und ohne Rücksicht auf Dienstvorschriften fertigzumachen, falls er die bis eben vermisste Familie nicht in Ruhe lasse, die vor ihm geflüchtet war? Oder die Folge “In Sicherheit” vom vergangenen Herbst, in der sonst so verständnisvolle Jack einen Wutausbruch hat und seinen Mitarbeiter Danny zur Sau macht? Oder die Folge “Malone gegen Malone”, in der er vom Scheidungsanwalt seiner Frau gezwungen wird, ein Kindheitstrauma erneut zu durchleben, was Jack dazu bringt, auszurasten und eine Scheibe im FBI-Büro einzuschlagen?

Die Sat.1-Charakterbeschreibung der Hauptfigur Jack Malone geht nicht über das obige Zitat hinaus. Beim deutschen Fernsehen rechnet vermutlich niemand damit, dass im Ausland Charaktere erfunden werden, die mehrdimensional sind.

Aber bei Sat.1 weiß man ja auch nicht, dass eine neue Staffel normalerweise mit Folge 1 beginnt. Deshalb gibt’s heute zum Auftakt der fünften Staffel Folge 2 und die eigentlich erste Folge in fünf Wochen. Vorher kommen noch Folge 3, zwei Fußballspiele und Folge 23 aus Staffel 4. Das ist zwar alles nicht schlimm, weil die falsch platzierten Folgen in sich abgeschlossen sind und keine fortlaufenden Handlungsstränge berühren, aber merkwürdig ist es trotzdem.

Michael, 22. März 2007, 08:18.

Zum Totlachen

Im zweiten Teil der dreiteiligen ARD-Dokumentation Komisches Deutschland wird heute um Mitternacht anhand des Themas „Reisen und so” veranschaulicht, wie man auch Humor eine Dreiviertelstunde lang zerreden kann. Im ersten Teil vor einer Woche ging es um „Sex und so”. Um vorzuführen, wie sich Humor in Deutschland im Lauf der letzten 60 Jahre entwickelt hat, wurden dieselben alten Sketche gezeigt, die uns die dritten Programme jedes Jahr an Silvester als humoristisches Maß aller Dinge auftischen. Kommentiert wurden sie von Humoristen der „Gegenwart”, darunter der vor neun Monaten verstorbene Robert Gernhardt (!), der von einem Legastheniker mit „Otto’s Autor” untertitelt wurde. Da ist es kein Wunder, dass man sofort überzeugt ist, dass Deutschland irgendwie komisch ist. Ob der Titel wohl so gemeint war?

Das Argument, der Deppenapostroph sei inzwischen erlaubt, gilt übrigens nicht. Zu Robert Gernhardts Lebzeiten war er es nämlich noch nicht. Vermutlich bedarf es einer eigenen Dokumentarreihe, um aufzuzeigen, wie sich Humor in Deutschland in der langen Zeit entwickelt hat, seit diese „neue” Dokumentation produziert wurde.

Michael, 21. März 2007, 12:57.

Dancing Ziering

Der Begriff „The Ziering” bezeichnet einen Schauspieler, bei dem es höchst unwahrscheinlich ist, dass er nach dem Ende seiner einen langlebigen Serie jemals wieder in einer größeren Rolle zu sehen sein wird. Philip Michael Thomas, der Tubbs aus Miami Vice, ist zum Beispiel ein Ziering, ebenso James van der Beek, der Dawson aus Dawson’s Creek. Ach ja, und natürlich Ian Ziering, der Steve Sanders aus Beverly Hills, 90210, der Namenspatron. Auserkoren von zwei Autorinnen eines Artikels für MSNBC.

Die müssen sich sehr erschreckt haben, falls sie gestern „Dancing With The Stars” bei ABC gesehen haben, die US-Version von Let’s Dance. Da ist er nämlich wieder. Ziering, der in seinen Dreißigern mit erkennbar beginnender Glatzenbildung bedingt talentiert einen Teenager spielte, ist jetzt 42, hat aus unerfindlichen Gründen immer noch Haare und probiert wahrscheinlich einfach mal aus, ob er wenigstens tanzen kann.

So ein einzelner Ziering hätte mich wahrscheinlich nicht weiter beunruhigt, hätte ich nicht erst vergangenen Donnerstag in Sat.1 Jason Priestley (Brandon Walsh aus Beverly Hills, 90210) als Geiselnehmer in Without A Trace gesehen. Gleich zwei Zierings. Aus derselben Serie. Die haben bestimmt irgendwas vor. Ich habe Angst. Dagegen wirken die Guildo Horns und Margarethe Schreinemakers’ dieser Welt, die in der zweiten Staffel von Let’s Dance ab Mai bei RTL erwartet werden, plötzlich ganz harmlos.

Michael, 20. März 2007, 22:09.

Wetten für die Welt

Nach ihrem Moderator (privat) geht im Sommer die Sendung (dienstlich) in die USA. Wie das ZDF heute (!) mitteilte, Stern online vor vier Tagen und das US-Branchenblatt „Variety” schon im Dezember berichtete, hat der amerikanische Sender ABC die Rechte an Wetten, dass…? gekauft.

Es wird diverse Unterschiede zur deutschen Version geben: Sie wird nur eine Stunde dauern und damit gefühlte acht Stunden weniger, und vermutlich werden auch weniger amerikanische Prominente zu Gast sein als in Deutschland, weil der Produzent den Gameshow-Anteil und die “gewöhnlichen” Kandidaten in den Vordergrund stellen will. Klar, dann bleibt nicht mehr als eine Stunde übrig.

Als Moderatoren wurde das britische Duo Ant & Dec verpflichtet, die früher als PJ & Duncan mal Popstars waren. Ant & Dec moderierten u.a. “Pop Idol” und “I’m A Celebrity, Get Me Out Of Here”, die Originalversionen von Deutschland sucht den Superstar und Ich bin ein Star – holt mich hier raus!. Sie sind in England so bekannt wie Thomas Gottschalk in Deutschland, in Amerika dagegen so bekannt wie Thomas Gottschalk in Amerika. Aber immerhin so lustig wie Hape Kerkeling und zusammen kaum älter als Gottschalk allein, es wird also in “Wanna Bet?” weniger Abhandlungen darüber geben, wie gut die Musik früher mal war.

Wer sich jetzt aber schon freut, wird enttäuscht: Im Gegensatz zu einem Kuchen, der, wenn man ihn nach Amerika verschickt, weg ist, wird Wetten, dass…? weiterhin auch in Deutschland zu sehen sein.

Michael, 20. März 2007, 15:49.
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